Der Entwurf für den neuen Bürgerpark: Dieser soll im Laufe von mehreren Jahren angelegt werden. Grund sind die Kosten von rund 1,8 Millionen Euro, die für das Projekt veranschlagt sind. Grafik: PM 

Erlensee

So soll der neue Bürgerpark in Erlensee aussehen

Erlensee. Es wird einen Soccer-Court mit Granulatbelag, einer umlaufenden Bande sowie Ballfangnetzen geben. Des Weiteren sind ein Kinderspielplatz, eine Boulebahn, ein Sitz-Forum aus Sandsteinblöcken, Holzbänke und Liegen sowie eine Skater-Anlage geplant. Der Bürgerpark der Stadt Erlensee hat konkrete Formen angenommen.

Von Rainer Habermann

Das konnt man jetzt bei der Präsentation der Pläne im Bauausschuss feststellen konnte. Am Donnerstagabend soll das Projekt von den Stadtverordneten auf den Weg gebracht werden.

Kosten in Höhe von 1,8 Millionen Euro, los geht es im Dezember

Der Bürgerpark wird den Plänen zufolge zwischen dem Hochwasserdamm und dem Baugebiet Neue Mitte II entstehen. Nicht in einem Rutsch, sondern wegen der geschätzten Kosten von insgesamt rund 1,8 Millionen Euro in mehreren Etappen und Jahren. Ziel soll es sein, den Bürgerpark „Neue Mitte“ als Treffpunkt und Begegnungsstätte für die Bürger zu etablieren. Dem Entwurf vorausgegangen waren Gespräche zwischen den Planern und aus den Bereichen der Verwaltung, die vor allem mit Angeboten für Jugendliche und Senioren befassen.

Mit der Skaterbahn, einer Einrichtung für jugendliche und erwachsene Skater, soll es losgehen – und zwar bereits Ende Dezember, wie Andreas Amberg, stellvertretender Fachbereichsleiter des Erlenseer Grünamts, jetzt im Rahmen der Bauausschusssitzung. berichtete. Für die Errichtung der Anlage wurde bereits eine Fläche von rund 1100 Quadratmetern asphaltiert.

Ehemaliger Fußballplatz wird zur Parkanlage

Dort, wo jetzt die neuen Häuser der Neuen Mitte II stehen liefen einst die Kicker des 1. FC Erlensee dem Ball hinterher. Der Verein ist nun schon seit einigen Jahren schon im Sportzentrum auf dem Fliegerhorst-Gelände beheimatet. Teil des Bebauungsplans der Neuen Mitte II ist die große Grünfläche von rund 2,7 Hektar (27000 Quadratmeter), die nach den Vorstellungen der Stadt zum Bürgerpark ausgestaltet wird.

Zum Größenvergleich: Der Staatspark Wilhelmsbad in Hanau umfasst etwa die zehnfache Fläche (28,7 Hektar). Im Bauausschuss präsentierte die von der Verwaltung beauftragte Planerin, die Landschaftsarchitektin Anette Schött aus Büdingen, ihren Vorentwurf.

Barrierefrei und hundefreundlich

Kernpunkte ihrer Planung: der Bürgerpark soll etwas für alle Generationen bieten und mit rund 50 Bäumen neu bepflanzt werden. Eine Wegenetz aus vorwiegend Fuß-, aber auch Radwegen mit wassergebundenen Decken soll den Park erschließen, wobei drei barrierefreie Zugänge von Osten her, also vom Landwehrgraben, und insgesamt vier weitere geplant sind. Überwiegend aber sollen freie Grasflächen das Bild prägen, verbunden mit „zweischürigen Wiesen“, auf denen Wildblumen und Wildkräuter gut gedeihen können.

In Form von „Staudenbeeten“, die laut Schött auch das Erleben der Jahreszeiten ermöglichen und Wildbienen sowie anderen Insekten ein Überleben leicht machen sollen. Zudem soll es auch eine Freilauffläche für Hunde geben. „Das alles zusammen können wir nicht in einem Jahr mit einem Haushalt stemmen, das muss auf mehrere Jahre verteilt werden“, waren sich Bürgermeister Stefan Erb (SPD) und die Ausschussmitglieder einig.

Nur eine Enthaltung bei Abstimmung

Und dann sind da ja auch noch die Instandhaltungs- und Pflegekosten, die alljährlich anfallen, und die Carmen Merz, Ausschussmitglied und NFE-Stadtverordnete, schließlich auch dazu bewegten, sich der Stimme zu enthalten. Die Mitglieder des Bauausschuss empfahlen für die am Donnerstag stattfindende Stadtverordnetenversammlung ansonsten einstimmig die Annahme des Vorentwurfs.

Ob sich die Kostenschätzung von rund 1,8 Millionen Euro dabei wird halten lassen konnte auch Schött nicht voraussagen. Als Baustraße für die Anlieferung der Bauteile soll der Annemarie-Renger-Weg am nördlichen Ende der Neubebauung dienen, der auch als spätere Zufahrt zum Park für Baumaschinen erhalten werden könne. An dieser Stell könnte nach Ansicht der Planer auch ein Café entstehen, das die Aufenthaltsqualität verbessern würde.

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