Geld für den Umbau: Die Verantwortlichen des FC Germania nahmen den Zuwendungsbescheid über 80 000 Euro von Jens-Uwe Münker, Abteilungsleiter Sport im Innenministerium (Vierter von links), entgegen. Foto: Per Bergmann

Großkrotzenburg

80 000 Euro vom Land für die Platzverlegung am Oberwaldstadion

Großkrotzenburg. Fördermittel in Höhe von 80 000 Euro hatte der FC Germania beim Land für die Verlegung seines Rasenplatzes beantragt. Jetzt steht das Geld bereit. Jens-Uwe Münker, Abteilungsleiter Sport im hessischen Innenministerium, überbrachte die frohe Kunde und übergab die Bestätigung an den Vereinsvorstand.

Von Per Bergmann

Mit der Sanierung von Fußballstadien kennt sich Münker aus. Als ehemaliger Geschäftsführer des FSV Frankfurt war er maßgeblich am Ausbau des Stadions am Bornheimer Hang beteiligt.

In Großkrotzenburg übergab er nun die Bestätigung der Fördermittel in Höhe von 80 000 Euro für die Sanierung des Oberwaldstadions. Die Mittel werden für die Verlegung und Neugestaltung des Rasenplatzes bereitgestellt.Der Zuwendungsbescheid ist Teil des Landesprogramms „Vereinseigener Sportstättenbau“ und trägt die Unterschrift von Hessens Innenminister Peter Beuth, dessen Grüße Münker überbrachte. „In der Verbandsliga erlebt der Verein seine sportlich erfolgreichste Zeit und auch im Jugendbereich wird gute Arbeit geleistet“, lobte Münker.

Phase zwei des Stadionumbaus

Neben der Bestätigung über die Landesmittel hatte der Besuch aus Wiesbaden ein Schild mit der Aufschrift „Sportland Hessen“ im Gepäck. „Gerade unmittelbar an der Landesgrenze zu Bayern“ sei ein solches Schild besonders wichtig, scherzte Münker.

Das Schild soll künftig das Funktionsgebäude des FC Germania zieren. Dessen Sanierung bedeutet Phase zwei des Stadionumbaus und soll im kommenden Frühjahr beginnen. „Wir müssen im März oder April 2020 anfangen, um entsprechende Fristen für Fördermittel einzuhalten“, stellte Bürgermeister Thorsten Bauroth klar.

Geringfügige Verkleinerung des Platzes

Rund eine Million Euro steuert die Gemeinde mit Unterstützung des Landes bei, während sich der Verein mit einer „Eigenleistung von 32 000 Euro in Form von Arbeitsstunden“ einbringt, wie Projektleiter Horst Prey erklärt.Parallel zu dieser Sanierung nach energetischen Gesichtspunkten soll auch mit der Verlegung des bisherigen Rasenplatzes begonnen werden. „Mit der Zusage des Landes kann die Ausschreibung für die dritte Bauphase noch dieses Jahr losgehen“, erklärt Germania-Geschäftsführer Michael Sattler.

Im Zuge dieser Verlegung und einer geringfügigen Verkleinerung des Platzes wird ein größerer Teil des Stadiongeländes frei.

Aschebahn offenbar nicht mehr benötigt

„Diesen neugewonnenen Platz kann die Gemeinde beispielsweise für die Ansiedlung von Gewerbe nutzen“, erklärt Bauroth die „Win-win-Situation“ für Großkrotzenburg. Münker bezeichnet diese Idee als „intelligente Lösung“, da auch „die Aschebahn um den Platz offensichtlich nicht mehr gebraucht“ werde.

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