spurensicherung am Sandweg in Erlensee
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Experten der Spurensicherung und des Landeskriminalamts untersuchen weiterhin den Tatort am Sandweg.

Kriminalität

Mord am Sandweg: Spurensicherung noch nicht abgeschlossen - Gutachten soll Klarheit bringen

  • Thorsten Becker
    vonThorsten Becker
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  • Jan Max Gepperth
    Jan Max Gepperth
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Nachbarn finden in Erlensee bei Hanau eine Leiche. Die Frau soll getötet worden sein. Jetzt suchen die Ermittler nach einem Auto.

  • In Langendiebach (Erlensee bei Hanau) kommt es zu einem schockierenden Fund.
  • Die Leiche einer Frau wird in einer Wohnung entdeckt, die 47-Jährige wurde offenbar Opfer einer Gewalttat
  • Die Spurensicherung ist noch nicht abgeschlossen

Update vom Dienstag, 28.07.2020, 09:52 Uhr: Der Mord an der 47-jährigen Susanne W. in Langendiebach gibt der Hanauer Mordkommission weiter Rätsel auf. „Wir suchen nach allen denkbaren Spuren“, berichtet Staatsanwalt Markus Jung am Montag zum aktuellen Stand der Ermittlungen.

So sei am Wochenende und auch am Montag die intensive Untersuchung des Tatorts am Sandweg fortgesetzt worden. Mitarbeiter der Spurensicherung sowie des Hessischen Landeskriminalamts arbeiteten weiter in der Dachgeschosswohnung.

Leiche wurde am Mittwochabend in Erlensee entdeckt

Dort ist am Mittwochabend die Leiche der Pflegekraft gefunden worden, nachdem Kolleginnen sie am Arbeitsplatz vermisst hatten. Die Frau ist durch massive Gewalteinwirkung und zahlreiche Messerstiche getötet worden.

Von der Tatwaffe fehlt noch jede Spur. Ebenso ist der Wagen des Opfers, ein weißer Nissan Qashqai mit dem Kennzeichen MKK-Q 9090, weiterhin verschwunden.

So gebe es bislang noch keine Hinweise darauf, wer als möglicher Täter in Betracht kommen könnte. Auch die intensiven Befragungen der Nachbarn hätten zunächst keine weiteren Anhaltspunkte erbracht. Unklar ist zudem der zeitliche Anlauf. „Wir wissen noch nicht, wann das Verbrechen verübt worden ist“, so der Pressesprecher der Anklagebehörde. Daher sei nun neben dem rechtsmedizinischen Gutachten auch eine Untersuchung zur Liegezeit in Auftrag gegeben worden.

Hilfe aus der Bevölkerung

Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei bitten weiter um sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung, insbesondere zum Standort des weißen Nissan. Die Kriminalpolizei ist unter 06181 10123 erreichbar.

Update vom Donnerstag, 23.07.2020, 11.07 Uhr: Nach dem Fund einer Leiche in Erlensee bei Hanau fahnden Polizei und Staatsanwaltschaft nach dem Auto der Verstorbenen. Das Fahrzeug konnte am Tatort in Erlensee nicht aufgefunden werden. Es handelt sich laut Mitteilung um einen weißen Nissan Qashqai mit dem Kennzeichen „MKK-Q-9090“.

Die Polizei bittet um Hinweise unter der Telefonnummer 06181/100123. Außerdem werden Hinweise zu möglichen Kontaktpersonen der Verstorbenen entgegengenommen. Der Leichnam des 47 Jahre alten Opfers wird derzeit von der Rechtsmedizin untersucht.

Leiche in Erlensee bei Hanau gefunden: Frau soll getötet worden sein

Update vom Mittwoch, 22.07.2020, 22.44 Uhr: Staatsanwalt Markus Jung erklärte: „Nach den bisherigen Ermittlungen gehen wir von einem Fremdverschulden aus.“ Die Frau soll durch zahlreiche Stichverletzungen getötet worden sein. Eine mögliche Tatwaffe sei laut Jung noch nicht gefunden worden.

