Erlensee

Tore auf fürs Hof- und Gassenfest

Erlensee. Am Samstag geht’s los „uff de Gass“: Um 15.30 Uhr startet am Langendiebacher Kirchplatz und rund um den alten Dorfkern in mehr als acht privaten Höfen das sechste „Diebacher Hof- und Gassenfest“.

Von Rainer Habermann

Livemusik, Leckeres vom Grill wie aus der Kuchentheke, kalte und warme alkoholische wie nicht-alkoholische Getränke, internationale kulinarische Spezialitäten und Informationen rund um die Erlenseer Vereine bietet das zweitägige Fest am Wochenende.

Das Wetter soll auch gut werden, und so dürfte rund um den alten Dorfkern Langendiebachs und die evangelische Kirche die Post abgehen; bildlich gesprochen. Insgesamt 17 Veranstaltungslokalitäten locken, größtenteils an beiden Tagen. Sie dürften wie in den Vorjahren „des ganze Dorf uff die Baa bringe“. Pardon: die ganze Stadt natürlich, Erlensee ist inzwischen ja „aufgestiegen“. Sicherlich wird daher auch kein Rückinger abseits stehen wollen, wenn im Nachbarstadtteil gefeiert wird. Denn Herbert Müller, Pfarrer Dieter Wichihowski, der Fachbereichsleiter Familie und Soziales, Reiner Meyer, und Friedel Maul bestehen darauf: „Das Hof- und Gassenfest ist und war schon immer: ein Fest von Erlenseern und für alle Erlenseer.“

Hochkarätiges Blues-Duo

Damit sind auch bereits (fast) sämtliche Veranstalter des Hof- und Gassenfests genannt. Müller und Maul stehen stellvertretend für die Erlenseer Vereine, Meyer für die weltliche Kommune Erlensee, und Wichihowski für die evangelische Kirchengemeinde. „Anlässlich der Feiern zum 775sten Geburtstag von Diebach im Jahr 2002 wurde vom damaligen Pfarrer Rohnke angeregt: 'macht doch weiter'“, erzählt Maul die Geschichte des Hof- und Gassenfests. „Und so fand ab 2004 dann alle drei Jahre dieses tolle Fest statt, heuer zum sechsten Mal“, ergänzt Müller.

Beide kommen von der Chorgemeinschaft Erlensee (CGE), die sich im „Hof Bernges“ ebenfalls am Fest beteiligt und auch befreundete Chöre eingeladen hat. Maul gilt zudem als die „eigentliche Seele des Hof- und Gassenfests“, wie ein anderer Mitstreiter, Dieter Nentwig von den Grünen, uns verriet. „Der Friedel Maul hat das immer mit Leib und Seele organisiert“, sagt der Ortsverbandsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen und selbst Konzertveranstalter. Im „Grünen Hof“ der Nentwigs tritt am Samstag ein hochkarätiges Blues-Duo auf.

"Diebacher Zuckerkouche"

Die Höfe: Sie werden Dreh- und Angelpunkt des kleinen Volksfests am Wochenende sein. Sie liegen alle einen Steinwurf von der evangelischen Kirche entfernt, etwa um die Bürger-, Jahn- und Freiherr-vom-Stein-Straße, und tragen die Namen Hof Kadesch, Hof Niedenthal, Hof Jädtke, Hof Viel, Hof Weider, Hof Bernges, Hof Sentürk, Hof Bretag und Hof Nentwig. Sie alle gehören Privatleuten, die sich aber bereits bei den fünf bisherigen Gassenfesten als hervorragende Gastgeber herauskristallisiert haben.

Ihrer Gastfreundschaft und Bewirtung ist auch der Erfolg der Veranstaltungen zu einem sehr großen Teil zu verdanken. Ebenso sind es die weiteren Vereine Erlensees und zwei Parteien (Grüne und SPD), das DRK, die DLRG und das THW, die teils an Info-Ständen auf dem Kirchplatz, teils in Höfen mit Programmpunkten und Bewirtung aufwarten. Auch „Allerlei Kultur“ ist wieder vertreten, der Erlenseer Kulturverein, im Kunstraum an der Friedrich-Ebert-Straße. Er wird bereits ab 15 Uhr „Rundes mit Ecken und Kanten“ durch die Gassen rollen.

Und ein süßes Schmankerl wird auch fertig pünktlich zum Fest: der „Diebacher Zuckerkouche“ (Zuckerkuchen), gebacken vom Bäcker Bredag. Empfehlenswert ist die Anreise an beiden Tagen mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln, da in den Gassen kaum Parkplätze vorhanden sind.

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