Stellvertretend für die 173 Abiturienten erhalten hier die Schüler des Kunst-Leistungskurses ihre Abiturzeugnisse. Foto: Habermann

Bruchköbel

16 mal Traumnote, 173 mal Abi: LOG feiert seine Abiturienten

Bruchköbel. 173 „Gipfelstürmer“ gingen nacheinander auf die Bühne des Bürgerhauses. Sie feierten einen einzigartigen Schritt ins „wahre Leben“: den Abi-Jahrgang 2017 des Bruchköbler Lichtenberg-Oberstufengymnasiums (LOG).

Von Rainer Habermann

Eine solche Besetzung ist an sich schon beeindruckend. Getoppt wurde die Gala, die am Mittwochabend stattfand, aber noch durch rund das Dreifache an Gästen: Eltern, Großeltern, Mitschüler, teilweise nur mit Stehplätzen versehen im großen Saal. Den Vergleich mit Bergsteigern, die auf ihrem beschwerlichen Weg zum Gipfel die Niederungen der (Motivations-)Täler und die dünne Luft in der Höhe ertragen – und vor allem durchstehen – müssen, wählte die Leiterin des LOG, Oberstudiendirektorin Karin Rosbach.

Im Basislager – gemeint ist das Kollegium – hatten sie Energie und Wissen getankt. Das Bild kommt nicht von ungefähr, es ziert viele Abi-Reden. Und ist ja auch irgendwie naheliegend, bildet das Abitur in Deutschland doch die „Krönung“ der schulischen Laufbahn schülerseits, und hat das Erreichen der Spitze, des Gipfels institutioneller Bildung mit mehr oder weniger 18 Jahren, allergrößte Bedeutung für ein „Leben danach“.

Engagement Dieses weitere Leben solle aber geprägt sein nicht nur von Ellbogen, zur Durchsetzung eigener Zielvorstellungen und Wünsche auf dem zukünftigen Weg zu wirtschaftlichem Wohlstand. Sondern auch vom Einsatz für die Demokratie, für Freiheit und Rechtsstaatlichkeit, wie sowohl Rosbach als auch Schulelternbeiratsmitglied Roland Schedewie und die Bruchköbler Erste Stadträtin Ingrid Cammerzell hervorhoben, geradezu forderten. „Die Demokratie braucht genau Sie“, rief beispielsweise Schedewieden scheidenden Abiturienten zu. Und vielleicht auch ein paar „Social Drops“ in die „Survival Bags“ packen? Eine schöne Idee von Rosbach.

So mancher Abiturient mag das ohnehin beherzigen, wie beispielsweise Ninotschka Wessolowski, Peter Martinek, Franca Schultheis und Dinah Schütz, deren Engagement im Rahmen des Mentoring-Programms des LOG für die Integration von Flüchtlingen auf offener Bühne besonders gewürdigt und mit tosendem Beifall bedacht wurde. Eine Urkunde für „besonders soziales Engagement“ erhielten darüber hinaus Nico Alt und Peter Martinek.

Beste NotenDaneben gab es zahlreiche, besondere Auszeichnungen für Schüler, die sich in bestimmten Fachbereichen hervorgetan hatten. Und natürlich warteten alle im Saal auf das absolute Highlight, nämlich die Besten der Besten. Cammerzell überreichte Geldprämien der Stadt an die drei Schüler, die nochmal eine Spitze in schwindelnder Höhe erklommen hatten, über den ohnehin zu den absoluten Gipfelstürmern gehörenden 16 Abiturienten mit einer eins vor dem Komma: 150 Euro für Sören Köhler mit der Traumnote 1,0, 100 Euro für Franca Schultheis knapp dahinter mit 1,1, und Nancy Dettmering mit einem Abi-Schnitt von 1,4.

Das könnte Sie auch interessieren