Will's jetzt wissen: Carmen Merz ist die einzige Frau, die für das Amt kandidiert. Foto: PM

Erlensee

NFE-Fraktionschefin Carmen Merz will Bürgermeisterin werden

Erlensee. Im Bürgermeisterwahlkampf in Erlensee mischt jetzt auch eine Frau mit. Carmen Merz, Chefin der Neuen Fraktion Erlensee (NFE) im Stadtparlament, hat ihre Kandidatur bekanntgegeben. Allerdings werde sie nicht für die NFE, sondern als Unbabhängige in den Wahlkampf ziehen, sagte sie gestern im Gespräch mit unserer Zeitung.

Von Holger WeberDamit gibt es für die Bürgermeisterwahlen, die in Erlensee am 8. September stattfinden, insgesamt drei Kandidaten: neben Amtsinhaber Stefan Erb (SPD), der schon seit 17 Jahren Verwaltungschef der Kommune ist, tritt zudem noch Michael Börner an, der stellvertretende Stadtverbandsvorsitzende der CDU.

Seit drei Jahren engagiert

Carmen Merz engagiert sich seit drei Jahren in der Erlenseer Kommunalpolitik. Ursprünglich war die 57-Jährige über die Wählergemeinschaft Traditionelles Erlenseer Zentrum bei den vergangenen Kommunalwahlen ins Stadtparlament eingezogen. Nach Unstimmigkeiten mit dem TEZ-Gründer Jonny Nedog spaltete sich die Wählergemeinschaft allerdings. Merz und ihre Fraktionskollegin Nicole Bertus gründeten daraufhin die NFE.

Merz ist gelernte Bäckerei- und Konditorei-Fachverkäuferin, arbeitet heute jedoch in der Verwaltung von gleich zwei ortsansässigen Unternehmen. In Erlensee lebt die gebürtige Bruchköblerin seit 1981.

Viele „ermunternde Gespräche mit Bürgern“ hätten für sie den Ausschlag gegeben, sich für das Amt der Bürgermeisterin zu bewerben. Merz bedankte sich in einer Pressemitteilung bei den vielen Bürgern, die ihr Unterstützung im Wahlkampf angeboten hätten. Diese Bereitschaft zeige ihr, dass sie die richtige Entscheidung getroffen habe.

Bürger sollen Meinung offen äußern

Priorität besitze für sie, dass „die Belange der Bürger wieder mehr gehört werden“. „Für mich ist es sehr wichtig, dass sich jede Bürgerin und jeder Bürger traut, seine Meinung offen zu äußern, ohne irgendwelche Nachteile befürchten zu müssen und ohne Angst haben zu müssen, von den etablierten Parteien belächelt zu werden, was auch ich erfahren musste“, schreibt sie.

Als sie im Sommer vergangenen Jahres im Stadtparlament die personelle Aufstockung der Ordnungspolizei forderte, sei sie dort belächelt worden. „Vier Monate später wurde meine Forderung in einen SPD-Antrag gefasst und beschlossen.“ Das Thema Sicherheit sei für sie der Anlass dafür gewesen, sich kommunalpolitisch zu engagieren und bilde auch jetzt einen Schwerpunkt ihrer Kandidatur. Außerdem wolle sie gegen eine weitere Flächenversiegelung in Erlensee kämpfen.

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