Frisch aus dem Ofen: Die Laibe finden auf dem Großkrotzenburger Markt stets reißenden Absatz.
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Frisch aus dem Ofen: Die Laibe finden auf dem Großkrotzenburger Markt stets reißenden Absatz.

Frisches Brot findet reißenden Absatz

Backwaren sind der Renner auf dem Markt / Verein möchte ein festes Backhaus bauen

  • vonPer Bergmann
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Brot ist besonders lecker, wenn es frisch gebacken ist. Diese Erfahrung dürften viele bereits gemacht haben. Die Besucher des Markts in Großkrotzenburg erleben das mindestens einmal im Monat, wenn der Verein Backhaus seine frisch gebackenen Laibe und andere Leckereien serviert.

Großkrotzenburg - Der Duft des frischen Gebäcks liegt schon beim Betreten des Marktplatzes am Römerkastell in der Luft. Die traditionellen Sauerteigbrote aus dem mobilen Ofen des Vereins finden regelmäßig reißenden Absatz. Am vergangenen Markttag lieferten die Freunde der Backkunst zudem Buchweizenbrötchen mit Rotwein und Rotkornvollweizen, Kartoffelbrötchen mit Deckel und Amerikaner.

„Unsere Brote sind immer schnell vergriffen“, berichtet Ralf Meuche vom Backhaus-Verein. Deshalb seien auf dem Markt auch immer wieder enttäuschte Gesichter zu sehen. Der gelernte IT-Spezialist übernahm diesmal zusammen mit Thorsten Bohlander das Backen. Den Teig bereitete einmal mehr die Kahler Bäckerei am Sandhas nach dem Rezept des Vereins vor. „Insgesamt können wir so 32 Brote à ein Kilo anbieten“, erklärt Bohlander. Um möglichst wenige enttäuschte Gesichter zu sehen, bekomme jede Kunde nur ein Brot.

Verein wurde 2018 gegründet

Nur wenige Meter vom Verkaufsstand entfernt, im Heimatmuseum, wurde der Verein 2018 gegründet. Bäckermeister Berthold Bauer liefert seitdem das fachliche Know-how, während die anderen Mitglieder ihr Engagement und ihre Begeisterung fürs Backen einbringen.

Zusammen werden alte Backbücher gewälzt und Familienrezepte ausgegraben, um die Kunden am Markttag mit immer wechselnden traditionellen Backwaren bis hin zu eigenen Kreationen zu verwöhnen.

Jeder Kunde bekommt nur ein Brot: Da die Kapazität ausgereizt ist, will der Verein nun den Bau eines Backhauses.

Für den Verein ist es aktuell der wichtigste regelmäßige Termin. Die Backkurse mit Bäckermeister Berthold, die auch für Nicht-Mitglieder angeboten werden, „müssen aktuell ebenso ausfallen, wie das Probebacken vor dem Markt“, erklärt Meuche.

Dafür ist der Verein einem langfristigen Ziel etwas näher gekommen: Auf dem Platz vor dem Römerkastell im alten Ortskern soll ein festes Backhaus entstehen. Mittlerweile scheint ein geeigneter Standort unmittelbar neben dem Theodor-Pörter-Haus gefunden zu sein. Zunächst muss sich aber die Politik des Themas annehmen, am Freitag nimmt das neue Parlament seine Arbeit auf. Der Verein hat zumindest die Hoffnung darauf, Fördermittel von der Gemeinde zu erhalten, um sein Projekt zu realisieren.

„Richtiges Backhaus“ soll Gemeindeleben ankurbeln

Damit könnte eine alte Tradition in Großkrotzenburg wiederbelebt werden. Öffentliche Backöfen und kleine Backhäuser, in denen Menschen ihr eigenes Brot backen konnten, gab es früher in fast jeder Gemeinde. Ein richtiges Backhaus, das regelmäßig von allen Menschen genutzt werden kann, würde den Verein auch bei seinem Ziel weiter bringen, „das Gemeindeleben anzukurbeln und das Zusammenleben innerhalb des Ortes zu stärken“, ist sich Meuche sicher. Dieses Ziel dürfte in naher Zukunft besonders wichtig werden. (Von Per Bergmann)

Backhaus-Verein Großkrotzenburg

Wer sich für die Arbeit des Vereins interessiert, ihn unterstützen möchte oder auf der Suche nach Tipps und Rezepten ist, kann per E-Mail an backhaus-großkrotzenburg@t-online.de Kontakt zum Verein aufnehmen. Der Backhaus-Verein ist an jedem letzten Samstag im Monat beim Großkrotzenburger Wochenmarkt mit einem Stand vertreten und bietet frisch gebackenes Brot an.

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