Johannes Zenglein moderiert den Tigerentenclub, der auf den Sendern ARD und Kika ausgestrahlt wird, ebenso wie die Sportnachrichten bei Sky Sport News HD. Foto: Privat

Bruchköbel

Tigerentenclub-Moderator Johannes Zenglein lebt in Bruchköbel

Bruchköbel. Johannes Zenglein liebte als kleiner Junge die Geschichte von Janosch und der Tigerente sowie den Fußball. Und schon früh schwärmte er für die weite Medienwelt. Heute kann der 31-Jährige das alles verbinden.

Von Thorsten Jung

Zenglein moderiert den Tigerentenclub, der auf den Sendern ARD und Kika ausgestrahlt wird, ebenso wie die Sportnachrichten bei Sky Sport News HD. Zum Entspannen nach langen TV-Aufzeichnungen und aufregenden Live-Sendungen kommt er nach Hause in die Region. In Bruchköbel hat Zenglein seine Heimat gefunden und fühlt sich pudelwohl: „Ich will in keiner Großstadt leben, ich bin bekennendes Landei!“

Jeden Sonntagmorgen um 7.05 Uhr ist für viele Kinder in Deutschland Tigerentenclub-Zeit. Neben viel Spiel und Spaß spielt dort auch das Wissen eine große Rolle. Am Samstag darauf wird die Show um 10.45 Uhr auf dem Sender Kika wiederholt. „In der ARD schalten oft auch Ältere ein, die den Tigerentenclub aus Nostalgiegründen schauen, bei Kika sieht dann eher die Zielgruppe zu“, sagt Zenglein mit einem Schmunzeln.

FrohnaturDer gebürtige Aschaffenburger ist auch fernab der Kameras eine Frohnatur. Man sieht und hört es ihm an, dass er sich auf dem Gelände in Göppingen, auf dem der Südwestdeutsche Rundfunk pro Jahr fünf Staffeln des Tigerentenclubs aufzeichnet, wohlfühlt. Von einer „riesigen Turnhalle, einem großen Abenteuerspielplatz“ erzählt er.

Schon die Ausbildung im Funkhaus Aschaffenburg ist für Zenglein eine große Spielwiese gewesen. Im Lokalradio (Primavera) und Lokalfernsehen (main.tv) konnte er sich nach Herzenslust austoben und sammelte erste Erfahrungen in der bunten Medienwelt. Schon früh war sein Talent erkennbar und Zenglein, der im beschaulichen Mömbriser Ortsteil Mensengesäß groß wurde, schaffte über die Regionalsendung „17:30 Sat.1 live“, die in Mainz produziert wird, den Sprung zu Sky.

Weltweit unterwegsNeben einigen Einsätzen als Moderator für den Sport-Nachrichtensender entdeckte Zenglein die Welt. Für „Galileo Mission Wissen Weltweit“ war er rund um den Globus unterwegs. „Ich habe vor der Kamera so viele verrückte Sachen gemacht, bin auf Bullen geritten und auf Flugzeugen balanciert.“ Zengleins Augen strahlen, wenn er davon erzählt. Mit der Übernahme der Moderation der täglichen Kabel-Eins-Sendung „Abenteuer Leben“ begann ein neuer Abschnitt.

Nach einem Jahr wurde er zum ARD-Casting eingeladen. Gesucht wurde ein neuer Tigerentenclub-Moderator an der Seite von Muschda Sherzada. „Das hat beim Casting mit Muschda zusammen so toll funktioniert, dass ich mit einem richtig guten Gefühl heimgefahren bin. Und als dann die Zusage kam, habe ich mich mega gefreut!“

Idole getroffenWenn die neueste Tigerentenclub-Staffel im Kasten ist, hat Zenglein wieder Zeit für andere Projekte. Für das „K1 Magazin“ macht er als Reporter Produkttests oder probiert außergewöhnliche Sachen aus und bei Sky trifft er als Sportnachrichtensprecher auf seine einstigen Idole. Strahlend berichtet er von Zusammenkünften mit Lothar Matthäus und Rudi Völler. Den Hanauer bat er sogar um ein gemeinsames Foto, „weil ich einfach immer noch Fan bin“. Kürzlich traf Zenglein den 90er-Weltmeister und früheren Bayern-Star Matthäus in der Maske. „Er meinte ‚Sieht doch gut aus’ und hat meine Krawatte gerade gezuppelt.“

Auch Erlebnisse aus dem Tigerentenclub bleiben dem 31-Jährigen in bester Erinnerung. Er berichtet von Kindern mit Tränen in den Augen, als sie ein Selfie mit Bibi-und-Tina-Darstellerin Lina Larissa Strahl machen durften. „Es gibt für mich nichts Schöneres, als glückliche Kinder, die nach einem Tag bei uns im Tigerentenclub nach Hause fahren“, so der sympathische Bruchköbeler, der sich in seiner Arbeit bestätigt sieht, „wenn die Kids Wochen später bei Instagram ein Foto hochladen und schreiben es war der geilste Tag in ihrem Leben“. In den Sendungen sollen die Kinder „bei allem Spaß und aller Gaudi auch etwas mitnehmen. Deswegen haben wir Youtube-Stars genauso zu Gast wie Gäste zum Thema Klimawandel.“

"Bruchköbel ist ideal"Die Akkus für seine vielfältigen Aufgaben lädt Zenglein in unserer Region wieder auf. „Bruchköbel ist ideal. Ich bin mit der Bahn schnell in Frankfurt und am Flughafen und damit in allen Großstädten.“ Die Liebe führte den Kahlgründer vor vier Jahren nach Bruchköbel, wo „ich die ländliche Ruhe total genieße“. So schnell scheint er auch nicht wieder weg zu wollen: „Ich fühle mich sehr wohl in Bruchköbel“. Am liebsten verlässt er die Stadt nur für seine Ausflüge in die bunte Medienwelt. Zu seinen Fußballidolen. Und zu Janosch und seiner Tigerente.

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