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Erlensee Rockt!: Neuer Verein will lokale Musikszene beleben

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Das sind die Macher von Erlensee Rockt! (von links): Sonja Cifti, Marvin Jason Panzof, Nadine Kappel, Sabine Hercher-Blasius, Jürgen Seuring sowie (vorn) Heike Schwanzer und Thomas Blasius. Foto: Reinartz
Das sind die Macher von Erlensee Rockt! (von links): Sonja Cifti, Marvin Jason Panzof, Nadine Kappel, Sabine Hercher-Blasius, Jürgen Seuring sowie (vorn) Heike Schwanzer und Thomas Blasius. Foto: Reinartz

Erlensee/Neuberg. In Erlensee finden ab kommendem Jahr Rockkonzerte statt. Möglich macht dies der neu gegründete Verein „Erlensee Rockt!“, der mit der Stadt und dem 24-Autohof Neuberg feste Partner für seine Aktivitäten gefunden hat.

Von Gabriele ReinartzFreigericht haben sie schon gerockt. Nun ist Erlensee an der Reihe. Erst im November wurde diese Idee geboren. „Am 7. Juli 2018 wird es auf dem Gelände des 24-Autohof in Neuberg ein Open Air Festival geben. Wir stehen bereits mit einigen Rockbands in Kontakt“, verrät Thomas Blasius.

Er ist der General Manager des neu gegründeten Vereins „Erlensee Rockt!“, der die Veranstaltung durchführen wird. Die Schirmherrschaft des Festivals wird der Bürgermeister der Stadt Erlensee, Stefan Erb, höchstpersönlich übernehmen.Ein Rockkonzert pro MonatEr und Blasius kennen sich gut, die Chemie stimmt. Daher sollen dem Verein für kleinere Konzerte auch die Fallbachhalle, die Erlenseehalle sowie die Bürgerhäuser zur Verfügung stehen. Diese Abmachung ist eine Win-win-Situation für alle Parteien: Der Verein hat feste „Locations“ und der Autohof sowie die städtischen Einrichtungen werden stärker ausgelastet.

„Unser Ziel ist es, pro Monat ein Rockkonzert durchzuführen“, verrät der General Manager den mittelfristigen Plan seines Vereins. „Erlensee Rockt!“ – das sind sechs musikbegeisterte und auch erfahrene Frauen und Männer zwischen 25 und 70 Jahren: neben Thomas Blasius (Marketing) sind es noch seine Tochter Sabine Hercher-Blasius (Schriftführerin), Heike Schwanzer (Bandbetreuung), Nadine Kappel (Finanzen), Jürgen Seuring (Moderation), Sonja Ciftci (Bandbetreuung) und Marvin Jason Panzof (Internet).Bands aus aller WeltDas „Alterspektrum“ ist nicht zufällig, sondern gewünscht: „Wir wollen nicht nur eine bestimmte Altersgruppe ansprechen, sondern alle rockbegeisterten Menschen, sozusagen Jung und Alt“, erläutert Blasius. Punk, Metal oder Thrash Metal sind allerdings keine Richtungen, denen sich der Verein verschrieben hat. Ansonsten ist rockmäßig erlaubt, was gefällt.

Die Bands, die in Erlensee auftreten sollen, werden aus aller Welt kommen. „Wir haben bundesweit Kontakte zu Agenten, die wir ansprechen können“, sagt Blasius. Doch auch lokale Bands, die in einem Umkreis von 100 Kilometern zu Hause sind, werden gesucht. Eine lokale Band wird definitiv beim besagten Sommer-Festival dabei sein und erhält die Chance, dort auf einer Riesenbühne vor namhaften, bekannten Headlinern aufzuspielen. Voraussetzung ist, dass die Band keine Cover-Band ist, sondern ausschließlich eigene Songs komponiert und singt. Wer diese Band sein wird, ist noch offen. „Am 26. Mai 2018 wird es in der Fallbachhalle Erlensee einen Band Contest geben. Fünf in Frage kommenden Bands werden dort gegeneinander antreten. Die beste Band tritt im Juli auf“, verrät Blasius.

Verein finanziert sich selbstBis Ende Januar können sich für den Contest lokale Bands noch bei „Erlensee Rockt“ bewerben. Eine fachkundige Jury, die unter anderen aus lokalen Radiomoderatoren besteht, wird über die Siegerband entscheiden. Wer zu den fünf ausgewählten Bands für den Contest gehören wird, gibt der Verein bis spätestens April 2018 öffentlich bekannt.

„Erlensee Rockt!“ finanziert sich übrigens selbst. „Es ist ein Hobby von uns“, sagt Blasius. Das Team arbeitet ehrenamtlich, und das soll auch so bleiben, denn jeder geht einem Beruf nach. Die Bands dagegen sollen über Eintritts- und Sponsorengelder bezahlt werden. Daher würde Blasius sich sehr freuen, wenn sich einige Großsponsoren finden würden, die, weil ebenfalls rockbegeistert, die Musik dauerhaft nach Erlensee tragen. „Außerdem könnten wir dann auch die Eintrittsgelder kostengünstiger anbieten, was wiederum den Erlenseeer und den angereisten Rockfans zugutekommen würde“, sagt er.

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