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Ungewohntes Terrain auf dem Großkrotzenburger See

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Zeigt Anfängern alle Tricks: Robin Kassel bietet am Großkrotzenburger See Stand Up Paddling an. Foto: Bergmann
Zeigt Anfängern alle Tricks: Robin Kassel bietet am Großkrotzenburger See Stand Up Paddling an. Foto: Bergmann

Beim Stand Up Paddling ist Balance besonders wichtig. Robin Kassel kennt alle Tricks und zeigt Interessieren, wie es geht.

Von Per Bergmann

Großkrotzenburg  Ob auf dem Main oder dem See – immer häufiger sind Menschen zu sehen, die auf einem Surfbrett übers Wasser paddeln. Stand Up Paddling (SUP) gehört seit einigen Jahren zu den Trendsportarten. Am Strandbad Spessartblick hat Robin Kassel seit diesem Jahr das Ruder in der Hand. Er verleiht die begehrten Bretter im Eingangsbereich. „Es läuft besser als gedacht“, lautet seine Zwischenbilanz.

Mit Wasser- und Funsport kennt sich der Hanauer Unternehmer bestens aus. „Ich habe über 15 Jahre in diesem Bereich gearbeitet, bevor ich mich selbstständig gemacht habe.“ Sein Unternehmen Main-SUP bringt seit 2008 Menschen auf und über den Main. Seine Stationen in Frankfurt, Aschaffenburg, Offenbach und Mainflingen-Seligenstadt haben im Sommer geöffnet.Mit dem See in Großkrotzenburg begibt sich Kassel auf ungewohntes Terrain. Eine lange abwechslungsreiche Strecke, wie auf einem Fluss, bietet das Strandbad nicht. Laufkundschaft gibt es am Strandbad ausschließlich an sonnigen Tagen.

Aber das stehende Gewässer bringt auch Vorteile mit sich. Das Wasser ist ruhig, Schiffsverkehr gibt es nicht. Gerade für Anfänger sind das ideale Voraussetzungen, in Ruhe diese Sportart auszuprobieren.Ohnehin falle der Ein- beziehungsweise Aufstieg leicht. „Der Erfolg des SUP basiert darauf, dass es einfach ist“, sagt Kassel. „Die Boards sind länger und breiter als Surfbretter und dadurch viel stabiler im Wasser.“ Es sei deshalb leicht, die Balance zu halten. Wichtig sei nur „die richtige Wahl des Boards und die Einstellung des Paddels“, die sich nach Gewicht und Größe der Benutzer richten.Zudem gibt es zwei Arten von Boards: harte oder aufblasbare. Die Unterschiede in punkto Stabilität seien nach der technischen Weiterentwicklung in den vergangenen Jahren gering.

Für seine Kunden stellt Kassel die altbewährten Hardboards zur Verfügung. „Die hochwertigen Boards kosten 900 bis 1000 Euro.“ Mit Luft gefüllte Boards sind bereits für unter 500 Euro zu haben und „wegen ihren Vorteilen bei Transport und Lagerung derzeit sehr gefragt“.Kassel verleiht die Bretter nicht nur, er verkauft sie auch. An seinen Stationen werden außerdem Firmen-Events, Schulungen und sogar SUP-Yoga-Kurse angeboten. Weil er all das organisiert, ist 39-Jährige ist im Sommer mittlerweile „häufiger am Laptop, als auf dem Wasser“.Seine Frau Nicole kümmert sich derweil um die Buchhaltung; für die Betreuung seiner Stationen hat er „ein gutes Team zusammengestellt“.

Der Großkrotzenburger Dennis Fischer leitet den Main-SUP Standort am Strandbad. Er ist Rettungsschwimmer bei der benachbarten Ortsgruppe der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Den ersten Kontakt gab es bereits 2012. Kassel verkaufte den Lebensrettern damals fünf SUP-Boards, die durch ihre Beschaffenheit auch für die Rettung von Menschen geeignet sind.Der Hanauer sieht den „SUP-Bereich nach wie vor in der Entwicklung“, was die Qualität der Boards und die Nachfrage angeht. Wenn sich die Sonne zeigt, hat das Main-SUP in Großkrotzenburg von Freitag bis Sonntag geöffnet.

 Weitere Informationen zum Stand Up Paddling und den weiteren Stationen von gibt es im Internet.www.main-sup.de

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