Hinweise auf eine Tatbeteiligung ist gibt es noch keine. Auch das Auto des Opfers bleibt verschwunden.

Tote Frau in Erlensee bei Hanau entdeckt: Nachbarin findet sie

Erstmeldung vom Mittwoch, 22.07.2020, 21.28 Uhr: Erlensee - Großes Polizeiaufgebot am Abend in Langendiebach: Dort wurde in einer Wohnung am Sandweg die Leiche einer 47-jährigen Frau gefunden. Sie ist offenbar das Opfer eines Gewaltverbrechens geworden.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Hanau hatte eine Nachbarin die Leiche gegen 17.30 Uhr entdeckt und anschließend die Polizei alarmiert. Die Frau wurde hierbei in ihrer Dachgeschosswohnung unweit des Erlenwäldchens in Langendiebach (Erlensee) gefunden.

„Es wurden Stichverletzungen festgestellt, bislang wissen wir noch nicht, woher diese stammen“, sagte Markus Jung, Pressesprecher der Staatsanwalt Hanau, dem Hanauer Anzeiger am Tatort auf Nachfrage. „Wie es zu den Wunden gekommen ist, soll nun die Gerichtsmedizin klären, die von uns angefordert ist“, so der Pressesprecher. Wie lange die Frau bereits in der Wohnung gelegen habe, könne noch nicht mit Gewissheit gesagt werden. Auch dies müsse noch von der Gerichtsmedizin geklärt werden

Der Tatort in Erlensee bei Hanau wurde abgesperrt

Das zuständige Kommissariat 11, Teams der Spurensicherung sowie der Gerichtsmediziner aus Gießen, die gegen 21.10 Uhr am Ort des Geschehens eintraf, untersuchten den Tatort bis in die späten Abendstunden hinein. Der Tatort, der zwischen Sandweg und der Straße In der Gelbwiese unweit des Erlenseer Rathauses liegt, ist weiterhin von der Polizei abgesperrt.

Bei der Untersuchung des Tatorts stellten die Ermittler fest, dass das Auto des Opfers verschwunden ist. Ob und wie dieser Sachverhalt mit der Tat zu tun hat, muss noch geklärt werden.

Hinweise auf einen möglichen Täter gibt es bisher nicht. "Wir stehen noch am Anfang der Ermittlungen", stellte Jung fest.

Schrecklicher Fund in Erlensee: Fotostrecke

Polizeibeamte im Sandweg
Tatort Sandweg: Nach dem Verbrechen an einer 47-jährigen Frau in Langendiebach fahndet die Polizei nun nach dem Auto des Opfers. © Mike Bender
Tatortabsperrung in Erlensee
Die Polizei hat den Tatort abgesperrt. © Bender, Mike
Mann mit Kleidung der Spurensicherung in Erlensee. Polizei im Hintergrund
Im Erlenseer Sandweg kam es am Mittwochabend zu einem abgeschlossenen Tötungsdelikt. © Bender, Mike
Spurensicherung am Sandweg in Erlensee
Die Spurensicherung ist vor Ort. © Bender, Mike
spurensicherung am Sandweg in Erlensee
Die Spurensicherung war bis abends vor Ort.  © Bender, Mike

Es ist in diesem Jahr bereits das zweite Kapitalverbrechen in Erlensee. Beide Tatorte liegen nur rund 700 Meter voneinander entfernt. In den Abendstunden des 11. März war an der Dammstraße eine 79-jährige Frau tot in einer Wohnung aufgefunden worden. Dort hatte die Polizei noch am Tatort die 38-jährige Tochter des Opfers unter dringendem Tatverdacht festgenommen. Sie soll ihre Mutter mit Schlägen, Tritten und einem Messer vorsätzlich getötet haben. Die Beschuldigte befindet sich derzeit weiterhin in Untersuchungshaft.

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