Gehen auf die Zielgeraden in Sachen Fusion: Iris Schröder und Stefan Erb. Archivfoto: Mike Bender

Erlensee/Neuberg

Fusion Erlensee/Neuberg: Ab Montag kann gewählt werden

Erlensee/Neuberg. Die Bürger, die ihre Entscheidung mit Blick auf eine mögliche Fusion von Erlensee und Neuberg bereits getroffen haben, können ab dem kommenden Montag schon wählen. Ab dem 30. September liegen in den Rathäusern der beiden Kommunen bereits die Briefwahlunterlagen aus.

Von Holger Weber

Derweil sind sowohl Befürworter als auch Gegner eines Zusammenschlusses beider Kommunen dabei, Informationsveranstaltungen zu planen. In der Stadt Erlensee und und auch in der Gemeinde Neuberg wird es Ende Oktober noch einmal Bürgerversammlungen geben, bei denen Erlensees Bürgermeister Stefan Erb (SPD) und seine Neuberger Amtskollegin Iris Schröder (beide SPD) die Bürger von der Sinnhaftigkeit einer Einheitsgemeinde überzeugen wollen. Die genauen Termine und Uhrzeiten sollen in den nächsten Tagen bekannt gegeben werden, wie Iris Schröder gestern ankündigte. Derweil soll es in Neuberg am 1. November eine Veranstaltung der Neuberger CDU im Bürgerhaus in Rüdigheim geben, in der die CDU vermutlich noch einmal ihre Position deutlich machen wird.

Die Neuberger Christdemokraten gehörten zu den größten Skeptikern. Gemeinsam mit den Grünen und der Neuberger Liste hatten sie sich zu Anfang des Jahres gegen die Fusion ausgesprochen und eine vom Land Hessen finanzierte und von den beiden Kommunen in Auftrag gegebene Studie als nicht ausreichend bewertet. Die Verfasser der Studie waren zu dem Ergebnis gekommen, dass der Zusammenschluss für beide Kommunen die sinnvollste Lösung sei. Das Format der Veranstaltung werde gerade noch konzipiert, sagte Andreas Weiß, Mitglied der CDU-Fraktion und einer der Initiatoren der Bürgerinitiative Neuberger für Neuberg gestern auf Anfrage unserer Zeitung.„Eigentlich sind alle Argumente ausgetauscht. Mit den Veranstaltungen wollen wir vor allem dafür werben, sich an dem Bürgerentscheid zu beteiligen“, sagte Iris Schröder.

Beide Gemeinden müssen zustimmen

Die Wahlbeteiligung kann am Ende den Ausschlag geben. Denn bei einem Votum für die Fusion müssen in beiden Gemeinden mindestens 25 Prozent aller Wahlberechtigten dafür gestimmt haben. Das sei eine nicht zu unterschätzende Hürde, meint Schröder. Vor allem vor dem Hintergrund der schwachen Wahlbeteiligung bei der vergangenen Bürgermeisterwahl in Erlensee, als nur knapp über 40 Prozent der Erlenseer zur Wahl gegangen waren. Eine Fusion wird es auch nur dann geben, wenn in beiden Gemeinden eine Mehrheit dafür gefunden wird. Schröder und Erb arbeiten derzeit noch an einer Broschüre, in der unter anderem der Bürgerentscheid erklärt wird.

Die eigentliche Abstimmung des Bürgerentscheids findet bekanntlich erst am 10. November statt.

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