Eine vorübergehende Heimstätte für die Verwaltungen des Forstamts Hanau-Wolfgang und der Stadt Bruchköbek. In dem ehemaligen Hotel auf dem Fliegerhorst wurden fürher Piloten untergebracht. Foto: Bender

Erlensee

Forstamt zieht vorübergehend auf den Fliegerhorst

Erlensee/Bruchköbel. Die Verwaltung der Stadt Bruchköbel bekommt auf dem Fliegerhorst Gesellschaft die obere Etage des Gebäudes, in dem das Interimsrathaus der Stadt Bruchköbel eingerichtet werden soll, wird in Kürze von den Mitarbeitern des Forstamtes Hanau-Wolfgang bezogen. Der Umzug soll noch in diesem Monat stattfinden.

Von Holger Weber

Die Forstamtsmitarbeiter sollen ungefähr ein Jahr auf dem Fliegerhorst bleiben, so lange dauert nach Angaben der Behörde voraussichtlich die Sanierung des denkmalgeschützten Forsthauses.Die Mitarbeiter des Bruchköbeler Rathauses ziehen voraussichtlich im April wegen des bevorstehenden Stadtumbaus auf den Fliegerhorst. Im Zuge des Stadtumbaus soll das bestehende Rathaus in der Stadtmitte bekanntlich abgerissen und durch ein Stadthaus ersetzt werden. Während der Zeit gibt es in Bruchköbel nur ein Bürgerbüro.

Bei dem künftigen Sitz der beiden Verwaltungen handelt es sich um ein ehemaliges Hotel, in dem früher amerikanische Piloten während ihrer Ausbildung am Flugsimulator untergebracht worden waren.Der Zweckverband Fliegerhorst, der von den beiden Kommunen Erlensee und Bruchköbel gebildet wird, darf sich also über eine kleine Einnahmequelle freuen. Dabei kommt es dem Zweckverband durchaus gelegen, dass die Vermietung nur auf einen relativ kurzen Zeitraum angelegt ist. Denn das Gelände, auf dem sich das alte Hotel befindet, ist Teil der Fläche, die an den Großmetzger Brandenburg verkauft wird. In einigen Jahren wird das Gebäude voraussichtlich abgerissen.

Metzgerei will Areal erwerbenBrandenburg war sich im Herbst vergangenen Jahres mit dem Zweckverband über den Kauf des Areals einig geworden, der Notartermin ist nach Informationen unserer Zeitung im kommenden März.

Die obere Etage des Hotels war im vergangenen Jahr zu Büroräumen ausgebaut worden. Der eigentliche Grund dafür waren Pläne der Stadt Erlensee, das Gebäude ebenfalls als Ausweichquartier während der geplanten Sanierungs- und Ausbauarbeiten des Rathauses in Erlensee zu nutzen. Doch wurden die Pläne aus finanziellen Gründen auf unbestimmte Zeit verschoben. Grund war, dass die Stadt das Geld dringend für den Ausbau der Kinderbetreuung brauchte.

Ausstellungsstücke lagern zur Zeit bei den StadtwerkenKein Platz ist auf dem Fliegerhorst allerdings für eine seltene Sammlung historisch alter Forstuniformen. Die traditionsreiche alte Uniformensammlung des 2001 verstorbenen Museumsgründers Dr. Helmut Puchert wird nun in einen trockenen und abgeschlossenen Raum der Stadtwerke Hanau gelagert. Dort wird sie auf Initiative des Vorsitzenden des Fördervereins für das Hessische Forstmuseum, Kurt Schäfer, eingelagert.

„Die alten Uniformen sind nicht nur Kennzeichen eines traditionsreichen Berufsstandes, der vor langen Zeiten aus dem Jägerstand erwachsen ist. Sie spiegeln auch die Zeitgeschichte und den Zeitgeist eines Berufes wider, der starken gesellschaftlichen Wandlungen unterworfen war“, so Schäfer. Neben über 100 Jahre alten preußischen Ausgeh- und Walduniformen gehören Stücke aus vielen Zeitepochen seit dem 19. Jahrhundert dazu.

Seit mittlerweile 17 Jahren befindet sich die Sammlung im Hessischen Forstmuseum in der „Alten Fasanerie“.

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