Bruchköbel

Kommentar: Auch auf den Unterlegenen kommt es an

In der CDU Bruchköbel gibt es gleich zwei Anwärter für die Kandidatur zur Bürgermeisterwahl. Das ist eine gute Nachricht, weil es ein Zeichen für eine lebhafte Demokratie ist.

Von Holger Weber

Beide Anwärter bringen das Zeug zum Kandidaten mit. Der eine, Thomas Sliwka, ist erfahren in der Politik, steht der Partei als Vorsitzender und Fraktionschef vor. Der andere, Daniel Weber, kennt aus langjähriger beruflicher Erfahrung die Abläufe in einer Verwaltung.

Nun müssen die CDU-Mitglieder darüber entscheiden, welche Eigenschaft für sie mehr zählt. Wie auch immer die Wahl ausgeht: Beim Blick in die Zukunft kommt es auf beide an: den Sieger und den Unterlegenen. Eine weitere Spaltung der Partei, wie es sie nach der Wahl von Günter Maibach im Jahr 2007 gegeben hat, darf es nicht mehr geben. Dazu sind die Aufgaben, die vor dem kommenden Bürgermeister und auch der CDU als stärkster Fraktion im Stadtparlament liegen, zu groß.

Das Jahrhundertprojekt Innenstadtumbau stottert gewaltig. Es hat den Anschein, als ob niemand weiß, wie und wann es weitergeht. Eine ewige Kraterlandschaft in der Innenstadt schädigt den Ruf der Stadt. Es braucht jetzt entschlossene Entscheider, die das Projekt wieder anschieben. Egal ob in der ersten oder zweiten Reihe.

Innerparteiliche Grabenkämpfe wären jetzt eine Verschwendung von Energie, die an zentraler Stelle gebraucht wird.

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