Gemischtes Fazit: Der Service ist stark, doch geschmacklich konnte die Trattoria Tonino unsere Testesser nicht überzeugen. Foto: HA

Bruchköbel

"Tischlein, deck dich!": "Trattoria Tonino" in Roßdorf im Test

Bruchköbel. Es ist einer der letzten schönen Tage des Sommers. Wir beschließen, die Mittagspause bei einem Italiener in Roßdorf zu verbringen. Die Trattoria Tonino liegt zwar direkt an der Durchfahrtsstraße, besitzt jedoch eine große Terrasse, die mit Blumenkübeln als Sichtschutz von der Straße abgesetzt ist.

Glücklicherweise können wir das Auto nicht weit vom Restaurant am Straßenrand abstellen und finden sofort einen freien Platz.

An dem Mittwochmittag sind zwar einige der Tische besetzt, doch mehr Leute scheinen den Lieferservice in Anspruch zu nehmen. Das Lieferauto wird gerade beladen, als meine Begleitung und ich den Freisitz betreten.

Tagliatelle und Cordon Bleu

Die Bedienung ist schnell bei uns und nimmt die Getränkewünsche auf. Wir blättern in der Speisekarte. Zur Auswahl stehen erwartungsgemäß Penne (ab 6,50 Euro) und Pizzen (ab 5,50 Euro), aber auch Burger, Schnitzel, Fisch und Rumpsteak können geordert werden. Als Vorspeise gibt es beispielsweise Knoblauchbrot (2,50 Euro), Nachtisch vermissen wir allerdings auf der Karte. Für Kinder gibt es halbe Portionen im Angebot wie Tortellini und Penne Bolognese für jeweils fünf Euro. Heute sind wir jedoch ohne Anhang da.

Erfreut stellen wir fest, dass es eine spezielle Mittagskarte gibt. Von dieser wähle ich Cordon bleu, gefüllt mit Schinken und Käse mit Kroketten für 8,50 Euro. Meine Begleitung wählt Tagliatelle mit Zucchini, Shrimps und Cocktailtomaten (6,50 Euro). Auf Wunsch kann für zwei Euro ein Salat dazu bestellt werden. Wir entscheiden uns jedoch dagegen.

Nudeln nur halb warm

Die Sonnenschirme bieten in der Wartezeit Schatten. Die Dekoration mit den rot-weißen Tischdecken ist Standard, mehr aber nicht. Nach zirka 20 Minuten steht unser Essen auf dem Tisch. Die Portionen wirken übersichtlich. Das Cordon bleu mit den Kroketten ist eine ziemlich trockene Angelegenheit. Eine Soße wird nicht dazu gereicht. Der Teller ist mit einer Zitronen- und einer Orangenscheibe sowie einem Salatblatt garniert. Geschmacklich kann das Formschnitzel nicht überzeugen. Ich hatte auf eine wesentlich saftigere Variante gehofft.

Meine Begleitung muss sich beim Verspeisen der Tagliatelle sputen, denn die haben es nur halbwarm an den Tisch geschafft. Auch hier ist die Portion übersichtlich, die Soße ist zwar mit frischen Cocktailtomaten zubereitet, aber geschmacklich überzeugt sie leider nicht. Es fehlt die Würze, auch das Nachsalzen hilft nur wenig. Die Nudeln sind zwar al dente, aber leider eben nicht wirklich heiß. Parmesankäse wird gar nicht gereicht.

Espresso aufs Haus

Im Gastraum sitzen an diesem Tag weitere Gäste, hinein gelangt man nur über Treppen. Auch die Innenausstattung dort ist solide, rot-weiße Tischdecken, rustikales Flair. Die Toiletten sind nicht barrierefrei, auf's stille Örtchen geht es nur über eine lange Treppe in den Keller. Das Personal hingegen ist sehr freundlich und zuvorkommend.

Das Beste am Mittagsmenü ist dann am Ende der Espresso aufs Haus. Die Rechnung bleibt mit 19,90 Euro überschaubar.

Liebe Tischlein-Fans, unsere Serie läuft inzwischen fast vier Jahre und dabei wurden nahezu alle Gaststätten in unserem Verbreitungsgebiet besucht. Wir lassen die beliebte Serie mit diesem Beitrag heute vorläufig ausklingen. An dieser Stelle wird in Kürze eine neue Serie ihren Platz finden, die wir noch entwickeln und die voraussichtlich mit dem Thema Gesundheit zu tun haben wird. Lassen Sie sich überraschen! Die vorangegangenen „Tischlein, deck dich“-Beiträge können sie

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