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Engagierte Großkrotzenburger mit Mithras-Preis geehrt

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Der ehemalige Großkrotzenburger Bürgermeister Friedhelm Engel (rechts) bedankte sich bei Horst Böhme für sein vielseitiges Engagement. Foto: Grziwa
Der ehemalige Großkrotzenburger Bürgermeister Friedhelm Engel (rechts) bedankte sich bei Horst Böhme für sein vielseitiges Engagement. Foto: Grziwa

Großkrotzenburg. Sie haben in den Bereichen Naturschutz, Soziales, Denkmalschutz, Geschichte, Kunst und Kultur Mithras-Preis besonderes geleistet: Engagierte Großkrotzenburger sind mit dem Mithras-Preis ausgezeichnet  worden.

Von Nicole Grziwa

Jedes Jahr wird der Mithras-Preis an engagierte Bürger in Großkrotzenburg verliehen. Der Heimat- und Geschichtsverein sucht die Preisträger unter mehreren Vorschlägen aus. Für die Preisverleihung in diesem Jahr sind so viele Vorschläge eingegangen, dass der Verein schon einige Ideen für 2018 hat.

Am Wochenende wurden die engagierten Bürger Großkrotzenburgs vor etwa 70 Gästen mit dem Mithras-Preis geehrt. Sie kommen aus den Bereichen Naturschutz, Soziales, Denkmalschutz, Geschichte, Kunst und Kultur. „Die Ehrenamtlichen machen der Gemeinde mit ihrer Arbeit ein großes Geschenk. Es ist schön zu sehen, dass ihnen die Kommune so am Herzen liegt“, sagte der Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins, Stefan Uchtmann.Wolf hat mit Preis nicht gerechnetSchulleiter Thomas Wolf nahm den ersten Mithras-Preis für die gute Koorperation mit dem Heimat- und Geschichtsverein und dem Franziskaner-Gymnasium Kreuzburg entgegen. Der Museumsleiter Ralf Eltner betonte in seiner Laudatio, dass die Kreuzburg das Angebot des Heimatmuseums stetig nutze.„So wird Geschichte begreifbar gemacht“, so Eltner. Thomas Wolf freute sich und erzählte bei seiner Dankesrede, dass er damit nicht gerechnet hätte. „Die Auswahl kam überraschend, da ein ganz normaler Ablauf geehrt und wertgeschätzt wird. Die Zusammenarbeit ist wichtig, weil dadurch ein aktives Lernen zustande kommt.“Helden aus der zweiten ReiheAuch das Team des Arbeitskreises „Ehemalige Synagoge Großkrotzenburg“ wurde mit dem Preis in der Kategorie „Verdiente Organisation“ ausgezeichnet. Der Arbeitskreis fördert und organisiert Veranstaltungen, die unter anderem die jüdische Kultur näherbringen und an den Holocaust erinnern. „Es ist wichtig, dass die jüdische Kultur, die vor 1940 in Großkrotzenburg existiert hat, nicht in Vergessenheit gerät“, appellierte Bürgermeister Thorsten Bauroth.Nicht nur Institutionen wurden geehrt, auch einzelne Personen im Hintergrund, wie Horst Böhme. In der Kategorie „Soziales Engagement“ wurde ihm der Mithras-Preis überreicht. Wo er nur kann, engagiert sich der fast 70-Jährige. Sei es auf Pfarrfesten, beim Auf- und Abbau der Großkrotzenburger Kerb oder durch das Aufhängen von Plakaten während der Wahl.Fachwerkhaus dreimal saniertEine ganz besondere Kategorie ist in diesem Jahr der Denkmalschutz. Familie Fix bekam den Preis für den „Erhalt eines Baudenkmals“, womit das eigene Privathaus der Familie gemeint ist. „Städte sind austauschbar geworden, umso wichtiger ist es, die Vielfalt der Häuser und Architektur zu erhalten“, sagte der Kreisarchäologe Klaus Bergmann.Hannelore und Dietmar Fix haben ihr Fachwerkhaus an der Oberhaagstraße dreimal renoviert, bevor es vor zwei Jahren fertig wurde. „Es ist schön, dass die Sanierungsarbeit anerkannt wird“, so Dietmar Fix. In der fünften Kategorie „Verdientes Mitglied“ wurde die Arbeit von Hannelore Kreß gewürdigt. Sie war19 Jahre lang die Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins und insgesamt 30 Jahre ein Mitglied davon. Während dieser Zeit hat sie einiges bewegt.Kreuzburgquartett unterhält GästeDas Museum wurde mehrmals umgebaut und Feste wurden von ihr ausgerichtet. Unter anderem auch ein Spektakel auf dem Museumsvorplatz unter dem Motto „Eine Zeitreise durch die Vergangenheit“ beim Jubiläum der Stadt.Zwischen den Reden und Preisverleihungen unterhielt das Kreuzburgquartett die Gäste mit seinem Gesang. „Der Mithras-Preis soll auch ein Anreiz dafür sein, dass sich die Leute weiterhin engagieren“, erklärte Stefan Uchtmann.

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