Beamte der Polizei suchen am Tatort nach Spuren. Foto: Holger Weber

Bruchköbel/Hanau

Schüsse auf Radler: Verdächtiger ist Sohn des Geschädigten

Bruchköbel/Hanau. Schneller Erfolg für die Zielfahnder der Kripo: Beamte haben am Donnerstagabend in Hanau den 20-jährigen Sohn festgenommen, bei dem es sich um den mutmaßlichen Täter handeln soll, der in Niederissgheim mehrere Schüsse auf einen Radfahrer abgefeuert hat. Ursache für diesen Anschlag war offenbar ein Streit.

+++ Update 28. Februar +++

Wie die Polizei mitteilt, handelt es sich bei dem 20-jährigen Tatverdächtigen um den Sohn des Mannes. Eine Waffe sei allerdings bisher noch nicht gefunden worden.

Allerdings stellten die Beamten bei dem Festgenommenen rund 600 Gramm Marihuana sicher. Der Verdächtige wird noch am Freitag dem Haftrichter vorgeführt.

+++ Erstmeldung 27. Februar +++

Am Donnerstagmorgen ist gegen 7 Uhr in Bruchköbel-Niederissgheim auf einen Mann geschossen worden. Der 50-Jährige blieb laut Polizeiangaben jedoch unverletzt. Der 50-Jährige gab an, er sei 7 Uhr mit dem Rad unterwegs gewesen, als an einer Unterführung an der Landesstraße zwischen Nieder- und Oberissigheim mehrmals auf ihn geschossen worden sei. Dabei wurde nach bisherigen Erkenntnissen nur seine Hose sowie seine Jacke von den Projektilen gestreift. Da der Angegriffene nicht verletzt wurde, konnte er nach Hause fahren und von dort aus die Polizei alarmieren.

Der 50-Jährige konnte zwar keine konkrete Beschreibung des Schützen abgeben. Allerdings hat die Polizei einen bösen Verdacht: Es könnte sich nach ersten Erkenntnissen um einen Mann aus dem privaten Umfeld des Opfers handeln. Beide sollen in den vergangenen Tagen einen heftigen Streit gehabt haben. Die Polizei war mit zahlreichen Beamten im Einsatz und sicherte Spuren am Tatort.

Gleichzeitig suchten Beamte fieberhaft nach dem Verdächtigen und machten ihn noch am Abend in der Hanauer Innenstadt ausfindig. Dort wurde der Mann von Zivilfahndern festgenommen und ins Polizeigewahrsam eingeliefert, wie Dominik Mies, der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Hanau, am Abend auf Anfrage bestätigte. Weitere Details zu dem mutmaßlichen Schützen oder dem Motiv liegen bislang noch nicht vor. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen wegen eines versuchten Tötungsdelikts eingeleitet.

In diesem Zusammenhang bittet die Kripo Hanau Zeugen um sachdienliche Hinweise unter der Rufnummer 0 61 81/10 01 23 zu melden.bel/thb

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