Vorübergehend geschlossen: Derzeit wird das Dach über der Einfahrt zur künftigen Tiefgarage in der Innenstadt gegossen.
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Vorübergehend geschlossen: Derzeit wird das Dach über der Einfahrt zur künftigen Tiefgarage in der Innenstadt gegossen.

Ausschüsse geben Empfehlung

Kostendeckung ist das Ziel: Tiefgarage in Bruchköbel soll in Eigenregie betrieben werden

  • Holger Weber-Stoppacher
    vonHolger Weber-Stoppacher
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Bruchköbels Parlamentarier unterstützen den Plan der Stadtverwaltung, die im Bau befindliche Tiefgarage künftig in Eigenregie zu betreiben. In einer gemeinsamen Sitzung von Haupt- und Finanzausschuss sprachen die Mitglieder eine deutliche Empfehlung dafür aus.

Nur die Mandatsträger des Bruchköbeler Bürgerbunds (BBB) enthielten sich ihrer Stimme, weil sie das Projekt grundsätzlich ablehnen.

Stadt schätzt jährliche Einnahmen auf über 200 000 Euro

Ziel der Stadt ist es, die Steuerungshoheit über Gebühren und Belegung der Tiefgarage zu behalten, dabei aber auch gleichzeitig kostendeckend zu arbeiten, so Jörg Diemer, der Projektleiter im Bauamt der Stadt Bruchköbel. Er schätzte die jährlichen Kosten für den Betrieb der Tiefgarage auf rund 202 0000 Euro und die Einnahmen auf rund 203 000 Euro.

Dabei sei man bei der Berechnung der Einnahmen eher konservativ und vorsichtig gewesen, ergänzte Bruchköbels Bürgermeisterin Sylvia Braun (FDP). Den Berechnungen liegen laut Stadt die Erfahrungen zahlreicher Nachbarkommunen zugrunde, bei denen man sich im Vorfeld sehr intensiv erkundigt habe. Für die technische und kaufmännische Betriebsführung soll ein Dienstleister gesucht werden. „Wir haben in der Stadtverwaltung keine originären Fachleute, die sich in diesem Bereich auskennen“, sagte Diemer.

Nächtliche Kontrollen durch privaten Dienstleister

Der Dienstleister wird unter anderem für den Einbau und die Finanzierung der Parktechnik, die Wartung der Anlagen sowie Schließdienste und die nächtliche Kontrolle zuständig sein. Die europaweite Ausschreibung soll nach dem noch notwendigen Beschluss durch die Stadtverordneten am 8. Dezember in Auftrag gegeben werden.

Rund fünf Monate, so schätzten Diemer und Braun, werde man brauchen, um einen Dienstleister zu finden. Die Stadt steht unter Zeitdruck. Denn der Rewe-Markt soll bereits im kommenden Jahr vor Beginn des Weihnachtsgeschäfts eröffnet werden. Zu diesem Zeitpunkt müsse auch die Tiefgarage einwandfrei funktionieren. Die Parkgebühren werden bei 1,50 Euro pro Stunde liegen.

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