Die Gourmet-Platte im Bruchköbeler Bürgerhaus wird laut Speisekarte für zwei Personen empfohlen. Von der üppigen Portion werden locker drei gute Esser statt. Foto: HA

Bruchköbel

"Tischlein deck dich": Bürgerhaus Bruchköbel im Test

Bruchköbel. Die Gourmet-Platte im Bürgerhaus Bruchköbel ist ein Fleisch gewordener Traum. Doch wie schmeckt es dort? Wir haben es getestet.

Cevapcici, Ražnjici, Pljeskavica – vor uns breitet sich ein Fleisch gewordener Traum aus. Dass wir die Gourmet-Platte (29 Euro), die uns der Wirt gemeinsam mit zwei Schüsseln Salat und einer großzügigen Schale Pommes Frites serviert, nicht schaffen werden, wird uns angesichts der Riesenportion sofort klar – obwohl unser Hunger heute wirklich groß ist.Wir sitzen auf Empfehlung von Freunden auf der Terrasse des Restaurants im Bruchköbeler Bürgerhaus, das von der Familie Renic betrieben wird. „Satt wird man dort allemal und für Fleischliebhaber ist es ein Traum“, hatte man uns mit auf den Weg gegeben – was sich bewahrheitete.Hausgemachte Tomatensuppe als EntréeUnseren Durst stillen wir mit Johannisbeersaftschorle (4 Euro) und Cola (2,80 Euro) und da der Hunger meiner Begleitung wirklich groß ist, gibt es als Entrée eine hausgemachte Tomatensuppe (3,80 Euro). Sie schmeckt wunderbar nach reifen Tomaten, als Einlage findet sich die genau richtige Anzahl von Reiskörnern, nicht zu viel, nicht zu wenig und abgeschmeckt scheint die Suppe mit einer zarten Prise Meersalz: Jetzt haben wir definitiv Lust auf mehr.Dieses Mehr lässt nicht lange auf sich warten. Vor uns steht also die wirklich üppige Platte, die neben den typisch kroatischen Köstlichkeiten zudem mit Schnitzel, Schweinefilet und dicken Speckscheiben aufwartet. Auch finden sich die für Kroatien typischen rohen Zwiebeln sowie eine Portion Ajvar darauf wieder. Aber auch Gemüse und Soße Bernaise steht zur Auswahl.Zartes Filet begeistert TesterIch bin überfordert, muss das üppige Angebot zunächst einen Moment auf mich wirken lassen. Natürlich probiere ich von jedem etwas, bin begeistert vom zarten Filet, dem würzigen Ražnjici und der zartschmelzenden Schafskäsefüllung des Pljeskavica.Mein absoluter Favorit allerdings sind die Cevapcici, die gemeinsam mit dem knackigen Bauspeck und den rohen Zwiebeln genossen ein wahres Gedicht sind. Der Salat ist mit Kopfsalat, Möhrenstreifen, Gurken, Tomaten und sehr leckerem Krautsalat angerichtet, das dazu gereichte Jogurtdressing ist angenehm leicht.Reste bleibenDie große Schüssel Pommes schaffen wir nicht mal zur Hälfte, und auch auf der Fleischplatte finden sich noch Reste – wir hätten getrost noch einen weiteren Esser mitnehmen können: Wir sind pappsatt. Beim Gedanken an Nachtisch – hier hätte uns vor allem der Palatschinken (4,50 Euro) angesprochen – lehnen unsere vollen Mägen dankend ab. Auch auf den Espresso (1,50 Euro) verzichten wir diesmal.Die Terrasse (sie bietet rund 45 Plätze) hat sich inzwischen merklich geleert, die Temperatur hat angezogen und trotz Sitzkissen, die der aufmerksame Wirt gleich nach unserem Eintreffen gemeinsam mit der Tischdecke gebracht hat, kommen wir ein wenig ins frösteln.Sanitärräume ebenerdig zu erreichenAls ich mich auf den Weg zu den Toiletten mache ist in der Gaststätte fast kein freier Platz mehr zu finden. Die Sanitärräume sind ebenerdig erreichbar, genauso wie das gesamte Restaurant. Das Interieur wirkt zwar etwas altbacken und warum die großen Fensterflächen mit dicken Vorhängen zugehängt sind will uns nicht wirklich einleuchten, doch das wirklich gute Essen tröstet über dieses äußerliche Manko allemal hinweg.

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