Foto/Grafik: Bender/HA

Großkrotzenburg

Kommentar von Sebastian Zeh: Ärger war vermeidbar

Unser Volontär Sebastian Zeh kommentiert die neusten Ereignisse in Bezug auf den angeblichen Löschwassermangel in Großkrotzenburg.

Nachdem sich die Gemeindevertreter wiederholt mit dem Thema Löschwasser in zwei Wohngebieten auseinandergesetzt und eine entsprechende Haushaltsposition gesperrt haben, kommt Entwarnungaus dem Rathaus. Der angebliche Mangel, der von einem Ingenieurbüro errechnet wurde, existiert gar nicht.So weit, so gut. Die Frage, die sich an dieser Stelle allerdings aufdrängt, ist: Warum waren die intensivenDiskussionen zum Thema überhaupt notwendig?

Die Gemeinde hatte von Anfang an vor, die Gegebenheiten vor Ort zu überprüfen. Weshalb dies bei einem angezeigten Mangel von satten 20 Litern pro Sekunde nicht sofort, sondern mit einigen Wochen Verzögerung geschah, bleibt offen. Hätten die angegebenen Zahlen Bestand gehabt, so wären die vor Ort ansässigen Supermärkte wohl nur schwer löschbar gewesen – vermutlich dann sogar bereits seit einigen Jahren. Wäre die Frage sofort angegangen worden, wäre auch der politische Ärger vermeidbar gewesen.

Kommt der Nachtragshaushalt?Und auf die Ortspolitik kommt weitere Arbeit zu. Die im Haushalt eingestellten 560 000 Euro bleiben zunächsteinmal in Gemeindehand. Will man die zweckbezogen eingestellte Summe allerdings nun an anderer Stelleeinsetzen, bedarf es wohl eines Nachtragshaushalts.

Da die Gemeinde bekanntermaßen nicht gerade auf Rosen gebettet ist, muss somit von Neuem überlegt werden, an welchen Stellen Geld in die Hand genommen werden kann. Das könnte ein politisches Nachspiel haben.

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