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Grünes Licht für Waldkindergarten

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Die erste Gruppe des Waldkindergärtens in Großkrotzenburg kann im September starten (Symbolbild).
Die erste Gruppe des Waldkindergärtens in Großkrotzenburg kann im September starten (Symbolbild).

Großkrotzenburg. Der Waldkindergarten kann wie geplant im September seine Pforten öffnen. In ihrer jüngsten Sitzung hatten die Gemeindevertreter grünes Licht für die neue Einrichtung gegeben. Schon jetzt gibt es viele Anmeldungen für die kommenden Jahre.

Von Thorsten Becker

„Wir haben zwölf Anmeldungen und können definitiv mit einer Gruppe starten“, berichtet Asha Scherbach, die federführend bei der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Obertshausen für die Waldkitas zuständig ist. In Klein-Auheim, Obertshausen und Mühlheim-Lämmerspiel ist die Awo bereits seit Jahren als staatlich anerkannter Betreiber von Waldkindergärten aktiv und betreut dort rund 80 Kinder.„Neben den Anmeldungen für das kommende Kita-Jahr haben wir schon sehr viele Anmeldungen für die kommenden Jahre“, freut sich Scherbach, die die beiden Informationsveranstaltungen als erfolgreich bezeichnete. Zahlreiche Eltern hätten sich dort eingehend über das Konzept des „Kindergartens in der Natur“ informiert."Wilde Kreuzkröten" sind erste GruppeAls Konkurrenz zu den bestehen Kitas sieht Scherbach das Awo-Angebot nicht, eher als Ergänzung. Zudem helfe die Waldkita, den Bedarf an Betreuungsplätzen in Großkrotzenburg zu decken.So werden die „Wilden Kreuzkröten“ – so der putzige Name der Gruppe, angelehnt an die Kreuzburg – im September an den Start gehen können. „Für den 4. September planen wir ein Eröffnungsfest, am Montag, 5. September, geht es dann richtig los“, so Scherbach.Amtliche Genehmigung fehlt nochSie muss sich jetzt nur noch um Formalitäten kümmern, denn die zuständige Aufsichtsbehörde muss noch die amtliche Genehmigung erteilen. Zudem müssen mit der Naturschutzbehörde noch Details besprochen werden.Das zuständige Forstamt Wolfgang hat bereits eine Zusage für die Nutzung der Waldgebiete erteilt – dort soll auch eine „Schutzhütte“ entstehen, um die Kinder vor allzu heftigen Unbillen des Wetters in Sicherheit bringen zu können. Am Bahnhof will die Awo zudem in Kooperation mit dem Naturschutzbund einen „Schlechtwetter-Raum“ anbieten.Drei Betreuerinnen sagen fest zu„Wir haben bereits drei Betreuerinnen fest zugesagt, dabei handelt es sich um zwei Erzieherinnen und eine Aushilfskraft“, so Scherbach, die sich über die Zusage der Gemeinde freut.In der Tat ist es beachtlich, wie schnell Verwaltung und Parlament die Idee umgesetzt haben, denn der Antrag von Krotzebojer Grünen und FDP, in der eine Waldkita als „attraktive Ergänzung des Betreuungsangebots“ gefordert wurde, ist datiert auf den 25. April.Bauroth lobt VorarbeitEs dauerte also nur zweieinhalb Monate, bis der Vertrag stand. Jüngst hatten die Gemeindevertreter dem Konzept und einem Dreijahresvertrag mit der Awo grünes Licht gegeben ‧– einstimmig.„Das lag auch daran, dass es eine ganz hervorragende Vorarbeit zu diesem Thema gegeben hat“, lobt Bürgermeister Thorsten Bauroth. Auch habe es bereits im Vorfeld starkes Interesse an einer solchen Einrichtung gegeben.

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