Starke Mädels: Gleich zum Auftakt gibt es beim Tauziehen eindeutige Siegerinnen am Strandbad. Foto: Per Bergmann

Großkrotzenburg

Großkrotzenburger Ferienspiele starten bunt - Lob für Betreuer

Großkrotzenburg. Die „Ferienspiel-Indianer“ haben ihr Lager auf dem Strandbadgelände aufgeschlagen. Ihnen stehen zwei abenteuer- und ereignisreiche Wochen bevor.

Von Per Bergmann„JUZ-Häuptling“ Reiner Uftring, der Jugendpfleger der Gemeinde, nahm die insgesamt 37 Mädchen und 36 Jungen zusammen mit Bürgermeister Thorsten Bauroth in Empfang.

Neben Uftring hatten sich auch die 16 Betreuer in Schale geworfen: Mit Federkopfschmuck und Gesichtsbemalungen stimmten sie die Kinder auf das Motto der kommenden Wochen ein.

Doch damit nicht genug: Für den Auftakt der Ferienspiele stellte Theodor Dyroff seine beiden Pferde zur Verfügung, die die kleinen Indianer zu ihrem Lager geleiteten. Dort wurden sie zunächst in acht altershomogene Gruppen eingeteilt, bevor sie sich in ihrem Lager schon mal häuslich einrichteten.

In der Regel schnelles Kennenlernen

Das erste Kennenlernen geht in der Regel schnell, schließlich kennen sich viele bereits aus der Schule. Und bei einem ersten kleinen Fußballballspiel oder der gemeinsamen Suche nach geeigneten Stellen für ein Baumhaus lernt man sich ohnehin viel besser kennen.

Uftring zeigte sich mit der Eröffnung sehr zufrieden: „Das Wetter ist ideal – trocken, nicht zu warm und nicht zu kühl.“

Dass es im Vergleich zum Vorjahr fast 40 Kinder weniger zu beaufsichtigen gilt, mache die Aufgabe für das Betreuerteam „etwas übersichtlicher und wir können besser auf die einzelnen Kinder eingehen“, weiß Manuél Dölek, einer der langjährigen Betreuer.

Gründe für die verhältnismäßig geringe Teilnehmerzahl gibt es mehrere. Die ‧Erhöhung der Kosten fürdie ‧Ferienspiel-Teilnahme von 150 auf 200 Euro sei es aber nicht. „Unsere älteste Altersgruppe war im letzten Jahr auch die größte. 35 Kinder waren 2018 zum letzten Mal dabei“, erklärt Uftring.

"Ein schwacher Jahrgang"

Hinzu komme „ein schwacher Jahrgang bei den Vorschulkindern“ und dass „viele Kinder in Bayern zur Schule“ gehen. Die Sommerferien in der Nachbargemeinde Kahl beginnen erst Ende Juli.

Bei der Begrüßung lobte Bauroth die Organisatoren des seit über 40 Jahren bestehenden Ferienspaßes am Strandbad. Das Betreuerteam im Alter zwischen 18 und 30 Jahren habe „in wochenlanger akribischer Vorarbeit“ wieder ein umfangreiches Programm auf die Beine gestellt. „Diese Zeit im Vorfeld wird nicht bezahlt“, stellt Uftring klar und lobt den „leidenschaftlichen Einsatz“ seines Teams.

Die Kinder selbst bringen vor dem Start ebenfalls ihre Vorstellungen ein. Mit einer „Ideen-Kiste“, die an der Geschwister-Scholl-Grundschule von Klasse zu Klasse wandert, wurden ihre Ideen gesammelt.

Erstmals wurde auch der Großkrotzenburger Verein „Crazy-Longhorns“ in die Vorbereitung einbezogen. Die Zusammenarbeit mit den Country- und Westernverein habe sich angeboten, so Uftring.

Infomaterial zu Verfügung

Eine Gruppe um deren Vorsitzenden Klaus-Peter Riemann habe unter anderem Infomaterial „über die Unterschiede und das Wesen der Indianerstämme“ zur Verfügung gestellt.

Die Zeit bei den Ferienspielen soll nicht nur Spaß machen, sondern auch lehrreich sein. „Wir werden kleine Vorleserunden machen und Indianerwissen abfragen.“

Bis zum Ende der Ferienspiele soll auf dem kleinen Teilstück des Strandbades ein echtes Indianerdorf mit Tipis sowie einem Baum- und Versammlungshaus entstehen. Das Dorf wird nicht nur für eine Übernachtung in der kommenden Woche gebraucht, von hier aus können die Kinder ihre täglichen Erkundungen in der Welt der Indianerstämme starten.

Neben den Bauaktivitäten werden eine Reihe von Workshops, Spiel- und Bastelaktionen angeboten. Unter anderem wird Künstler Orlando Li Sanchez aztekische Tonfiguren mit den Kindern herstellen. Die „First Nations“, wie vor allem die indigenen Völker Kanadas genannt werden, seien auch „Vorbilder in Sachen Naturbewusstsein“. Dieser Aspekt des diesjährigen Ferienspielmottos werde den Kindern ebenfalls näher gebracht.

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