Seit mehr als 30 Jahren existiert die Tankstelle an ihrem Standort. Daran wird sich auch trotz der angekündigten Schließung nichts verändern. Foto: Bergmann

Gerüchte im Netz: Tankstelle läuft nach Renovierungspause weiter

Großkrotzenburg. Die Gerüchteküche im Internet brodelt. An der Aral-Tankstelle an der Lindenstraße hängt seit Kurzem ein handgeschriebener Zettel mit dem Hinweis „ab dem 19.3.2018 ist diese Tankstelle geschlossen“. Mutmaßungen reichten von einer neuen Betreiberfirma bis hin zu einem Abriss der Tankstelle. Wir haben nachgehakt.

Von Sebastian Zeh

„Die Schließung wird nur drei bis vier Tage dauern“, informiert Besitzer Mehmet Kökraf auf Nachfrage unserer Zeitung. „Danach wird es wie gewohnt als Aral weitergehen.“ Die Gerüchte, die seit der Bekanntmachung der Schließung aufgekommen sind, hätten ihn genervt. „Nur, weil ein paar Tage zu ist, heißt das ja nicht, dass ein Standort aufgegeben wird.“

Für die bisherige Pächterin Verena Chaluppa hat sich der Sachverhalt jedoch bisher nicht ganz so klar dargestellt. Sie gibt sich im Gespräch mit unserer Zeitung bewusst zurückhaltend: „Wir kriegen widersprüchliche Informationen“, erzählt sie. Seitens des Aral-Konzerns sei ein Weiterbetrieb ausgeschlossen gewesen, Kökraf hingegen habe stets davon gesprochen, auch weiterhin einen Betrieb aufrechterhalten zu wollen.

Unklarheit für MitarbeiterNegativ wirkte sich das vor allem für die Mitarbeiter der bisherigen Pächterin aus. „Ihnen konnten wir natürlich jetzt auch nicht sagen, ob und wie es weitergeht.“ Auch zeitlich gesehen gab es nur wenig Vorlauf für die betroffenen Mitarbeiter. „Die Kündigung kam für uns im Endeffekt holterdiepolter“, so Chaluppa.

Woher genau die Pächterin jedoch die unterschiedlichen Informationen bekommen hat, kann nicht nachvollzogen werden.

Falschmeldungen im InternetAuch seitens des Mutterkonzerns Aral gibt es keinerlei Zweifel daran, dass der Betrieb weitergehen wird. „Es wird eine Schließung erfolgen, mit der eine Renovierung des Innenraums einhergeht. Danach wird die Tankstelle regulär als Aral weitergeführt“, sagt Aral-Pressesprecher Detlef Brandenburg auf Nachfrage.

Sämtliche Informationen, die bisher im Internet kursierten, sind somit Falschmeldungen. Einige Nutzer des sozialen Netzwerks Facebook hatten konstatiert, dass Kökraf einen Verkauf an Aral anregen wollte, jedoch zu viel Geld verlangt hätte. Aufgrund dessen habe der Konzern vom Kauf abgesehen und künftig keine Geschäfte mehr mit ihm machen wollen. Nichts davon entspreche den Tatsachen, wie Kökraf versicherte.

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