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"Haus am See" im Gastro-Test

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Das „Haus am See“ ist direkt am Strandbad Spessartblick in Großkrotzenburg. Hier kann man gemütlich sitzen. Foto: HA
Das „Haus am See“ ist direkt am Strandbad Spessartblick in Großkrotzenburg. Hier kann man gemütlich sitzen. Foto: HA

Es ist kein heißer Sommertag, an dem wir in Richtung Großkrotzenburger See abbiegen. Vor dem „Haus am See“, das direkt neben dem Eingang zum Strandbad liegt, sind ausreichend Parkplätze für die Restaurant-Besucher reserviert. So kann man sein Auto auch bei besserem Schwimmbadwetter in der Nähe des Eingangs abstellen.

Auf dem Weg zum Biergarten durchquert man das komplette Lokal, das rund 90 Gästen Platz bietet. Es ist stylisch eingerichtet, schön dekoriert und lädt auch bei schlechterem Wetter oder kalten Wintertagen zum gemütlichen Verweilen ein.

Großzügiger Biergarten-BereichIm Biergarten mit etwa 170 Sitzplätzen sind an diesem bewölkten Nachmittag fast alle Plätze frei. Der Gast kann zwischen Biergarnitur, klassischem Gartentisch oder Loungemöbel wählen.Sofort merken wir, dass an den beiden weiteren besetzten Tischen Unruhe herrscht. Scheinbar hat sich die Bedienung länger nicht mehr blicken lassen. Wir haben Glück, da andere Gäste im Restaurant ihre Getränke bestellt haben, kommt sie bald und versorgt uns mit modern gestalteten Speisekarten.Wir bestellen eine Flasche stilles Mineralwasser (0,5 Liter für 3,70 Euro) und ein Bier. Das wird in drei Größen angeboten. Der halbe Liter wird im Steinkrug serviert, erklärt mir die freundliche Bedienung. Das bekommt man nicht überall.

Karte bietet viel AuswahlKurz überlegen wir, ob wir mit einer Vorspeise einsteigen wollen. Aioli mit Baguette (3,50 Euro) und Handkäs' mit Musik (4,50 Euro) treffen nicht unsere Geschmacksnerven. Gebackener Camembert (7,90 Euro), Garnelen in Olivenöl (10,90 Euro) oder Flammkuchen (ab 7,20 Euro) klingen da schon vielversprechender. Doch bei solchen Preisen ist zu vermuten, dass die Portion ordentlich ist und es obsiegt die Angst, dann keinen Platz mehr für das Hauptgericht zu haben.Trotz der verschiedensten Richtungen, die die Karte für die Hauptspeisen vorweist, wissen wir schnell, was wir uns auf dem Teller wünschen. Ein Chicken-Salat, der für 12,90 Euro als gemischter Blattsalat mit Curry-Hähnchenbrustfilet und Baguette angepriesen wird, sowie ein American Burger mit Steakhouse Frites und amerikanischem Krautsalat für 9,50 Euro sollen es sein.Die Karte verrät außerdem, dass das angebotene Rumpsteak (22,90 Euro) auf dem Lavagrill zubereitet wird. Fischfans werden zum Beispiel bei Seeteufelfilet auf mediterranem Gemüse mit Rosmarin-Kartoffeln und Limonen-Sauce (19,90 Euro) fündig. Im Abschnitt „Vegan und Vegetarisch“ werden unter anderem eine Couscous-Pfanne, ein mit Spinat und Schafskäse gefüllter Crêpes oder eine Folienkartoffel angeboten.Die Wartezeit nutzen wir, um den Ausblick auf den See zu genießen.

Alles ist behindertengerechtBei bewölktem Himmel und Temperaturen knapp über 20 Grad wollen nur ein Dutzend Hartgesottene ihre Runden im See drehen. Bevor Burger und Salat serviert werden, geht es noch schnell auf die Toiletten. Die sind sauber und großzügig. Für Rollstuhlfahrer sind nicht nur das ebenerdige Lokal und der Biergarten problemlos zu erreichen, sondern auch ein eigenes behindertengerechtes WC.Burger und Pommes werden mit ausreichend Mayo und Ketchup serviert. Die Pommes sind in einer Tüte im Zeitungspapier-Stil angerichtet und schmecken perfekt. Auch der Krautsalat überzeugt. Da kann der Burger nicht ganz mithalten. Salat und Tomaten schmecken zwar frisch, Frikadelle und „Special Burger Soße“ fehlt es jedoch an der nötigen Würze.

Küche mit Fehler bei der ZubereitungEine Überraschung hält das Hauptgericht meiner Begleitung bereit. Auf ihrem Hähnchenbrustfilet wurde ausreichend Apfelchutney verteilt. Davon war in der Karte nichts zu lesen. Wir lassen uns erst einmal nicht beirren, das Apfelchutney wird vom Fleisch gekratzt. Der Blattsalat ist knackig frisch, das Honig-Senf-Dressing, das man sich selbst darüber verteilen darf, ist geschmacklich prima, das Hähnchenfleisch ohne Sauce allerdings etwas trocken. Der Curry-Geschmack wird vermisst. Im Großen und Ganzen sind wir mit dem Essen zufrieden.Als die freundliche Bedienung das Geschirr abholt, sprechen wir sie auf das Apfelchutney an. In der Küche sei etwas durcheinander geraten. Sie bietet als Wiedergutmachung Pfannkuchen, Cappuccino oder Espresso an. Um die Rechnung zu begleichen, gehen wir ins Restaurant. Die Gäste an den Nachbartischen hatten das nach längerer Wartezeit auch so gemacht.

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