Das Bürgerhaus ist wieder in den Fokus des Gemeindeparlaments gerückt. Jetzt geht es um den Pachtvertrag. Archivfoto: Sebastian Zeh

Großkrotzenburg

SPD-Vorstoß in Sachen Bürgerhaus - Gemeindevertretung diskutiert

Großkrotzenburg. Neben dem beschlossenen Trägerwechsel für die Kita St. Vinzenz (wir berichteten) diskutierte die Gemeindevertretung weitere Anträge der Fraktionen. So beantragte die SPD die „Verlängerung des Pachtvertrages mit dem Pächter des Bürgerhauses“, Miljenko Prskalo.

Von Per Bergmann

SPD-Fraktionsvorsitzende Karolina Rachwalik erläuterte den Hintergrund des Vorstoßes: „Herr Prskalo hat bereits vor längerer Zeit bei der Gemeinde angefragt, wie es weitergeht. Bisher wartet er vergeblich auf eine Antwort.“Der Pächter brauche auch eine gewisse Sicherheit und müsse informiert werden. Parteikollege Uwe Bretthauer erinnerte „an das Jugendzentrum, das im Bürgerhaus seit über 40 Jahren zu Hause ist“. Auch hier gelte es, eine gewisse Planungssicherheit zu schaffen.

Mit ihrem Antrag wollte die SPD den Gemeindevorstand direkt beauftragen, den Pachtvertrag mit Prskalo „um mindestens fünf Jahre zu verlängern und alternativ den Verkauf des Gebäudes und die Überlassung des Grundstücks in Erbpacht zu verhandeln“.

Vorwurf eines persönlichen Problems

Den von Bretthauer in einem Nebensatz geäußerten Vorwurf, die CDU habe ein persönliches Problem mit dem Pächter, wies deren Fraktionsvorsitzender Max Schad vehement zurück. Er fühle sich von diesem „Tiefschlag persönlich getroffen“, fuhr er in seiner Gegenrede fort. Ulrich Henkel (CDU) erinnerte an „50 000 bis 100 000 Euro“, die die Gemeinde das Bürgerhaus jährlich koste.

Zusammen mit FDP und Grünen stimmte die SPD am Ende einer Überweisung ihres Antrages zur weiteren Beratung in den Haupt- und Finanzausschuss zu. In weiten Teilen einig war sich die Gemeindevertretung in Sachen Erbbauvertrag für den FC Germania 09. „Wir haben dem Verein so viel Eigenverantwortung wie möglich abverlangt und sollten uns nun auf den Vertrag einigen“, erklärte Schad.

„Alle sind sich einig, dass wir dieses Kapitel endlich beenden sollten“, stellte auch Daniel Protzmann (FDP) fest. Einstimmig sprach sich das Parlament für den Abschluss des Erbbaurechtsvertrages aus, der bereits mit dem Verein abgesprochen sei.

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