1. Startseite
  2. Region
  3. Großkrotzenburg

Säulen der Ferienspiele machen Platz für den Nachwuchs

Erstellt: Aktualisiert:

Stephanie Renger (links) hört nach ihrem zehnten Jahr als Betreuerin bei den Ferienspielen gemeinsam mit Felicia Hoover (nicht abgebildet) im kommenden Jahr auf. Foto: Bergmann
Stephanie Renger (links) hört nach ihrem zehnten Jahr als Betreuerin bei den Ferienspielen gemeinsam mit Felicia Hoover (nicht abgebildet) im kommenden Jahr auf. Foto: Bergmann

Großkrotzenburg. Das eingespielte Ferienspiel-Team am Strandbad verliert mit Felicia Hoover und Stephanie Renger im nächsten Jahr zwei langjährige Mitarbeiterinnen – „zwei Säulen“. Sie widmen sich in den kommenden Sommerferien neuen Aufgaben und machen Platz für den Nachwuchs, der längst bereitsteht.

Von Per BergmannFelicia Hoover und Stephanie Renger bescheren Grundschulkindern in Großkrotzenburg seit zehn Jahren abenteuerreiche Sommerferien. Die beiden Betreuerinnen der Ferienspiele genießen derzeit ihr vorerst letztes Sommerspektakel am Strandbad. Im kommenden Jahr wollen sie für die folgende Generation von Betreuern Platz machen.

Ein Wiedersehen gibt es aber mit Ronja Bauer. Sie ist bereits seit 14 Jahren fester Bestandteil der Ferienspiele. Fünf Jahre als Teilnehmerin, neun auf Seiten des Betreuer-Teams. Die 25-Jährige macht „die zehn Jahre auf jeden Fall voll.“ Voraussichtlich wird sie sich auch darüber hinaus der spannenden und zugleich kräftezehrenden Aufgabe widmen. „Die Kraft, die man hier investiert, bekommt man von den Kindern hundertfach zurück“, findet Bauer, die auch als Gemeindevertreterin aktiv ist.„Mehr Spaß als Arbeit“Zwei der Kinder, die sie bei ihrer Premiere betreute, arbeiten heute selbst als Helfer mit. Es sei schön, die Entwicklung der Teilnehmer zu sehen. Bauer hält das gelebte Mitspracherecht bei den Ferienspielen für „toll und wichtig“. Zudem zeigt sie sich von der Kreativität der Kids beeindruckt – „Ideen, auf die Erwachsene nie kommen würden“.

Als „mehr Spaß als Arbeit“ empfindet auch Hoover ihre Teilnahme. Als Kind verbrachte sie ihre Sommerferien viermal bei den Ferienspielen. Nun betreuet sie die Kleinen schon im zehnten Jahr.Neue Aufgaben und PlanungsfreiheitIhre diesjährige Gruppe – „Die blauen Wasserdrachen“ – schätzt sie nach eigenen Angaben wegen ihrer humorvollen Art. Im kommenden Sommer will sich die 26-Jährige neuen Aufgaben widmen. Neben neuen Herausforderungen darf sie sich darauf freuen, ausnahmsweise Planungsfreiheit zu haben.

Auch für Renger ist „erstmal Schluss“. Beruf und Ferienspiele unter einen Hut zu kriegen, sei nicht leicht. Die 27-Jährige freut sich, dass sie von ihrem aktuellen Arbeitgeber mit Sonderurlaub unterstützt wird.Platz machen für die neue Generation„Die Abwechslung zum Arbeitsalltag“ wird sie vermissen, doch auch Renger möchte Platz für eine neue Generation von Betreuern machen. Mit dem „zwei Wochen Kind sein“ im Sommer muss ja trotzdem nicht Schluss sein.

Ein Mann hält den drei jungen Frauen seit eh und je den Rücken frei. Genaugenommen sind es aktuell 25 Jahre, in denen Reiner Uftring die Ferienspiele leitet (wir berichteten).Wiedersehen beim JubiläumDer Jugendpfleger ist nicht nur die treibende Kraft des Projekts und mitverantwortlich für dessen Erfolg, er ist die wohl prägendste Persönlichkeit in der 40-jährigen Geschichte der Großkrotzenburger Jugendarbeit.

Über den Verlust von „zwei Säulen des Teams“ ist Uftring nicht gerade glücklich. Alle drei Betreuerinnen sind dabei, große Fußspuren zu hinterlassen. Ein Wiedersehen wird es im kommenden Sommer aber trotzdem geben, wenn die Party zum 40-jährigen Jubiläum der Ferienspiele steigt.

Auch interessant