Freuen sich über die neue Wache im Altstadtcenter: Ordnungsamtsleiter Stefan Waag (von links), Bürgermeisterin Sylvia Braun, Frank Prokop, Christiane Rehbein und Sebastian Knorrek.
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Freuen sich über die neue Wache im Altstadtcenter: Ordnungsamtsleiter Stefan Waag (von links), Bürgermeisterin Sylvia Braun, Frank Prokop, Christiane Rehbein und Sebastian Knorrek.

Anlaufstelle in der Innenstadt

Bruchköbeler Stadtpolizei eröffnet neue Wache

  • Holger Weber-Stoppacher
    vonHolger Weber-Stoppacher
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Bruchköbel – Aus der Ordnungspolizei ist in Bruchköbel nun eine Stadtpolizei geworden. Und nicht nur der Name hat sich geändert: Die kommunale Sicherheitsbehörde hat jetzt auch eine Anlaufstelle im Zentrum der Stadt. In dieser Woche haben die fünf Mitarbeiter, die sich insgesamt vier Stellen teilen, ihre Wache im Altstadtcenter bezogen.

Schnell in der Innenstadt

In fünf Minuten sei man von dort zu Fuß am Freien Platz und auch in der neuen Stadtmitte, sagt Frank Prokop, der Veteran unter den Bruchköbeler Ordnungshütern. Das Personal hatte die Stadtverordnetenversammlung bereits im vergangenen Jahr per Beschluss um zwei Stellen aufgestockt. „Die Namensänderung haben wir dann quasi mit dem Arbeitsbeginn der neuen Kollegen vollzogen, weil wir unsere Polizei ohnehin neu einkleiden mussten“, begründete Bürgermeisterin Sylvia Braun die neue Corporate Identity der städtischen Polizei.

Durch den Umzug vom Interimsrathaus in das Altstadtcenter sei die Stadtpolizei nun wesentlich präsenter in Bruchköbel. Zudem hätten die Bürger eine direkte Anlaufstelle, an die sie sich mit ihren Anliegen wenden könnten, sagt Braun. Frank Prokop wird von nun an vor allem im Innendienst tätig sein und den Bürgern in der neuen Wache als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Die Wache in dem Ladenlokal, in dem bis vor geraumer Zeit noch die Sozialen Dienste der Stadt Bruchköbel ihre Niederlassung hatten, ist allerdings nur eine vorübergehende Lösung. Denn sobald das neue Stadthaus bezugsfertig ist, soll auch die Stadtpolizei dort integriert werden. Dem habe man auch bei der Möblierung der neuen Wache Rechnung getragen, betont die Bürgermeisterin. Die vom Bauhof gezimmerte Empfangstheke in Vorraum ist so konstruiert worden, dass man sie wieder ab- und in den neuen Räumlichkeiten des Stadthauses wieder aufbauen könne, berichtet Braun. Die Theke wird in den nächsten Tagen noch durch eine Plexiglasscheibe erweitert, die den Ordnungshütern in Coronazeiten einen entsprechenden Schutz bieten soll. Die Niederlassung im Altstadtcenter sei gewissermaßen ein Testlauf vor der Integration der Polizei ins Stadthaus, so Braun.

Engere Kooperation mit der Landespolizei

Die Bürgermeisterin verspricht sich durch den Umzug ins Zentrum auch eine noch engere Kooperation mit der Landespolizei, die bekanntlich in Bruchköbel ebenfalls einen Posten unterhält, der mit zwei Beamten besetzt ist. Allerdings übernehmen die Landespolizisten dort kaum operative Aufgaben, sie gehen also in der Innenstadt gewöhnlich nicht auf Streife, sondern unterstützen nur bei Ermittlungen. Die städtischen Polizisten sind im Gegensatz zur Landespolizei nicht bewaffnet. Und auch ihr Aufgabenbereich ist nicht identisch. Sie werden vor allem zur Verkehrssicherung und zur Überwachung des ruhenden und fließenden Verkehrs eingesetzt.

Wache zu üblichen Zeiten des Rathauses geöffnet

Die jetzt deutlich sichtbarere Präsenz der Polizei könne auch dabei helfen, dass Bruchköbel das KOMPASS-Siegel erhält, für das sich die Stadt vor Kurzem beworben hatte. Dabei komme es auch auf die Zusammenarbeit von landes- und Stadtpolizei an. „Hier können wir wichtige Erfahrungen sammeln“, so die Verwaltungschefin, die als ehemalige Hauptkommissarin ihre Erfahrungen mit einbringen kann.

Die Wache ist zu den üblichen Zeiten des Rathauses geöffnet. Die Mitarbeiter sind unter z 06181/975 500 erreichbar. (Holger Weber)

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