Optisch nicht unbedingt eine Augenweide, aber geschmacklich und vom Service her überzeugend: Das Dong Do in Bruchköbel bringt leckere asiatische Speisen auf den Tisch.

Bruchköbel

"Tischlein, deck dich": Vietnamesische Kost im "Dong Do"

Bruchköbel. Bei dem Vietnamesen "Dong Do" soll man lecker und günstig speisen können. Wir haben das Restaurant auf Herz und Nieren geprüft.

Einen Schönheitspreis in Sachen Fassadengestaltung würde das vietnamesische Restaurant Dong Do an der Hauptstraße in Bruchköbel nicht gerade abräumen. Aber unsere Gastro-Kritik „Tischlein deck' dich“ nimmt ja auch keine architektonischen Feinheiten unter die Lupe, sondern die kulinarischen Genüsse. Und was die angeht, kann das Lokal in dem auffälligen Eckgebäude in Zartrosa und Hellgelb mit vietnamesischer, Thailändischer und Chinesischer Küche durchaus punkten. Umso mehr, als das wenig spektakuläre Äußere darauf keinen Hinweis gibt.Gerade hat mein Mittester noch den flapsigen Spruch „Hier wird doch heute nicht geschlossen sein“ rausgehauen, da werden wir schon das erste Mal überrascht: An einem ganz gewöhnlichen Werktag ist es rappelvoll. Wir sind froh, an einem der geschätzt zwölf Tische noch einen Platz zu bekommen.

Der Empfang durch den Chef des Hauses ist überaus freundlich. Ein Blick auf die Speisekarte, die diverse asiatische Spezialitäten in großer Fülle und Vielfalt enthält, zeigt uns, dass uns heute der kleine Geldbeutel genügen wird. Wir sind gespannt auf die Qualität der Gerichte, die sich preislich um die 6,50 Euro bewegen. Bei den Suppen geht es los mit der Peking-Suppe (sauer-scharf, zwei Euro). Die Hauptspeisen reichen von gebratenem Eierreis mit Gemüse (vier Euro) über Tintenfisch (scharf) mit schwarzen Bohnen und Glasnudeln (sieben Euro) bis hin zu Garnelen mit gebratenen Glasnudeln (8,50 Euro).

Ente und Hühnerbrust

Bei der Vorspeise hatte mir eine Bekannte die gebackenen Wantan (drei Euro) ans Herz gelegt. Wir können heute allerdings das Mittagsangebot nutzen und zu unseren Hauptgerichten wahlweise eine Suppe oder Frühlingsrollen (mehrere kleine oder eine große) bestellen (im Preis inbegriffen). In Sachen Hauptspeise fällt danach meine Wahl auf das leicht scharfe Hühnerbrustfilet mit gelbem Curry und Kokosmilch (6,50 Euro), während mein Kollege sich für die knusprige Ente mit Gemüse, Chop Suey (acht Euro) entscheidet.

Während wir auf unser Essen warten, schauen wir uns im Lokal um, in dem es trotz der vielen Gäste angenehm ruhig ist. Durch die geöffnete Tür können wir den in der Küche werkelnden Männern und Frauen am Herd und am Wok zuschauen. Doch sehr lange können wir uns darauf nicht konzentrieren. Schon die bestellten Getränke sind ruckzuck an unserem Tisch, mit 2,60 Euro sind die große Cola light und die große Apfelschorle auch ausgesprochen günstig. Auch die Vorspeisen lassen nicht lange auf sich warten. Die Suppe ist von kräftigem Rot, leicht säuerlich, schmeckt nach Tomate und einem Hauch Paprika. Auch an der knusprigen Frühlingsrolle haben wir nichts auszusetzen.

Rundum zufrieden

Im Restaurant ist es gemütlich. In einem Aquarium drehen Fische ihre Runden, über unseren Köpfen hängen Bilder mit asiatischen Motiven. Die würden wir uns zwar nicht ins Wohnzimmer hängen. Doch hier im Lokal passen sie perfekt zum Ambiente. Auch die Hauptspeisen sind bald serviert. Auge und Nase werden gleichzeitig verwöhnt. Mein scharfes Hühnchen kommt mit frischen Gemüsen daher, Bohnen, Brokkoli und Zucchini sind noch bissfest, die Thai-Curry-Sauce ist angenehm scharf. Das Hühnchen erweist sich als schön zart. Ich bin rundum zufrieden. Auch die Menge ist mehr als ausreichend. Weil es so lecker ist, kann ich leider nichts zurückgehen lassen, was mir mein Magen im Nachhinein als Völlegefühl rückmeldet – selber schuld.

Nicht minder angetan von seinem Hauptgericht ist mein Mittester. Seine Ente ist so knusprig, wie es die Speisekarte verheißt. Auch bei ihm ist das Gemüse schön knackig und geschmacklich gut abgestimmt auf das zarte Entenfleisch.

Günstiges Mittagsmahl

Der einzige Wermutstropfen, der in unsere Mittagspause fällt, ist die Tatsache, dass wir terminbedingt in Eile sind. Von einem Dessert müssen wir also ebenso absehen wie vom Kaffee. Doch in Ausnahmefällen kann man auch mal im Eiltempo genießen. Beim Bezahlen sind wir dann restlos überzeugt. Kaum 20 Euro kostet unser Mittagsvergnügen. Da wundert uns nicht, dass im Dong Do viele Gäste, nicht nur aus Bruchköbel, immer wieder gerne bestellen. Und dass einige Ex-Bruchköbeler, die aus der Stadt weggezogen sind, immer wieder mal den Weg zurückfinden ins Dong Do.

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