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Harmonischer Übergang: (Noch)-Amtsinhaber Günter Maibach gratuliert Sylvia Braun. Die beiden haben in den vergangenen Wochen eng zusammengearbeitet.

Neue Bürgermeisterin in Bruchköbel

Sylvia Braun vereidigt: Nun kann die neue Bürgermeisterin ab 1. April übernehmen

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Bruchköbel hat ein neues Stadtoberhaupt: Anders als geplant hat in einer außerordentlichen, kurzfristig anberaumten Stadtverordnetenversammlung (StaVo) die neue Bürgermeisterin Sylvia Braun ihren Amtseid am Freitagabend im Bürgerhaus abgelegt.

Da wegen der sich weiter zuspitzenden Corona-Krise weitere Versammlungs- und Ausgangsbeschränkungen zu erwarten sind, hatte sich das Präsidium der Stadtverordnetenversammlung zu diesem außerordentlichen Schritt entschlossen, um so die gesetzlichen Vorgaben einer ordnungsgemäßen und rechtswirksamen Amtsübergabe zum 1. April von Günter Maibach an Sylvia Braun zu gewährleisten.

„Besondere Lagen erfordern besondere Maßnahmen. Viele Pläne wurden in den letzten Tagen über den Haufen geworfen. Vereine haben lange geplante Veranstaltungen abgesagt, Schulen und Kitas sind geschlossen, viele Geschäfte sind zu, das öffentliche Leben kommt zum Erliegen. Die Amtsübergabe hatten Günter Maibach und ich auch anders geplant. Doch gerade in solchen Zeiten gilt es, einen kühlen Kopf zu bewahren und die Lage immer neu zu beurteilen“, sagte Braun.

Neue Chefin bei Sondersitzung sichtlich bewegt

Sie habe daher schon in den letzten Wochen mit Maibach gemeinsam an den Herausforderungen gearbeitet, die diese Pandemie auch für Bruchköbel mit sich bringe. Nach der Übergabe ihrer Ernennungsurkunde zeigte sich die neue Bürgermeisterin sichtlich bewegt. Mit nur wenigen Dankesworten wandte sie sich an die Stadtverordnetenversammlung, da man sich im Vorfeld darauf verständigt hatte, auf Gäste sowie Reden und Gratulationen gänzlich zu verzichten. 

Harmonischer Übergang: (Noch)-Amtsinhaber Günter Maibach gratuliert Sylvia Braun. Die beiden haben in den vergangenen Wochen eng zusammengearbeitet.

Bruchköbel sei derzeit gut aufgestellt, die Verwaltung habe sich sehr flexibel gezeigt, wurde mit Homeoffice-Möglichkeiten ausgestattet und nutze diese auch, so Sylvia Braun. Sprechzeiten erfolgten nach vorheriger Terminabsprache, denn dadurch könne ein Beitrag geleistet werden, um Ansteckungswege zu minimieren.

Beeindruckt von großer Welle an Hilfsbereitschaft

Einzelhändler und Läden seien kreativ dabei, ihre Geschäfte trotz der notwendigen einschränkenden Maßnahmen weiter am Laufen zu halten. „Dies können und sollten wir alle bestmöglich unterstützen. Auch beeindruckt mich die große Welle an Hilfsbereitschaft, Einkäufe und Besorgungen für die besonders gefährdete Altersgruppe zu erledigen.“ 

Solche Aktionen zeigten, dass man gemeinsam aus dieser Krise gestärkt hervorgehen könne. Jetzt gelte es, die Ärmel hochzukrempeln und diese herausfordernde Lage zu meistern. „Gemeinsam müssen wir erreichen, dass die Ansteckungskurve auf der Zeitachse geglättet wird. Deswegen gehen wir jetzt alle wieder mit gebührendem Abstand zueinander nach Hause. Bitte bleibt alle gesund, bleibt zu Hause, bleibt hilfsbereit!“, so der Appell von Braun an alle Bruchköbeler.

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