Wie weit sind Erlensee und Neuberg noch auseinander? Am Freitagabend soll es für die Bürger beider Kommunen Antworten geben. Foto: Bender

Erlensee

Machbarkeitsstudie zur Fusion Erlensee/Neuberg

Erlensee/Neuberg. Sollten die beiden Kommunen Erlensee und Neuberg zu einer einzigen verschmelzen oder zumindest in einigen Gebieten enger zusammenarbeiten? Eine Antwort auf diese Fragen erhalten die Bürger am Freitagabend bei der Präsentation der Machbarkeitsstudie.

Bereits heute Abend werden die Mitarbeiter der beiden Verwaltungen über das Ergebnis der Studie unterrichtet, morgen dann erfahren die Mitglieder der beiden Kommunalparlamente das Resultat. Sowohl Verwaltungsmitglieder als auch Mandatsträger unterlägen einer Schweigepflicht, die bis zur Beendigung der Bürgerversammlung am Freitag gelte, so Neubergs Bürgermeisterin Iris Schröder.

Die Gremien der beiden Kommunen hatten im Mai beziehungsweise Juni 2017 beschlossen, alle Möglichkeiten zu prüfen, wie die Zukunftsfähigkeit der Gemeinde Neuberg und der Stadt Erlensee eventuell gemeinsam besser zu sichern sei. Basis sollte dabei sein, dass einerseits ein neutrales Institut und andererseits die Bürger in diesen Denkprozess miteinbezogen werden. Der Prüfauftrag „Schaffung einer zukunftsfähigen Verwaltungs- und Kommunalstruktur zwischen der Gemeinde Neuberg und der Stadt Erlensee“ wurde an die GE/CON Kommunale Zukunft GmbH erteilt.

Machbarkeitsstudie ist 168 Seiten stark

Ende letzten Jahres fanden in Neuberg und Erlensee Bürgerversammlungen zu diesem Thema statt, im Frühjahr 2018 folgten insgesamt sechs Workshops mit Bürgern aus Neuberg und Erlensee. Die Ergebnisse aus diesen Veranstaltungen flossen mit in die Machbarkeitsstudie ein, die nun abgeschlossen worden ist. Die Machbarkeitsstudie umfasst laut einer gemeinsamen Pressemitteilung der beiden Kommunen insgesamt 168 Seiten ohne die dazugehörigen Anlagen. Unter anderem werden der Prüfauftrag und die Entscheidung der beiden kommunalen Gremien exakt beschrieben, es folgen die Daten über Geographie und Flächennutzung, demografische Situation, kommunale Finanzen und Verwaltungsorganisationen und viele weitere relevante Themen für die Zukunft der beiden Kommunen.

Auch werden in der Machbarkeitsstudie die Kooperationsvarianten wie Vertiefung der interkommunalen Zusammenarbeit, Bildung eines Gemeindeverwaltungsverbandes oder die Bildung einer Einheitsgemeinde mit allen Vor- und Nachteilen beschrieben. Alle Fakten seien nach objektiven Kriterien in einer Nutzwertanalyse berechnet worden, heißt es – das Ergebnis sei die nun abgeschlossene Machbarkeitsstudie für Neuberg und Erlensee.

Studie im Internet abrufbar

Die komplette Studie werde nach dem 26. Oktober für jedermann zugänglich auf der Homepage www.zukunft-erlensee-neuberg.de bereitstehen. Die Präsentation beginnt am Freitag, 26. Oktober, um 19.30 Uhr im großen Saal der Erlenhalle (Erlensee, Am Rathaus 20). how

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