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Umweltanalyse zur Roßdorfer Querspange erfolgt erst 2023

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Von: Holger Weber-Stoppacher

Betroffen wäre nicht nur der Bereich zwischen Kreisel und B45. Wegen der Auffahrt müssten auch auf der anderen Seite der Landstraße Eingriffe in die Natur vorgenommen werden. archiv
Betroffen wäre nicht nur der Bereich zwischen Kreisel und B45. Wegen der Auffahrt müssten auch auf der anderen Seite der Landstraße Eingriffe in die Natur vorgenommen werden. archiv © PM

Bruchköbel – Die Frage, ob die umstrittene Querspange in Roßdorf gebaut wird, ist zu einem sehr hohen Maße mit dem Ergebnis der Umweltverträglichkeitsprüfung verbunden. Dies hatten die Planerinnen der landeseigenen Straßenbehörde Hessen Mobil bereits bei der Vorstellung des Projekts im Rahmen der Bürgerversammlung im November berichtet. Nicht selten scheitern derlei Projekte sehr früh, weil die Gutachter zu der Ansicht gelangen, dass die Intaktheit von Flora und Fauna an der betroffenen Stelle höher zu bewerten ist als der Nutzen eines Projekts.

Jetzt gibt es so etwas wie einen ersten Zeitplan für die Umweltverträglichkeitsuntersuchung, nachdem sich in dieser Woche Vertreter des Bruchköbeler Bauamts sowie Mitarbeiter von Hessen Mobil in der Angelegenheit besprochen haben. Danach soll in einem ersten Arbeitsschritt die Erarbeitung der Umweltverträglichkeitsprüfung vergeben werden. Mit der eigentlichen Prüfung werde dann erst 2023 begonnen, teilte Hessen Mobil mit. Der Grund: Für die Umweltverträglichkeitsstudie seien umfangreiche Kartierungsarbeiten erforderlich, die über eine gesamte Vegetationsperiode innerhalb eines Jahres erfolgen müssten und die damit den gesamten Zeitplan der Planung grundlegend bestimmen.

Prozess soll „möglichst transparent“ sein

Hessen Mobil werde gemeinsam mit der Stadt Bruchköbel den Prozess „möglichst transparent“ gestalten, so die Behörde. Es sollen regelmäßig Veröffentlichenungen in der Presse und auf den Webseiten von Hessen Mobil sowie der Stadt Bruchköbel erfolgen, teilte die Hessen Mobil auf Anfrage unserer Zeitung mit. Auch sollen „weiterhin Termine stattfinden, in denen Interessengruppen und Bürger sich aktiv am Planungsprozess beteiligen können“.

Die Behörde betonte noch einmal, dass die Planungen zu der Querspange komplett neu beginnen, um aktuelle Grundlagendaten in den Planungsprozess einbringen zu können. Die der Vorplanung sei die erste von vier Planungsstufen. Dabei würden zunächst die wichtigsten Grundlagen ermittelt. „Es werden alle verkehrlichen, naturräumlichen, geologischen und sonstigen Gegebenheiten innerhalb des Planungsraums erfasst. Auf dieser Grundlage soll eine verkehrlich sinnvolle, technisch machbare, wirtschaftlich vertretbare und umweltverträgliche Lösung identifiziert werden“, betont Hessen Mobil.

Zunächst Datenlage moniert

Kritiker des Bauvorhabens, das im vergangenen Jahr laut Bruchköbels Stadtverwaltung überraschend von der hessischen Landesregierung priorisiert worden war, hatten die veraltete Datenlage moniert, auf deren Grundlage die Priorisierung des Projekts durch die Behörde erfolgt war. (Von Holger Weber)

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