Ein idealer Platz? Zwischen Roßdorf im Norden und Bruchköbel Nord im Süden soll das gemeinsame Sportzentrum nach Ansicht des SPD-Kandidaten Perry von Wittich entstehen. Fotos: Axel Häsler/Privat

Bruchköbel

SPD-Bürgermeisterkandidat hat zentrales Sportzentrum als Ziel

Bruchköbel. Ein gemeinsames Sportzentrum für alle Bruchköbeler Vereine zwischen Roßdorf und Bruchköbel: Mit diesem Vorschlag hat der SPD-Kandidat Perry von Wittich jetzt den Ideenwettbewerb im Rahmen des Bürgermeisterwahlkampfs eröffnet.

Von Holger Weber

„Wir brauchen dringend in unserem regionalen Flächennutzungsplan eine Sonderfläche Sport, und dies an einer Stelle, die Sinn macht“, sagte von Wittich im Rahmen einer Veranstaltung der SPD.

Wie er näher ausführte, möchte er nördlich und östlich des Lichtenberg-Oberstufen-Gymnasiums und des Rudolf-Harbig-Stadions entlang der Landesstraße 3195 die besagte Sonderfläche im Regionalen Flächennutzungsplan ausweisen lassen. „Damit wir für die Zukunft gerüstet sind und auf Sicht ein zentrales Sportzentrum planen können“, sagte er.

Einzellösungen seien keine Hilfe

„Einzellösungen, auf die Vereine jahrelang warten müssen, hülfen den Vereinen nicht wirklich und machten auch aus wirtschaftlicher Sicht für Vereine und die Stadt keinen Sinn“, sagte von Wittich. Mit dem Rudolf-Harbig-Stadion verfüge Bruchköbel an dieser Stelle bereits über eine repräsentative Sportanlage, die durch die Turnhallen an der Heinrich-Böll-Schule ergänzt würden.

Planungen für einen Ausbau dieses Gebietes zu einem Sportzentrum der Stadt machen laut von Wittich Sinn. Das Gebiet sei zentral zwischen den Stadtteilen Bruchköbel-Nord, Roßdorf und Niederissigheim gelegen und auch aus Oberissigheim und Butterstadt leicht erreichbar.

„Damit gingen wir einen weiteren wichtigen Schritt zur Zukunftsgestaltung und zum Zusammenwachsen unserer Stadt. Die Vereine verdienten Anerkennung und Respekt.“ Deshalb müssten die Vereine mit allen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten unterstützt werden, folglich sollte man den ersten Planungsschritt durch die Ausweisung des Geländes für ein Sportzentrum angehen, schlägt er vor.

Was wollen die Vereine?

Die Frage ist jedoch, ob die Vereine das überhaupt wollen. In Niederissigheim soll 2020 ein Kunstrasenplatz gebaut werden, auf dem die Fußballer aus Nieder- und Oberissigheim sowie Roßdorf spielen werden. Dort hat die Stadt mit Mitteln aus dem Kommunalen Investitionsprogramm vor Kurzem Brunnen für die Wasserversorgung auf den bestehenden Plätzen bohren lassen und die Beregnungsanlagen auf Vordermann gebracht.

Ein gemeinsames Sportzentrum könnte andererseits ein wichtiger Schritt sein, wenn es wirklich zur Fusion der Jugendabteilungen aller Bruchköbeler Vereine kommt, die vor allem von der SG Bruchköbel immer wieder ins Gespräch gebracht wird. Es habe bereits formelle Gespräche gegeben, im Herbst 2019 sei der nächste runde Tisch anvisiert, teilte die SG Bruchköbel jüngst in einer Pressemitteilung mit.

Wie SGB-Abteilungsleiter Oliver Gust bei der Jahreshauptversammlung der Bruchköbeler Fußballer darlegte, litten alle Vereine im Stadtgebiet unter den selben strukturellen Problemen: mangelndem Engagement im ehrenamtlichen Bereich sowie Sportplätzen, die sich in einem kritischen Zustand befänden.

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