Der geräumige Speiseraum: Hier will Baumann künftig auch Sonntagsbrunch anbieten. Foto: Axel Häsler

Erlensee

Neues Main Kinzig Hotel am Limes in Erlensee offiziell eröffnet

Erlensee. Im Main Kinzig Hotel am Limes gehen schon seit einigen Wochen die Kunden ein und aus. Heute jedoch wird in Erlensees Neuer Mitte offiziell Eröffnung gefeiert – und zwar in einem festlichen Rahmen, wie der Direktor des Hauses, Jürgen Baumann, erklärt.

Von Axel Häsler

Baumann ist in Erlensee kein Unbekannter. 15 Jahre lang hat der 56-Jährige das „Hotel Main Kinzig“ an der Langendiebacher Straße geführt, das Ende 2018 geschlossen und in den vergangenen Wochen Stück für Stück abgerissen worden ist. An gleicher Stelle will ein Investor ein neues Hotel sowie Wohnungen bauen.

Baumann hatte das alte Hotel Main Kinzig, das baulich nicht mehr den Ansprüchen eines modernen Gastronomiebetriebs entsprach, nur angemietet. Im neuen Main Kinzig Hotel am Limes ist er als Gesellschafter der Main Kinzig Hotel GmbH beteiligt.

Von Beginn an unterstützt

Gebaut wurde das Domizil von der Traumhaus AG, die gleich hinter der Hotelanlage auch die Häuser von Erlensees Neuer Mitte II gebaut und vermarktet hat und ebenfalls Teilhaber des Hotels ist. Die Idee, das Wohngebiet durch ein neues Hotel aufzuwerten, sei bei der Stadt Erlensee auf fruchtbaren Boden gefallen, berichtet Baumann. Von Anfang an habe Bürgermeister Stefan Erb das Vorhaben unterstützt.

Eigentlich sei ein schneller Übergang vom alten Hotel zum neuen geplant gewesen. Doch habe sich der Eröffnungstermin um ein paar Monate verzögert. Letztlich waren am 30. März alle Bauarbeiten abgeschlossen und Jürgen Baumann meldete sein neues Hotel auf den Buchungsportalen im Internet an. Schon einen Tag später hätten die ersten 25 Gäste gebucht.

Modern und familiär

Baumann hat während der Bauzeit den Kontakt zur alten Stammkundschaft gehalten und gepflegt – das habe sich zum Neustart ausgezahlt, sagt er. Zu seinen Kunden zählt er vor allem Geschäftsreisende und Gäste, die länger beruflich im Rhein-Main-Gebiet zu tun hätten.

Baumanns Intention ist es, ein modernes Stadthotel mit familiärer Atmosphäre zu führen. Insgesamt 70 Gäste kann er in seinem Zimmern unterbringen. Dabei stehen den Gästen sieben Komfort-Einzelzimmer sowie zahlreiche Doppel- und Familienzimmer zur Verfügung. Im Gegensatz zu seinem alten Haus ist das neue Hotel barrierefrei, was sich schon an den breiten ebenen Fluren auf drei Stockwerken zeigt.

Er möchte sein Geschäft auch weiterhin auf Firmen ausrichten, die in der Region Geschäftspartner oder Monteure unterbringen müssen. Er biete Standardpreise von 72 Euro für ein Einzelzimmer und 105 Euro für ein Doppelzimmer. Im Obergeschoss des Hotels steht auch ein 50 Quadratmeter großer Konferenzraum zur Verfügung. In den nächsten Wochen plant Jürgen Baumann, den Frühstücksraum des Hotel Garni für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Künftig soll es einen Wochenendbrunch für jedermann geben.

Die gute Seele des Hauses

Zurzeit beschäftigt er zwölf Angestellte. Von der ersten Stunde mit dabei ist Filoteia Sarkadie, die er vor 15 Jahren in seinem alten Hotel als eine der ersten Mitarbeiter angestellt hatte. Sie sei heute die gute Seele des Hauses, betreue alle anderen Mitarbeiter und sorge für einen reibungslosen Ablauf, so Baumann.

Neben dem „normalen“ Hotelalltag möchte Jürgen Baumann seinen Gästen auch sportliche Aktivitäten wie längere Fahrradtouren anbieten, die er dann selbst leitet. Es soll Touren zum Glauberg oder zur Saalburg geben, eben historische Ziele, die unter anderem mit dem Limes in Verbindung stehen. Und auch dafür gebe es bereits heute die ersten Anmeldungen, freut sich der Direktor auf viele Ausfahrten.

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