Der TV Großkrotzenburg muss weiter auf den Anbau an der Westseite der Sporthalle warten – das Hessische Innenministerium muss eine Genehmigung ausstellen. Foto: Bergmann

Großkrotzenburg

Warten auf den Anbau der Halle des TV Großkrotzenburg geht weiter

Großkrotzenburg. Im Zuge der Jahreshauptversammlung haben sich die Mitglieder des TV Großkrotzenburg (TVG) über den Anbau an der vereinseigenen Turnhalle ausgetauscht. Ein genaues Datum für den Beginn der Bauarbeiten konnte der Vorstand dabei noch nicht bekannt geben.

Von Per Bergmann

Der Anbau wird seit mehreren Jahren bei jeder größeren Versammlung diskutiert. Die Pläne liegen seit einigen Jahren vor. Die Gemeinde hat längst ihre Unterstützung zugesichert. Der Main-Kinzig-Kreis hat den TVG auf den ersten Platz seiner Rangliste der förderungswürdigen Projekte gesetzt, die Fördergelder sind bewilligt. „Wir warten lediglich auf die Genehmigung des Hessischen Innenministeriums“, erklärte der scheidende Vorsitzende Norbert Neuberger.

Den Hallenanbau betrachtet der während der Sitzung zum Ehrenvorsitzenden ernannte Neuberger als sein „Baby“. Gerne hätte er die Fertigstellung noch in seiner letzten Amtszeit als Vorsitzender erlebt. Er hatte sich während der Sitzung nicht erneut als Vorsitzender zur Wahl gestellt (wir berichteten). Aber auch so werde er den Fortschritt des Projektes verfolgen und dem Vorstand beratend zur Seite stehen.

Alte Munitionsfabrik aus Hanau-WolfgangBei der Halle des Turnvereins handelt es sich ursprünglich um eine alte Munitionsfabrik aus dem Kaiserreich. Sie stand an der Pulvermühle in Wolfgang und wurde dort 1924 ab- und an der Kahler Straße in Großkrotzenburg wieder aufgebaut. Die Vereinsmitglieder hatten damals tatkräftig mit angepackt. In seiner Chronik bezeichnet der Verein die anschließenden Jahre, in denen die neue Halle Dreh- und Angelpunkt des Sportgeschehens wurde, als die erfolgreichsten in seiner Geschichte.

Nachdem der Hallenboden mehrmals erneuert wurde, erhielt der TVG in den 1990er Jahren einen Schwingboden inklusive Fußbodenheizung. Diese eigne sich nicht nur ideal fürs Kinderturnen, sondern senke auch die Heizkosten erheblich. Weitere Renovierungsmaßnahmen folgten im Eingangsbereich, in der Garderobe und an der Bühne. Eine der letzten energetischen Verbesserungen der letzten Jahre war der Wechsel von Leuchtstoff- zu LED-Lampen.

Warten auf WiesbadenDie Idee des Anbaus entstand 2009. Auslöser war die „unglückliche Toilettensituation“ sowie fehlender Platz für Sportgruppen und Geräte. „Um zu den Toiletten zu gelangen, müssen Besucher der Gastwirtschaft durch die Halle laufen. Das stört den Trainingsbetrieb“, erklärt Neuberger. 2011 wurde das Konzept für einen Anbau entwickelt. Auf der Fläche an der Westseite – dem derzeitigen Parkplatz – sollen zwei Gruppenräume, Umkleidekabinen und Sanitäre Anlagen entstehen.

Wann die Umsetzung beginnen kann, hängt aktuell vom hessischen Innenministerium ab, das seine Beratungen über die Fördermittel für das laufende Frühjahr angekündigt hat. Erst wenn die Zustimmung aus Wiesbaden kommt, kann der Verein seinen fertigen Antrag einreichen. „Ich hoffe, dass die Baumaßnahmen im Spätsommer beginnen können“, sagte Neuberger.

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