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Hammersbach prüft Stelle eines Klimaschutzmanagers, bezuschusst Tagespflege und wird Fair-Trade-Kommune

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Von: Jan-Otto Weber

ARCHIV - 16.06.2021, Niedersachsen, Nienburg: Die Hand einer Pflegefachkraft liegt auf der Hand einer Bewohnerin des Seniorenheims «Mein Zuhause Nienburg». Zur Qualität der Pflegeheime stellen die meisten Bundesländer den Verbrauchern nach einer Studie der Bertelsmann Stiftung keine Informationen bereit - in Niedersachsen ist dies gesetzlich nicht vorgesehen. (Zu dpa: «Studie: Infos zur Qualität von Pflegeheimen fehlen in vielen Ländern») Foto: Sina Schuldt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Die Hand einer Pflegefachkraft liegt auf der Hand einer Seniorin. In Langen-Bergheim wird eine Tagespflegeeinrichtung entstehen. © Sina Schuldt (dpa)

Die Hammersbacher Gemeindevertreter haben am Dienstagabend neben dem Haushalt weitere Beschlüsse einstimmig gefasst. Auf Antrag der schwarz-grünen Koalition soll die Einrichtung einer Stelle für einen Klimaschutzmanager geprüft werden, gegebenenfalls in Zusammenarbeit mit einer Partnerkommune.

Hammersbach – Eine solche Stelle könne in den ersten Jahren bis zu 70 Prozent von Land und Bund gefördert werden, so Grünen-Vertreterin Irmgard Beck. Die Koalition verspricht sich von einem Klimaschutzmanager ein nachhaltiges Konzept mit verzahnten Maßnahmen, die Akquise von Fördergeldern, eine Entlastung der Verwaltung und eine Unterstützung für Ehrenamtliche, die sich beispielsweise im entsprechenden Arbeitskreis engagieren.

Auf Antrag der SPD-Fraktion bewirbt sich Hammersbach zudem um den Titel „Fair-Trade-Gemeinde“. „Wer Fairtrade-Produkte einkauft, unterstützt damit Unternehmen, die in den Herkunftsländern bewusst Verträge abschließen, bei denen auf faire Bedingungen geachtet wird: angemessener Lohn, keine Kinderarbeit, keine Gifte, zuverlässige und sichere Arbeitsbedingungen“, so SPD-Fraktionschef Wilhelm Dietzel.

Zudem beschlossen die Gemeindevertreter einstimmig, den Betrieb einer Tagespflegeeinrichtung des ortsansässigen Pflegedienstes Kremer mit bis zu 40 000 Euro im Jahr zu bezuschussen (wir berichteten). „Wir unterstützen damit nicht das Unternehmen, sondern helfen Menschen, dass sie sich den Betrag leisten können“, betonte Bürgermeister Michael Göllner (SPD), der in dem Angebot einen „Meilenstein der Daseinsfürsorge“ sieht, der auch Familien entlastet.

Weitere Themen, die sich auf die Finanzen der Gemeinde auswirken, wurden im Rahmen der Haushaltsverabschiedung debattiert. (jow)

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