Historische Entscheidung: So berichtete unsere Zeitung vor einem halben Jahrhundert über den Beschluss. Foto: HA

Erlensee

Fusion: Vor knapp 50 Jahren sagte Rückingen Ja

Erlensee. „Auch Rückingen macht den Weg frei für Fusion“. So lautete die Überschrift eines Artikels, der heute genau vor 50 Jahren im HANAUER ANZEIGER erschienen ist.

Einige Tage zuvor hatte die Rückinger Gemeindevertretung einstimmig beschlossen, einen Ausschuss für die Vereinigung der Gemeinde mit Langendiebach zu gründen. Außerdem hatten die Fraktionen im Rückinger Parlament ihre grundsätzliche Bereitschaft für einen Zusammenschluss erklärt. Ein gleichlautender Beschluss war bereits kurz zuvor auch in Langendiebach gefasst worden.

Somit stand einem gemeinsamen Weg der beiden Orte zu einer Gemeinde nichts mehr im Wege, kommentierte damals der HA-Autor. Der Ausschuss wurde noch in der gleichen Sitzung gebildet. In ihm saßen die Sozialdemokraten Friedel Oppermann und Georg Sippel, Julius Lilienfeld und Hans Lein (beide FWL) sowie Bernhard Deneke von der CDU.

Fusion: Erlensee

Alle Sprecher der Fraktionen bekundeten damals, dass es zur Fusion der beiden Gemeinden keine wirkliche Alternative gebe, gleichwohl es sich bei dem Vorhaben um einer der schwierigsten kommunalpolitischen Aufgaben handele, wie es Bernhard Deneke ausdrückte. Dem würden die heutigen Kommunalpolitiker in Erlensee, die gerade an einem noch größeren Verbund mit der Nachbargemeinde Neuberg arbeiten, wohl zweifellos zustimmen.

Der Sprecher der FWL-Fraktion, Julius Lilienfeld ging davon aus, dass man „jetzt noch einige Jahre Zeit“ habe, bis es zur Fusion komme. Mit dieser Prognose hatte er sich allerdings getäuscht. Bereits am 1. Januar wurden Rückingen und Langendiebach zur Einheitsgemeinde Erlensee verschmolzen. Zuvor waren auch Namen wie Kinzigstadt, Limesstadt oder Römerstadt diskutiert worden. how

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