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Oberwaldstadion: Umbau soll noch dieses Jahr fortgesetzt werden

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Neubau oder Sanierung? Noch ist nicht geklärt, wie es mit dem Oberwaldstadion weitergehen soll. Fußballer und Gemeinde sind weiter im Gespräch. Foto: Bergmann
Neubau oder Sanierung? Noch ist nicht geklärt, wie es mit dem Oberwaldstadion weitergehen soll. Fußballer und Gemeinde sind weiter im Gespräch. Foto: Bergmann

Großkrotzenburg. Nachdem der Hybridrasenplatz am Oberwaldstadion bereits genutzt wird (wir berichteten), soll laut Zeitplan in diesem Jahr der zweite Bauabschnitt begonnen werden. Dabei wird das Stadiongebäude grundsaniert.

Von Sebastian Zeh

Bisher wurde allerdings noch kein Gutachten zum Ist-Stand des Gebäudes erstellt. „Wir wissen im Endeffekt noch gar nicht, welche Arbeiten überhaupt anfallen“, sagte Michael Pusch, Vorsitzender des FC Germania, im Gespräch mit unserer Zeitung. Dementsprechend kann derzeit noch nicht abgeschätzt werden, welche Kosten der zweite Bauabschnitt verursachen wird.

Es kann laut Bürgermeister Thorsten Bauroth derzeit nicht ausgeschlossen werden, dass ein Neubau unter Umständen günstiger sein könnte, als die geplante Sanierung. Die Krux: Ein wesentlicher Teil der für die Sanierung eingeplanten Gelder stammt aus dem Kommunalen Investitionsprogramm (KIP). Diese Mittel sind zweckgebunden an Sanierungsmaßnahmen. „Wir wissen nicht, ob es möglich ist, das uns zur Verfügung gestellte Geld auch für einen Neubau zu nutzen“, so Bauroth. Für diese Umnutzung wäre ohnehin eine politische Entscheidung der Gemeindevertretung nötig. Die bestehende Beschlusslage strebt eine Sanierung an. Klar sei, dass die Gemeinde hierbei mit einem Architekten zusammenarbeiten wolle.

Frage nach dem Bauträger„Wir haben bereits einen Kandidaten im Auge, der Erfahrung im Umbau mit Sportstadien hat“, berichtete der Bürgermeister. In Abstimmung mit diesem werde entschieden, wie viel von der Grundsubstanz übrig bleibe. Sowohl der Verein als auch die Gemeinde wollen den Zeitplan einhalten. Der Vertrag mit dem FC Germania ist inzwischen aufgesetzt, wie der Bürgermeister mitteilte. Dabei handelt es sich um einen ausgearbeiteten zweiten Entwurf, der von einem Notariat zusammengesellt wurde.

Beim Verein ist dieser Vertrag mittlerweile geprüft und mit Änderungswünschen an den Gemeindevorstand zurückgeleitet worden. „In der jetzigen Fassung ist noch nicht geklärt, wer eigentlich als Bauträger auftreten soll – Verein oder Gemeinde“, begründete Pusch die Bedenken des Vereins.

Offene Fragen klärenAls Bauträger käme es dem Verein zu, Aufträge zu erteilen und die ordnungsgemäße Durchführung aller Maßnahmen zu prüfen und abzusegnen. „Wir können nicht abschätzen, ob wir das überhaupt leisten können.“

Bauroth hat sich bereits mit den Vorsitzenden des Vereins getroffen. Um offene Fragen bezüglich des Vertrags zu klären, möchte er ein Treffen zwischen Verein, Gemeindevorstand und den Fraktionsvorsitzenden vereinbaren.

Noch kein abschließender VertragDass der Vertragsentwurf erst über ein Jahr nach dem politischen Beschluss aufgesetzt wurde, ist laut Bauroth nicht problematisch: „Da im dritten Bauabschnitt das Areal des Stadions neu zugeschnitten wird, können wir derzeit ohnehin noch keinen abschließenden Vertrag über die Zukunft des Stadions schließen. Dazu müssen zunächst die genauen Ausmaße der fertigen Fläche bekannt sein.“

Zuvor hatte außerdem die Frage, ob der Vertrag mit einer Erbbaurechts-Klausel versehen werden sollte oder nicht, den Gemeindevorstand gespalten. Zudem hätte es im letzten Quartal 2017 krankheitsbedingte Ausfälle in der Bauverwaltung gegeben, die für weitere Verzögerung sorgten.

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