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Möbel für Bruchköbels Wohnzimmer

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Von: Holger Weber-Stoppacher

Da kann man es aushalten: Auf dem Freien Platz passiert jetzt was. Robuste Sitzmöbel laden zum Verweilen ein. Die Kaffeetrinker am Wochenmarkt wird es besonders freuen.
Da kann man es aushalten: Auf dem Freien Platz passiert jetzt was. Robuste Sitzmöbel laden zum Verweilen ein. Die Kaffeetrinker am Wochenmarkt wird es besonders freuen. © s

Bruchköbel – In Bruchköbels Zentrum kann man es sich jetzt ganz bequem machen. Sitzmöbel aus Paletten stehen auf dem Freien Platz bereit. Und bei Bedarf kann das „Wohnzimmer“ der Stadt auch noch mit Liegestühlen ausgestattet werden. Für ein angenehmes Ambiente sorgen Pflanzinseln, die vom Bauhof gestern aufgestellt worden sind. Sitzkissen und Tische kommen noch hinzu.

Sie sollen sich in einer großen Box befinden, die im Laufe der nächsten Wochen ebenfalls dort zu finden sein wird. Daraus dürfen sich die Bürger dann bedienen. Das alles geschieht auf Vertrauensbasis und in der Hoffnung, dass die Nutzer die ausgeliehenen Accessoires nach Gebrauch wieder an ihren Ort zurückstellen. Doch wird es laut Stadt auch jemanden geben, der hin und wieder nach dem Rechten schaut.

Teil des Maßnahmenkatalogs „Bruchköbel bewegen“

Die Einrichtung der kleinen „Sommeroase“ ist Teil der Maßnahmenkatalogs „Bruchköbel bewegen“, der in diesem Sommer mit Fördergeldern des Landes in der Innenstadt umgesetzt werden soll. Im Rahmen des Programmes „Zukunft Innenstadt“ hatte die Stadt dafür rund 250 000 Euro erhalten (wir berichteten bereits). Mit dem Geld will das Land Hessen nach der coronabedingten Flaute den Städten frischen Wind einhauchen. Plätze, sollen neu gestaltet, Akteure mobilisiert und leerstehende Immobilien wieder in einen attraktiven Zustand versetzt werden.

Der Freie Platz soll während der Sommermonate möbliert bleiben. Und zwar dergestalt, dass auch andere Veranstaltungen wie das morgen stattfindende Stadtdinner oder der Wochenmarkt am Freitag nicht beeinträchtigt werden. Im Gegenteil, die Möbel sollen die Veranstaltungen eher noch ergänzen und bereichern, erklärt Manuela Odenwäller. Die freischaffende Projektleiterin ist von der Stadt mit der Koordination und der Organisation beauftragt worden. Von Juni bis September wird es auch ein begleitendes Programm geben. So öffnet dienstags zwischen 14 und 18 Uhr die sogenannte Family Lounge mit vielfältigen Spielangeboten, wie es in einer Pressemitteilung der Stadt heißt. Donnerstags ist dann Gelegenheit für die Stadtbibliothek, ihr Angebot unter freiem Himmel zu präsentieren. „Lesen und Spielen im Freien“ lautet das Motto der Veranstaltung, die ebenfalls zwischen 14 und 18 Uhr stattfindet. Dabei können Medien ausgeliehen und gleich vor der historischen Kulisse der Fachwerkgebäude genutzt werden.

Bürger können Ideen einbringen

Weitere Ideen für das neue „Wohnzimmer“ werden gesucht und können der Stadt Bruchköbel von den Bürgern online unter https://kurzelinks.de/tu5t unterbreitet werden. Und auch mit Blick auf die zerfallenen Häuser am Platz soll sich etwas tun. Bürgermeisterin Sylvia Braun äußert die Hoffnung, dass man für die Gebäude eine mittelfristige Lösung finden wird. Die Stadt will aus den Fördertöpfen eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben, in der mögliche Nutzungsmöglichkeiten für das am schlimmsten verfallene Haus links der Stadtbibliothek gefunden werden sollen. Mit den Ergebnis, so der Plan, soll dann ein potenzieller Investor für das Gebäude gefunden werden, der das Projekt umsetzt. Voraussetzung ist natürlich, dass der bisherige Besitzer das Haus auch verkauft und es nicht weiter zum Ärger der Allgemeinheit in diesem desolaten Zustand lässt.

Stadtladen soll noch im Sommer öffnen

Ein Innenstadtprojekt, das noch in diesem Sommer umgesetzt werden soll, ist der künftige Stadtladen, sozusagen ein Schaufenster für Erzeugnisse, die in Bruchköbel hergestellt und vertrieben werden. Er entsteht in einem leeren Ladenlokal an der Ecke Hauptstraße/Innerer Ring. Auch dieses Projekt fällt in den Verantwortungsbereich von Manuela Odenwäller , die gestern den Schlüssel in Empfang genommen hat. In dem Laden sollen zum Beispiel Kunsthandwerker und Nebengewerbler ihre Produkte anbieten können. Alles, was eine gewisse Exklusivität besitzt und eben mit Bruchköbel zu tun hat. „Das Ziel ist, dass sich die Kunden eine Geschenkbox mit Produkten aus der Stadt zusammenstellen können“, sagt Odenwäller. Kombiniert werden soll der Shop mit einer Touristeninformation, in der die Besucher alle Informationen über die Stadt erhält. (Von Holger Weber)

Hier entsteht der neue Stadtladen: Produkte, die typisch für Bruchköbel sind, sollen hier vertrieben werden. Bis zur Eröffnung kommen bestimmt auch die Mülltonnen weg.
Hier entsteht der neue Stadtladen: Produkte, die typisch für Bruchköbel sind, sollen hier vertrieben werden. Bis zur Eröffnung kommen bestimmt auch die Mülltonnen weg. © -

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