Landrat Thorsten Stolz (rechts) ehrte Renate Reusch mit dem Ehrenbrief des Main-Kinzig-Kreises für ihre umfangreiche ehrenamtliche Arbeit. Thorsten Bauroth gratulierte auch. Foto: Neumann

Großkrotzenburg

Landrat Thorsten Stolz überreicht Ehrenbrief an Renate Rausch

Großkrotzenburg. Vergangenen Freitag fand die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr statt. Für eine besondere Ehrung wurde sogar die Tagesordnung etwas verändert.

Von Bruno Neumann

Nachdem der erste Vorsitzende Werner Roiger die Versammlung eröffnet und die anwesenden Mitglieder und Gäste begrüßt hatte, gab er die Änderung im Ablauf bekannt. Landrat Thorsten Stolz hielt zunächst eine Dankesrede für die gute Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr Großkrotzenburg und bedankte sich für die 85 freiwilligen Einsätze von insgesamt 4300 im Main-Kinzig-Kreis, ausgenommen Hanau, da in Hanau ein großer Teil Berufsfeuerwehrleute im Einsatz sind. Die Großkrotzenburger Wehr zählt 61 Mitglieder in ihrer Einsatzabteilung.

Sein Dank ging auch an den Förderverein, der sich unter anderem um die finanzielle Unterstützung der Freiwilligen Wehr kümmert. Als besondere Überraschung ehrte er eine ehrenamtliche Mitarbeiterin. Er übergab den Ehrenbrief und die Ehrenadel des Main-Kinzig-Kreises an Renate Reusch. Sie ist seit über 40 Jahren ehrenamtlich bei verschiedenen Hilfs- und Rettungsorganisationen tätig. Beim Deutschen Roten Kreuz, beim Arbeiter-Samariter-Bund, bei der Feuerwehr und seit 2012 auch im Hanauer Hospiz als Sterbebegleiterin. Besonders für diese ehrenamtliche Tätigkeit zollte Stolz ihr größten Respekt.

Interesse beim Nachwuchs sei großIn ihren Jahresberichten kamen der Vorsitzende Werner Roiger, Gemeindebrandinspektor Oliver Groß, Gemeinde-Jugendfeuerwehrwart Patrik Rohr, Leiter der Kindergruppe Florian Bauer und Markus Wallrap zu Wort. Das Interesse im Bereich der Jugend und der Kinder-Feuerwehr sei groß, berichteten sie. Hatte man doch im vergangenen Jahr hier einen Schwerpunkt auf neue Mitglieder gelegt. In der Jugendgruppe ist die Anzahl bei 22 (21 männliche und ein weibliches Mitglied) unverändert. Vor knapp einem Jahr wurde die neue Kindergruppe „Krotzebojer Löschknirpse“ mit zwölf Kindern, davon acht Jungen und vier Mädchen, gegründet. Bei beiden Gruppen gab es zahlreiche Aktionen und eine Abschlussprüfung, die alle bestanden haben.

Nach den zahlreichen Ehrungen und Beförderungen waren die anwesenden Mitglieder gespannt auf die Ansprache von Bürgermeister Thorsten Bauroth. Zunächst bedankt er sich bei den vielen Freiwilligen für die geleisteten Dienste. Als weiterhin großes Problem sieht Bautroth allerdings nach wie vor die Bereitschaftszeit von 6 bis 18 Uhr in Großkrotzenburg, die nach wie vor von den umliegenden Feuerwehren abgeleistet werden. Auch müssten drei Fahrzeuge in nächster Zeit durch neue ersetzt werden.

Frage um Löschwasserversorgung ist geklärtVom Tisch sei die Sicherheitsfrage zur Löschwasserversorgung, so Bauroth. Nach Überprüfung und Messung durch die Gemeindewerke Großkrotzenburg und der Stadtwerke Hanau stünde ausreichend Löschwasser an allen Stellen zur Verfügung, konnte der Bürgermeister beruhigen. Bauroth ging nochmals auf die Verlegung der Feuerwehr an den Ortsrand ein. Das ein neues Gebäude ein Millionenprojekt wäre, sei nur ein Grund gegen die Verlegung. Einige Feuerwehrleute wohnen derzeit in unmittelbarer Nähe des Feuerwehrhauses und gewährleisten die geforderten zehn Minuten nach Alarm bis zum Einsatzort.

Dieses wäre nicht mehr gewährleistet, wenn es eine Verlegung gäbe. Der Main-Kinzig-Kreis hätte sich ebenso gegen eine Verlegung entschieden, so Bauroth. Auch er durfte noch eine Ehrung vornehmen. Er übergab Steffen Klingberg eine Anerkennungsurkunde und eine Prämie von 500 Euro für 30 Jahre aktiven Dienst. Zum Abschluss der Mitgleiderversammlung wurden ein Pressewart und ein Kassenprüfer gewählt.

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