Die Schüler der Grundschule Rückingen fanden das Forschen richtig spannend. Für die Experimente der Kinderuni brauchten sie nur Dinge, die man im Alltag benutzt.
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Die Schüler der Grundschule Rückingen fanden das Forschen richtig spannend. Für die Experimente der Kinderuni brauchten sie nur Dinge, die man im Alltag benutzt.

Evonik-Kinderuni

Drittklässler im Forscherglück: Zum ersten Mal experimentieren Grundschulen bei der Evonik-Kinderuni mit

Auch 2020 findet wieder die beliebte Evonik-Kinderuni statt, bei der Kitas und Schulklassen unterschiedliche Experimente untersuchen können. Als absolutes Lieblingsexperiment der dritten Klassen an der Grundschule Rückingen entpuppt sich „die Rakete“. Das hätten die Kinder den ganzen Vormittag wiederholen können.

Erlensee – Klassenlehrer Maximilian Wolff zeigt auf Plastikröhrchen für Brausetabletten. Für diesen Versuch arbeiteten die Kinder mit einem festen Laborpartner zusammen. „Hier mussten sich die Schüler gut absprechen, damit das Experiment funktionieren konnte“, so Wolff. Die Röhrchen wurden mit ein wenig Wasser gefüllt, eine Brausetablette dazu und schnell verschlossen. „Die Deckel der Brausehüllen flogen über den ganzen Pausenhof und bei jedem Knall wurde gefeiert, fast so wie an Silvester“, so Wolff, der diesen Versuch mit der Kamera festgehalten hat. Für Klassenlehrer Maximilian Wolff gehört handlungsorientiertes Arbeiten als ein wichtiges Element in den Sachunterricht. „Die Atmosphäre ist eine ganz andere. Man kann die Kinder kaum in Zaum halten und richtig sehen, wie motiviert sie sind.“

Auch Klassenlehrer Maximilian Wolff hat großen Spaß am Experimentieren.

Das erste Experiment war einfach und schon sind die Jubelschreie in der Klasse zu hören. Dafür nimmt der Pädagoge gerne in Kauf, dass zur Vorbereitung für den Unterricht auch Einkaufen gehört, im Unterricht Eier zu Bruch gehen oder Wasserschüsseln umkippen.

Pädagoge setzte bei den Experimenten manchmal Impulse

Inzwischen fragen auch die Schüler der vierten Klasse nach: „Herr Wolff, wann machen wir die Experimente?“ Der Pädagoge passt die Versuche an die jeweilige Klasse an, kann das Niveau verändern und je nach Zeit die Experimente immer wieder variieren. Für den Sachunterricht in der dritten Klasse hat Wolff die Experimente der Evonik-Kinderuni aus dem HANAUER ausgeschnitten und aus den Einheiten zu jedem Versuch Arbeitsblätter für seine Schüler gestaltet. Jede experimentelle Einheit funktioniert nach diesem vorgegebenen Schema, allerdings je nach Experiment mit unterschiedlichen Schwerpunkten. „Manchmal habe ich das Experiment gemacht, manchmal arbeitete die ganze Klasse parallel,“ sagte der Pädagoge. „Bei einigen Versuchen habe ich nur Impulse gesetzt, bei anderen war der Ablauf strikt vorgegeben.“ Einige Experimente dauern 20 Minuten, andere nur zwei.

Gummibärchen wachsen im Wasser! Leider schmecken sie dann nicht mehr so gut.

Die Gummibärchen in ein Wasserglas legen, ist so ein kurzer, einfacher Versuch, bei dem die Schwerpunkte auf den Regeln, Vermutungen zum Ergebnis und der Auswertung liegen. Besonders betont werden musste hier – zum Leidwesen der Schüler – die Regel: „Es wird nichts gegessen!“.

Pädagoge bestätigt hohes Alltagspotenzial für die Evonik-Kinderuni

Da der Versuch sehr einfach durchzuführen war, ging es zunächst darum, Vermutungen zum Ergebnis zu äußern. Die Kinder kamen auf Ideen wie „nichts passiert, die Farben, die Größen ändern sich.“ Eine lange Nacht mussten sie warten, doch ihre Geduld wurde mit einem eindeutigen Ergebnis belohnt, das die Drittklässler in Zeichnungen festhielten. Gerade bei diesem Versuch war die exakte Beschriftung der Becher sehr wichtig, um ein Forschungsergebnis zu erhalten.

Der Wettbewerb

Die Evonik-Kinderuni 2020 ist ein Forscherwettbewerb für Kitas und Schulklassen, der in diesem Jahr zum vierten Mal vom Hanauer Spezialchemieunternehmen Evonik und dem HANAUER ANZEIGER ausgerichtet wird.

Offizieller Einsendeschluss für die Forscherdokumentationen ist der heutige Freitag. Nachzügler werden aber noch bis Dienstag, 24. November angenommen. Am Mittwoch, 25. November, entscheidet eine Jury, welche Einsendungen am besten gefallen.

Evonik stiftet Preisgelder im Gesamtwert von 5000 Euro, außerdem gibt es Forschertage und Wildparkbesuche zu gewinnen.

Der Evonik-Kinderuni kann Maximilian Wolff ein hohes Alltagspotenzial bestätigen. Schon das erste Experiment „Das stehende Ei“ hat die Kinder in den Bann gezogen. Diesen „Zaubertrick“ mussten sie ihren Eltern und Geschwistern unbedingt zeigen. Besonders gefreut hat Klassenlehrer Wolff, dass es die „Rakete“ zu einem „Stimmungskracherspiel“ auf einem Kindergeburtstag gebracht hat.

Erstaunlich: Eine ungeschälte Zitrone schwimmt besser im Wasser als eine geschälte. Obwohl sie schwerer ist.

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