Der Markt in Großkrotzenburg wird noch größer. Demnächst verkauft ein Händler dort auch Obst und Gemüse. Foto: Per Bergmann

Großkrotzenburg

Markt wächst weiter - Bürgerinitiative wartet mit Ideen auf

Großkrotzenburg. Die Bürgerinitiative „Quo Vadis Großkrotzenburg“ hast jetzt die Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses (HFA) genutzt, um ihre aktuellen Projekte vorzustellen und um die Kommunalpolitik um Untertützung zu bitten.

Von Per Bergmann

Das Gremium um seinen Vorsitzenden Daniel Protzmann (FDP) und Bürgermeister Thorsten Bauroth (parteilos) präsentierte sich aufgeschlossen für die Ideen der Initiative und hat die Mitglieder der Initiative zu einer seiner kommenden Sitzungen eingeladen, um detailliert über die neuen Pläne zu sprechen. Des Weiteren sollen grundlegende „Gespräche über die zukünftige Zusammenarbeit“ zwischen „Quo Vadis“ und der Politik geführt werden, erklärte Protzmann.

Nur einen Tag zuvor war die Forderung, die kommunalen Politiker stärker einzubinden, von Seiten der Bürgerinitiative (BI) geäußert worden, die an gleicher Stelle – im Rathaussaal – zu ihrem vierten Treffen zusammengekommen war. Dort wurden die Ergebnisse des Limesmarktes besprochen, bei dem die junge Gruppierung engagierter Bürger erstmals mit einem eigenen Stand vertreten war.

Bürgerinitiative „Quo Vadis Großkrotzenburg“ hofft auf Politik

„Die Aktion beim Limesmarkt wurde gut angenommen. Wir haben viele Ideen gesammelt und Gespräche mit Neubürgern geführt“, berichtet Christine Dittrich als eine der Organisatorinnen. Auf der anderen Seite habe es aber auch einige „Alteingesessene“ gegeben, die von der Bürgerinitiative bis dato noch nichts gehört hatten. Die beim Limesmarkt gesammelten Anregungen der Bürger flossen umgehend in das vierte Treffen ein.

Mit einem Anliegen wandte sich die BI einen Tag später an den HFA: Heike Klassert-Henkel berichtete dem Ausschuss von einem Förderprogramm des Bundesumweltministeriums und der Deutschen Bahn, „an Bahnhöfen neue, zeitgemäße, diebstahlgesicherte und wetterfeste Stellplätze für Fahrräder zu installieren“. Die BI hatte diesbezüglich bereits den Kontakt zur Deutschen Bahn aufgenommen.

Stellplätze für Fahrräder - BI hat Kontakt zur Deutschen Bahn aufgenommen

Im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative verfolgt der Konzern das Ziel, bis 2022 bundesweit 100 000 neue Fahrradstellplätze an Bahnhöfen entstehen zu lassen. Teil dieser „Bike+Ride-Offensive“ der Bahn ist auch die Installation sogenannter „Call a Bike-Stationen“, an denen Mietfahrräder zur Verfügung stehen sollen, berichtete Klassert-Henkel vom Schriftverkehr mit einem Konzernbevollmächtigten.

Weil das Programm durch Fördermittel des Umweltministeriums subventioniert wird, müsse die Gemeinde nur einen kleinen Teil der Kosten übernehmen. Die Initiative hofft nun darauf, dass eine Teilnahme ihrer Kommune zeitnah von der Politik geprüft wird. Protzmann und Bauroth baten die Vertreterin der BI direkt um „entsprechendes Infomaterial per E-Mail“.

Baumpflanzaktion in Planung

Es ist nicht die einzige Idee der BI, bei der „der erste Schritt von der Kommune aus“ kommen müsse, stellte Ute Bergmann im Rahmen des BI-Treffens fest. Ähnlich sehe das bei einer möglichen „Baumpflanzaktion“ aus, die von Besuchern des Limesmarktes angeregt wurde und die zum Thema Nachhaltigkeit passt, das sich die BI bei ihrer Arbeit auf die Fahnen geschrieben hat.

Mit der Planung der „Baumpflanzaktion“ setzt sich nun die Arbeitsgruppe „Freiraumplanung“ auseinander. In Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund und der Naturschutzbeauftragten der Gemeinde sollen in Großkrotzenburg gezielt neue Bäume gepflanzt werden. Denkbar sei auch, Neugeborene beziehungsweise deren Eltern mit der Pflanzung eines Baums zu beschenken – „nach dem Vorbild der Stadt Alzenau“.

Für diesen Vorstoß in Sachen Nachhaltigkeit macht sich die BI nun auf die Suche nach geeigneten Flächen, die lang- oder zumindest mittelfristig nicht bebaut werden sollen. Weiter ist „Quo Vadis“ derweil bei der Bestückung ihres Marktes. Die kommende Ausgabe am Samstag, 28. September, von 10 bis 14 Uhr am Römerkastell lockt nun auch mit Obst und Gemüse. Tomaten, Paprika, Gurken, Trauben, Bananen und einiges mehr liefert zukünftig „Füssels Frischmarkt“ aus Mömbris.

Flyer für Kümmerkasten

Nicole Dziallas und Nina Schomburg vom Familienzentrum „Fritzi“ aus Alzenau, das demnächst auch eine Filiale in Krotzenburg eröffnen wird, sorgen beim Markt wieder für ein kleines Spielangebot für Kinder. Die beiden Erzieherinnen kümmern sich bei „Quo Vadis“ um die Arbeitsgruppe „Familie“.

Für einen beim Markt erstmals aufgestellten „Kümmerkasten“ wurde bereits ein Flyer entwickelt. Dieser liefert Informationen zur BI und kann verwendet werden, um eigene Ideen an die Initiative zu übermitteln. Der „Kümmerkasten“ soll im Anschluss an den Markt fest im Eingangsbereich des Rathauses installiert werden.

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