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Kooperationsvertrag für engere Zusammenarbeit

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Ins Gespräch vertieft: Prof. Dr. Tanja Brühl, Vizepräsidentin der Universität bei der Campusführung von Schulleiter Thomas Wolf.
Ins Gespräch vertieft: Prof. Dr. Tanja Brühl, Vizepräsidentin der Universität bei der Campusführung von Schulleiter Thomas Wolf.

Großkrotzenburg. Beim Sommerfest am Franziskanergymnasium Kreuzburg unterzeichnete Schulleiter Thomas Wolf einen Kooperationsvertrag mit der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt. Um ihr Angebot für Schüler und Studenten zu verbessern, wollen die beiden Bildungseinrichtungen in Zukunft noch enger zusammenarbeiten.

Von Per BergmannKontakte zwischen der Kreuzburg und Universität gibt es schon länger. „Der Kooperationsvertrag fasst die Berührungspunkte in Wort und Text“, erklärt Schulleiter Wolf die Formalitäten. Bereits seit Februar arbeiten regelmäßig vier Lehramtsstudenten im Rahmen ihres Praxissemesters für 16 Wochen an der Schule. Dies sei eine der Aufgaben, die die Schule im Rahmen der Kooperation übernehme. Mit der Unterzeichnung des Vertrages sei diese Leistung „für die kommenden Jahre gesichert“.

In der „Berufs- und Studienvorbereitung“ sieht Wolf die zentrale Aufgabe des Gymnasiums. „Vor zwei Jahren haben wir erstmals über eine Kooperation mit der Goethe-Universität gesprochen.“ Die Idee sei von der Mutter eines Schülers gekommen, die an der Uni arbeitet. Damals hatte das Kreuzburggymnasium gerade sein neues Fach „Freier Lernbereich“ ins Leben gerufen.Kooperation soll „Freien Lernbereich“ stärkenMit der Wiedereinführung des neunjährigen Gymnasialzweigs (G9) haben sich Träger, Schulleitung und Lehrer ganz bewusst dagegen entschieden, die zusätzlich zur Verfügung stehenden Stunden ausschließlich in den Fachunterricht zu stecken.

„Es war unser Ziel, den Schülerinnen und Schülern im Laufe der Sekundarstufe eins Raum zu bieten, ihre eigenen Ideen und ihre Persönlichkeit in vielfältiger Weise zu entwickeln“, beschreibt Wolf die Intention des „Freien Lernbereichs“. Die Kooperation mit der Goethe-Universität soll das junge Fach nun weiter stärken.Anderes Gefühl am Kreuburggymnasium„Die Goethe-Uni wollte schon immer einen gesellschaftlichen Beitrag leisten“, stellt die Vizepräsidentin der Universität, Professorin Tanja Brühl klar, die zur Unterzeichnung des Kooperationsvertrages in Großkrotzenburg zu Gast war. Sie bezieht sich auf die Gründung der Bildungseinrichtung im Jahr 1914 als Bürgeruniversität.

Normalerweise müsse sie an Schulen leider viel Überzeugungsarbeit leisten, wenn es um eine engere Zusammenarbeit geht. „Am Kreuzburggymnasium habe ich dieses Gefühl nicht“, freute sich Brühl.Goethe-Universität mit zahlreichen AngebotenNeben der Vertragsunterzeichnung im Rahmen einer Feststunde gab es für Brühl eine Führung über den Campus. Der Gast aus Frankfurt zeigte sich begeistert von der Stimmung, die dort beim Sommerfest herrschte. Neben einem hervorragenden Lernumfeld habe sie bei ihrem Rundgang viele engagierte und offene Menschen gesehen. „Die Schule lebt“, ist sich Brühl sicher.

In den kommenden Jahren solle auch die Kooperation mit der Schule weiter mit Leben erfüllt werden. Die Goethe-Universität habe zahlreiche Angebote für Schüler parat, wie das Schülerstudium, das Acht- und Neuntklässlern die Möglichkeit bietet, Vorlesungen und Schnupperkurse in Frankfurt zu besuchen. „Dass wir das Siegel der Hochbegabten-Förderung tragen, ist lange bekannt“, erklärt Wolf. Bei dieser ebenfalls wichtigen Aufgabe erhalte die Schule nun weitere kompetente Unterstützung aus Frankfurt. „Die Schüler finden dort qualifizierte Ansprechpartner in allen Wissensbereichen.“

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