Die Belastung durch Mücken soll dieses Jahr reduziert werden. Symbolfoto: Frank Hollenbach/wwwpixelio.de

Bruchköbel/Erlensee

Mückenplage: kostenlose B.t.i.-Tabletten für die Bürger

Bruchköbel/Erlensee. Die Mückenplage des vergangenen Jahres ist noch vielen in Erinnerung. Damit es in diesem Jahr gar nicht erst zu einer Belastung vom Ausmaß des vergangenen Jahres kommt, wollen beide Kommunen bereits vorsorgen.

Sowohl in Bruchköbel als auch in Erlensee stellen die Stadtverwaltungen nun kostenfrei sogenannte B.t.i.-Tabletten zur Verfügung.

Sowohl in Erlensee als auch in Bruchköbel werden pro Haushalt zehn Tabletten kostenfrei ausgegeben. Die Ausgabe der Tabletten erfolgt während der Öffnungszeiten am Empfang im Rathaus Erlensee beziehungsweise im Bürgerbüro der Stadt Bruchköbel am Inneren Ring.

Verhinderung des Ausschlüpfens

Der Wirkstoff soll das Ausschlüpfen der Mückenlarven verhindern. Die Tabletten müssen in Regentonnen, Teichen und anderen Brutnestern aufgelöst werden. So könne die Ausbreitung verhindert werden. Tipps zur Anwendung und Wirkungsweise stünden in der Packungsbeilage der Tabletten, die die Hausmücke wirksam bekämpfe. Diese Stechmückenart entwickele sich in Wasserfässern oder Blumentöpfen und ist von den Waldmücken zu unterscheiden.

Aufgrund der niedrigen Temperaturen im Mai halte sich die kommende Stechmückenpopulation noch zurück. Werde es dauerhaft wärmer, so sei mit den kleinen Biestern wieder vermehrt in Gärten, Wohn- und Schlafzimmern zu rechnen.

Zur privaten Vorsorge sollten Garten und Balkon auf mögliche Brutstätten überprüft werden und überflüssige Wasseransammlungen auf Dauer vermieden werden, heißt es in Pressemitteilungen aus Erlensee und Bruchköbel. Auf natürliche Weise könne man einer Plage auch mit Abdeckplanen oder Deckeln über den Regentonnen entgegenwirken. Ein paar Tropfen Speiseöl oder Spülmittel in den Wassertonnen sorgten dafür, dass das Wasser seine Oberflächenspannung verliere.

Schützen durch vermeiden

Auch der Mensch kann sich schützen: „Süße Parfüms sollte man vermeiden, das lockt sie eher an“, sagt Andreas Amberg von der Stadt Erlensee. Düfte von Zitrone, Bergamotte, Zimt, Eukalyptus, Zeder, Sandelholz und Kampfer mögen sie hingegen nicht besonders.

Im vergangenen Jahr hatten Erlensee und Bruchköbel gemeinsam mit der Stadt Hanau angesichts der Mückenplage zusammengearbeitet. Eine Bekämpfung aus der Luft, wie sie etwa in einem von den Kommunen Nidderau, Schöneck, Altenstadt und Limeshain gebildeten Zweckverband praktiziert wird, macht in Erlensee und Bruchköbel nach Ansicht der Experten jedoch kaum Sinn, da die Mücken vornehmlich im Wald ausschlüpfen und nicht in offenen Auen wie im Zweckverbandsgebiet.

Die Nachfrage nach Schutzbekleidung und Mitteln zur Mückenabwehr sei in den vergangenen Jahren enorm gestiegen, hat auch Udo Schüller festgestellt. Schutzkleidung und Sprays fänden guten Absatz, sagt der Filialleiter des Outdoor-Händlers McTrek in Bruchköbel. how

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