Großkrotzenburg

Musikwünsche per App: So wird die Großkrotzenburger Kerb 2018

Großkrotzenburg. 2014 hat sich die Gruppe „Rettet die Kerb“ formiert, um das beliebte Großkrotzenburger Fest wieder aufleben zu lassen. Inzwischen ist das Team eingespielt und weiß, was bei den Gästen ankommt. Mit einem leicht überarbeiteten Programm hoffen die Organisatoren am Wochenende wieder auf zahlreiche Besucher.

Von Sebastian Zeh

Die Organisatoren Michael Bergmann, Domenico Pomponi, Heike Klassert-Henkel, Kurt-Johannes Henkel, Lina Ruppert, Marcel Hein, Marcus Rausch, Michael Hartmanshenn, Patrick Looß, Ute Bergmann, Viktoria Eltner und Michaela Eltner arbeiten seit Monaten am Programm für die Kerb. Nach einer ausführlichen Feedback-Runde gehe es dabei immer darum, das Positive beizubehalten und negative Aspekte zu verbessern. Außerdem ver-suchen die Organisatoren, jedes Jahr etwas Neues zu bieten.

Vor allem der Freitagabend wurde im Vergleich zu den Vorjahren noch einmal ein wenig abgewandelt. Da verließ man sich noch ausschließlich auf Live-Musik. Lediglich in den Pausen legte der für dieses Jahr engagierte DJ Christian Winterling auf. „Wir haben gemerkt, dass teilweise mehr Stimmung war, als der DJ seine Musik gespielt hat. Deswegen dachten wir uns, dass wir dann dieses Jahr am Freitag auf die Band verzichten“, erklärt Organisatorin Eltner.

15 Gruppen nehmen am Umzug teil

Damit sich die Musik an dem orientiert, worauf die Gäste gerade Lust haben, wird es ein besonderes Gimmick geben. Über die App „Slido“ wird es möglich sein, mit dem Handy abzustimmen, welche Musik gespielt werden soll. „Der DJ gibt dann vier oder fünf Titel vor und die Leute können dann wählen“, so Ruppert.

Außerdem haben sich Großkrotzenburger Firmen dazu entschlossen, die Feier mit einer Spende zu unterstützen. Über den Abend verteilt wird es dann immer mal wieder die Möglichkeit geben, das ein oder andere Freibier zu ergattern. DJ Winterling wird die entsprechenden Runden vorher ansagen.

Von dieser etwas interaktiveren Form der Abendgestaltung erhoffen sich die Initiatoren eine gute Stimmung. „Ob unsere Ideen funktionieren oder nicht, kann man aber natürlich im Voraus nie wissen“, sagt Klassert-Henkel. Im vergangenen Jahr beispielsweise hatte sich die Gruppe „Rettet die Kerb“ erhofft, eine Gruppe von Kerbburschen zusammentrommeln zu können. Diese sollten dann während des gesamten Kerbwochenendes anwesend sein und als lebende Maskottchen auftreten.

Allerdings fanden sich keine wirklichen Interessenten. „Es hatte sich eine Gruppe aus dem Spessart gemeldet – die hätten wir allerdings bezahlen müssen“, so Rausch. In diesem Jahr haben sich die Organisatoren daher dazu entschlossen, nicht noch einmal aktiv Werbung für Kerbburschen zu machen. „Ich glaube, man muss da noch offensiver vorgehen, vielleicht sogar ein bis zwei Personen nur nach Kerbburschen suchen lassen. Das können wir aber gar nicht leisten“, bedauert Eltner.

Firmen spenden Freibier

Auch deshalb konzentrierte sich die Gruppe in diesem Jahr darauf, Bewährtes weiterzuführen und die konstruktive Kritik aus dem Vorjahr zu beherzigen. Das äußerst beliebte Schnapsglas aus dem vergangenen Jahr wird es daher genauso wieder geben, wie den Kerbschnaps und das neue Winktuch – in diesem Jahr dunkelblau.Obwohl das Team eingespielt ist und wie üblich schon seit Monaten an Planung und Umsetzung sitzt, halten sich wie beinahe jedes Jahr Gerüchte um ein mögliches Aus der Kerb. Woran das liegt, wissen die Organisatoren selbst nicht ganz genau. „Ich kann es mir nur damit erklären, dass wir in der Regel erst sehr spät die Zusage für den Festplatz erhalten“, sagt Eltner.

Grund dafür ist unter anderem der Umstand, dass laut eines politischen Beschlusses rund um den Festplatz ein gesamtheitliches Bau- und Entwicklungskonzept erstellt werden soll, bei dem unter anderem auch eine Lösung für das anliegende Bürgerhaus gefunden werden soll. „Häufig müssen wir dann also warten, bis zweifelsfrei klar ist, ob es noch weiterhin einen Festplatz gibt“, so Eltner weiter.

Dieser ist aus Sicht der Organisatoren auch weiterhin eine Grundbedingung, um die Kerb in dieser Form weiterzuführen. „Der Festplatz ist für Veranstaltungen in dieser Größenordnung ausgelegt. Wir haben optimaleZufahrtswege, Anschlüsse für Strom und Wasser und müssen kaum Straßen sperren lassen.“ Über andere Plätze in der Gemeinde habe man im Zuge der politischen Debatten bereits nachgedacht. Die Organisatoren sehen keine Alternative: „Uns ist keine Fläche bekannt, auf der wir sowohl das Festzelt als auch die Fahrgeschäfte betreiben könnten“, erklärt Eltner.

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