Ehrungen bei der Freiwilligen Feuerwehr Erlensee: Ordnungsamtsleiter Peter Cord (von links), Bürgermeister Stefan Erb, zweiter stellvertretender Stadtbrandinspektor Jens Schäfer, Stefan Barthel, Klaus Jürgen Lawrenz, Walter Stolper, Andreas Matz, Landrat Thorsten Stolz und der erste stellvertretende Stadtbrandinspektor Uwe Kuprian. Foto: Rainer Habermann

Erlensee

Freiwillige Feuerwehr Erlensee zieht positive Bilanz für 2018

Erlensee. Längst sind sie ein zusammengeschweißtes Team: die beiden Stadtteilfeuerwehren Langendiebach und Rückingen. Als Freiwillige Feuerwehr Erlensee begingen sie am Freitagabend ihre gemeinsame Jahreshauptversammlung im Kolleg der Erlenhalle.

Von Rainer Habermann

Die Bilanz, die der erste stellvertretende Stadtbrandinspektor und Rückinger Wehrführer Uwe Kuprian dabei für das Jahr 2018 zog, war nach seinen Worten eine ganz besonders positive Bilanz.

151 Einsätze im Jahr

Nicht nur im Hinblick auf die Zahl der Einsätze – 151-mal rückte die Einsatzabteilung aus. Sondern auch, weil in diesem Jahr die Erlenseer Kinderfeuerwehr gegründet wurde. Dabei konnten aufgrund des großen Interesses in der Bevölkerung vom Fleck weg 21 Nachwuchs-Blauröcke rekrutiert werden.

Wobei natürlich die Kinder im Alter ab sechs Jahren von ihren insgesamt neun Betreuerinnen und Betreuern spielerisch an das Feuerwehrdasein herangeführt werden. Beispielsweise mit der Simulation des Absetzens eines Notrufs, und mit viel Basteln und Spielen. Kuprian hielt seinen Bericht in Vertretung des hauptamtlichen Stadtbrandinspektors Björn Winterhalter, der sich zurzeit im Krankenhaus befindet.

Nüchterne Zahlen, von Kuprian nett verpackt: die 151 Einsätze gliederten sich in 57 Hilfseinsätze, 29 Brandbekämpfungen, 27 Einsätze als Voraushelfer und leider auch 38 Fehlalarme oder böswillige Alarmierungen. Dies zeige aber auch die zunehmende Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehr eben nicht nur als reine Löschtruppe, sondern als vielseitige Kraft, beispielsweise bei der Beseitigung von Ölspuren, dem Abpumpen von Wasser aus Gebäuden, bei Türöffnungen, zur Unterstützung der weiteren Rettungskräfte wie etwa jenen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), und nicht zuletzt bei der Tierrettung.

Mittelpunkt des Reports

Die Zahl der Aus- und Weiterbildungsstunden der Einsatzkräfte stellte Kuprian in den Mittelpunkt seines Reports. Bei insgesamt 122 Ausbildungsmaßnahmen (zum Vergleich: im Vorjahr waren es noch 97) und 87 Besuchen von Lehrgängen und Seminaren auf Kreisebene (2017: 37) sorgten die Mitglieder der Einsatzabteilung dafür, dass sie in technischen und organisatorischen Fragen immer auf den neuesten Stand sind.

Was Bürgermeister Stefan Erb (SPD), den obersten Dienstherrn der Freiwilligen Wehr, schließlich zu der Bemerkung veranlasste: „Fast drei Einsätze pro Woche, zu allen erdenklichen Uhrzeiten, und etliche Tausend Stunden in der Weiterbildung: insgesamt summierte sich die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr Erlensee auf gut 10 000 Stunden im Berichtszeitraum.“ Und er fuhr fort: „Wohlgemerkt: als freiwilliger Dienst an der Allgemeinheit.

Wenn Einsatzkräfte dann auch noch aus der Bevölkerung heraus angegangen, angepöbelt werden, so ist das ein Unding.“ Erb spielte ebenfalls auf die im vorigen Jahr erstmals vom Stadtparlament beschlossene und an verdiente Einsatzkräfte gezahlte, kommunale Anerkennungsprämie an, wenn er meinte: „Investitionen in die Feuerwehr sind immer sinnvoll investiertes Geld. Nicht zum Selbstzweck der Feuerwehr, sondern als Investition in die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt.“

Ehrenamtlicher Charakter der Feuerwehr

Auch der Landrat des Main-Kinzig-Kreises, Thorsten Stolz (SPD), betonte den überwiegend ehrenamtlichen Charakter der Feuerwehrarbeit und grüßte die Versammlung: „Im Zusammenspiel mit den weiteren Rettungskräften von Polizei, DRK oder Technischem Hilfswerk (THW) gehören Sie zu den Mutmachern der Gesellschaft. Das ist keine Selbstverständlichkeit, zumal Sie ihren Job freiwillig und neben Ihrem Beruf machen.“

Natürlich hat auch die Freiwillige Feuerwehr Erlensee ihre Ehrungen und Beförderungen, die bei solchen Anlässen wie einer Jahreshauptversammlung vollzogen werden. Kreisbrandmeister Andreas Matz von der Feuerwehr Maintal, Landrat Stolz und Bürgermeister Erb überreichten das Goldene Feuerwehrehrenabzeichen am Bande für 40 Jahre treuen Dienst an Stefan Barthel und Klaus Jürgen Lawrenz, sowie die goldene Ehrennadel an Walter Stolper. Daneben gab es Dutzende von Ernennungen und Beförderungen.

Und eine Ankündigung des Bürgermeisters: „Peter Cord, über 25 Jahre lang Ansprechpartner der Stadt und Fachdienstleiter für allgemeine Ordnungsangelegenheiten, hat mir gesagt, dass er in diesem Jahr tatsächlich in den Ruhestand gehen will.“

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