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Die Baustelle ist fertig eingerichtet: Rund 2000 Lkw-Ladungen Boden müssen in den nächsten Wochen abgefahren werden, wenn die Deponien die Kapazitäten nicht drosseln.

Arbeiten für Stadthaus laufen auf Hochtouren

Arbeiten in Bruchköbeler Innenstadt im Zeitplan - Corona-Krise hat bisher kaum Auswirkungen

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Während sich das Leben in der Stadt aufgrund der Corona-Krise immer mehr entschleunigt, geht es auf der Riesenbaustelle in Bruchköbels Stadtzentrum mit unverminderter Geschwindigkeit voran. 

Bisher habe die Krise keine Auswirkungen auf den Baufortschritt gehabt, berichtet Mohamed Younis, der Geschäftsführer der Schoofs GmbH, im Gespräch mit unserer Zeitung. Das Unternehmen baut in den kommenden zwei Jahren für die Stadt Bruchköbel an Ort und Stelle eine Tiefgarage sowie das neue Stadthaus mit Außenanlage. Auch entsteht in der Mitte ein Rewe-Markt. Im Frühjahr 2022 soll das neue Stadthaus bezogen werden, der Rewe sogar schon früher. Ziel sei es, ihn bereits zum Weihnachtsgeschäft zu eröffnen, hieß es seitens der Stadt.

Befürchtungen bewahrheiten sich nicht: Keine Schäden an Nachbargebäuden

Die Baustelle sei jetzt eingerichtet, der Abbruch des Parkdecks abgeschlossen und auch der Verbau seit fertig, sagt Younis und meint damit die Spundwände, die während der vergangenen Wochen in die Erde gerammt worden sind. „Übrigens, ohne dass ein Nachbargebäude zu Schaden gekommen wäre“, fügt er hinzu. Derlei Befürchtungen waren vor Baubeginn immer wieder von den Nachbarn geäußert worden, vor allem von den Bewohnern des Hochhauses.

Wasser versickert: Die Baugrube wird jetzt durch ein spezielles System trockengelegt.

An den Verbauarbeiten war auch ein Spezialunternehmen aus den Niederlanden beteiligt. Die Mitarbeiter haben mittlerweile ihr Bohrgerät geräumt, zurückgeblieben sei nur noch eine kleine Kolonne. Vergangene Woche sei zudem ein System zur Wasserhaltung installiert worden, um die Baugrube trocken zu halten. Dafür wurden Brunnen gebohrt und Rohrleitungen verlegt. Kurze Zeit später sei mit dem Ausschachten begonnen worden, so Younis.

Corona-Krise könnte zu Problemen führen

Insgesamt 2000 Lkw-Ladungen Boden müssen in den kommenden Wochen abgefahren werden. Ein Problem, das sich durch die Corona-Krise ergeben könnte, seien die Annahmekapazitäten der Deponien, die mancherorts gerade gedrosselt würden. „Wir können nicht so viel Boden abfahren, wie wir es wünschen“, so Younis.

Es geht voran auf der Mega-Baustelle in der Bruchköbeler Innenstadt.

Ob dies insgesamt zu einer Verzögerung der Bauarbeiten führen kann, sei derzeit schwer abzuschätzen und hänge von der Dauer der Krise ab. Derzeit werden nach Angaben von Younis keine Baustoffe aus dem Ausland bezogen. „Von daher sind wir selbstständig und unabhängig.“ Wenn die Krise jedoch bis zum Jahresende andauere, könnten sich durchaus Lieferschwierigkeiten ergeben. Ein neues Panorama würde sich durch eine mögliche Ausgangssperre ergeben. „Dann müssen wir den Betrieb komplett einstellen.“

Wegen Corona: Besondere Vorsichtsmaßnahmen für Bauarbeiter

Im Moment trenne man den Baustellenbetrieb vom Büro komplett. „Wir hoffen, damit dazu beizutragen, die Verbreitung des Virus zu verlangsamen“, sagt Younis. Besondere Sicherheitsmaßnahmen gelten auch für die Bauarbeiter. Sie sind auch angehalten, Abstand zu halten und nicht in Gruppen morgens zur Baustelle zu fahren.

Erlaubt seien im Pkw maximal zwei Mitarbeiter. Auch werde die Zahl der angemieteten Unterkünfte für auswärtige Mitarbeiter erhöht, damit maximal zwei in einem Zimmer untergebracht sind.

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