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Einweihung im laufenden Betrieb

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Von: Monica Bielesch

Gehört zu jeder Einweihung dazu: das Durchschneiden des roten Bandes. Am neuen DHL-Standort am ehemaligen Fliegerhorst nahmen dazu Landrat Thorsten Stolz (von rechts), CEO DHL Freight DACH-Region Thomas Vogel, Standortleiter DHL-Erlensee Götz Hanningsmann, CEO DHL Freight Uwe Brinks, Bruchköbels Bürgermeisterin Sylvia Braun, Erlensees Bürgermeister Stefan Erb, Deutsche Post DHL Group Vorstandsmitglied Tim Scharwath sowie Bauherr Ferdinand Fäth die Scheren in die Hand.
Gehört zu jeder Einweihung dazu: das Durchschneiden des roten Bandes. Am neuen DHL-Standort am ehemaligen Fliegerhorst nahmen dazu Landrat Thorsten Stolz (von rechts), CEO DHL Freight DACH-Region Thomas Vogel, Standortleiter DHL-Erlensee Götz Hanningsmann, CEO DHL Freight Uwe Brinks, Bruchköbels Bürgermeisterin Sylvia Braun, Erlensees Bürgermeister Stefan Erb, Deutsche Post DHL Group Vorstandsmitglied Tim Scharwath sowie Bauherr Ferdinand Fäth die Scheren in die Hand. © Monica Bielesch

Die Einweihung des neuen DHL Freight-Terminals am Fliegerhorst in Erlensee lief wie am Schnürchen. Die über 100 Gäste wurden gekonnt auf ihre Parkplätze dirigiert, begrüßt, über einen roten Teppich in die Halle geführt, bekamen Namensschildchen und nach den Festreden auch noch Führungen hinter die Kulissen des weitläufigen Standortes. Organisieren ist eben das Kerngeschäft des Logistik-Riesen.

Erlensee – Und während in einer Vorhalle des noch nicht in Betrieb genommenen Lagers für Spezialchemie die Gäste die offizielle Einweihung feierten, lief auf dem restlichen Standort der ganz normale Arbeitsbetrieb weiter. Vor knapp drei Wochen sind die rund 260 Mitarbeiter vom bisherigen Standort in Maintal an den Fliegerhorst gezogen. Auch im laufenden Betrieb, wie Standortleiter Götz Hanningsmann in seiner Rede betonte. Er zeigte sich stolz darüber, an so einem historischen Ort, der von 1939 bis 2007 als Militärflughafen diente, nun einen DHL Freight-Standort betreiben zu können. „Wir hauchen diesem Ort neues Leben ein.“ Erlensee ist nun einer der drei größten DHL-Standorte in Deutschland.

Mehrere Fußballfelder: Das Crossdock-Terminal ist 12 000 Quadratmeter groß. An beiden Längsseiten können von Außen Lkws andocken. Rechts steht die Ware, die entladen wurde, links warten neue Fuhren darauf, verladen zu werden.
Mehrere Fußballfelder: Das Crossdock-Terminal ist 12 000 Quadratmeter groß. An beiden Längsseiten können von Außen Lkws andocken. Rechts steht die Ware, die entladen wurde, links warten neue Fuhren darauf, verladen zu werden. © Monica Bielesch

Nur zehn Monate Bauzeit

Für den Zweckverband, dem Erlensee und Bruchköbel angehören und der den Fliegerhorst seit 2011 als Gewerbegebiet entwickelt, dankte Bruchköbels Bürgermeisterin Sylvia Braun für die kurze Bauzeit. Und tatsächlich ist es Fäth Immobilien als Bauherren gelungen, trotz globaler Lieferengpässe und Krisen den Zeitplan einzuhalten und in nur zehn Monaten das knapp 83 000 Quadratmeter umfassende Bauprojekt fertigzustellen.

Bei Führungen konnten die Gäste den Standort kennenlernen. Hier zeigt René Fröhlich, operativer Standortleiter (Dritter von links), einer Gruppe das Pförtnerhaus.
Bei Führungen konnten die Gäste den Standort kennenlernen. Hier zeigt René Fröhlich, operativer Standortleiter (Dritter von links), einer Gruppe das Pförtnerhaus. © -

Dass dabei nicht nur riesige neue Logistikhallen entstanden sind, sondern mit dem ehemaligen Towergebäude auch ein Herzstück des früheren Militärflughafens erhalten werden konnte, freute alle Redner. In dem denkmalgeschützten Gebäude hat nun die Verwaltung auf 3800 Quadratmetern Bürofläche Platz gefunden. Lange, mit Teppich ausgelegte Flure, ein Eingangsbereich, in dem die alten Fliesen erhalten werden konnten, das alte Treppenhaus und als buchstäblicher Höhepunkt die original-getreu restaurierte Tower-Kanzel prägen das Verwaltungsgebäude. Braun freute sich, dass dieses architektonische Kleinod dem Fliegerhorst dank der Anstrengungen von DHL und dem Bauherren in dieser Weise erhalten bleiben konnte.

Bei der Führung über das Gelände berichtete René Fröhlich, operativer Standortleiter, dass die Kantine im Towergebäude erst in einigen Wochen fertig sein wird. Lieferengpässe beim Material. Fertig und schon im Einsatz ist jedoch das 12 000 Quadratmeter große Crossdock-Terminal, hier können bis zu 1500 Tonnen an Waren täglich bewegt werden. Gegenüber dem zu klein gewordenen Standort in Maintal rechnet DHL mit einer Kapazitätssteigerung von 40 Prozent.

Der neue DHL-Logistik-Standort am Fliegerhorst ist seit drei Wochen in Betrieb. Gestern wurde große Einweihung gefeiert.
Der neue DHL-Logistik-Standort am Fliegerhorst ist seit drei Wochen in Betrieb. Gestern wurde große Einweihung gefeiert. © Axel Häsler

Landrat: „DHL-Neuansieldung ist auch Stärkung des MKK“

Denn die Logistik boomt und die Aufrechterhaltung von Lieferketten ist nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie und die weltweiten Krisen in den Fokus gerückt. Landrat Thorsten Stolz (SPD) betonte: „Diese Neuansiedlung in Erlensee ist auch eine Stärkung des Wirtschaftsstandortes Main-Kinzig-Kreis.“ Längst wäre der Kreis keine Provinz mehr. „Der MKK ist einer der wirtschaftsstärksten Kreise in ganz Hessen“, so Stolz. In Sachen Bruttosozialprodukt rangiere der MKK auf Platz drei hinter Frankfurt und Wiesbaden. Für die in den vergangenen Jahren große Dynamik auch bei den Arbeitsplätzen hätten der Fliegerhorst und nun auch DHL einen großen Beitrag geleistet.

Noch ist nicht alles fertig am neuen DHL-Standort. Im November soll noch ein 10 500 Quadratmeter großes Lager für Spezialchemie in Betrieb genommen werden. Dort können in sechs abgetrennten Hallen Gefahrgut-stoffe gelagert werden. Mittelfristig soll die Belegschaft auf 300 Mitarbeiter anwachsen.

(Von Monica Bielesch)

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