Fleißige Handwerker: Die Issgemer Jungs und ihre Helfer haben zwölf Kubikmeter Holz und mehr als 10 000 Schrauben für das Fest verbaut. Das linke Foto zeigt die Halle vor einigen Tagen. Foto: Monica Bielesch

Bruchköbel

Kartoffelfest: Rustikales Ambiente in der Scheune

Bruchköbel. Die Bühne für das Kartoffelfest steht schon. Und in diesem Jahr ist sie schräg. „Damit alle in der Halle von den Auftritten angesprochen werden“, erzählt Martin Ohl von den Issgemer Jungs.

Von Monica Bielesch

Die Jungs und ihre vielen Helfer werkeln schon seit einigen Wochen in der Scheune von Annette und Werner Schäfer am Feldrand von Niederissigheim für das Fest, das vom 6. bis 8. September stattfindet.

Statt wie früher vier, haben sie in diesem Jahr schon sechs Wochen vorher mit dem Aufbau begonnen. „Damit wir am Ende genug Zeit haben“, so Ohl. Zwölf Kubikmeter Holz und mehr als 10 000 Schrauben verarbeiten die deko-verrückten Issgemer für die Gestaltung der Halle.

Denn außer dem großen Kartoffel-Gesicht an einer Längsseite der Halle und der kleinen Brücke, die vor der Halle über einen Graben zum Toilettenwagen führt, müssen die Veranstalter jedes Jahr alles immer wieder aufs Neue bauen. Das ist zwar viel Arbeit, hat aber den Vorteil, dass sie ihrem Anspruch gerecht werden, ihren Gästen immer wieder etwas Neues zu bieten.

Luftbild von Niederissigheim

Wie die schräge Bühne, die im Hintergrund ein großes Luftbild von Niederissigheim zeigt. „Entlang der Bühne wird es auch noch einen Bachlauf geben“, verrät Ohl beim Ortstermin, während im Hintergrund die Kreissäge kreischt. Denn Wasser haben die Jungs traditionell immer in ihren Dekorationen eingebaut.

Seit 2015 richtet der Verein das Kartoffelfest aus, das früher von den Sängern Niederissigheim veranstaltet wurde. Eigens um dieses traditionsreiche Fest wieder zum Leben zu erwecken hatten die Issgemer Jungs damals einen Verein gegründet. Und ziehen seitdem mit ihrem Programm und einem rustikalen Ambiente viel junges Volk in die alte Kartoffelhalle.

Neben der Bühne sind auch schon die Fassaden einiger Holzhäuser an den Wänden der Halle fertig gestellt. Überall mit detailreichen Dekorationen bestückt: alte Pferdegeschirre oder antikes landwirtschaftliches Gerät. „Die alte Pferdekutsche haben wir auch schon auf den Heuboden gehoben“, zeigt Ohl nach oben wo an der Decke der Halle auch schon zwei große Strohkränze hängen, die noch auf ihren Bänderschmuck warten.

Federführend sind die sieben Issgemer Jungs vom Vorstand an den Vorbereitungen und Arbeiten beteiligt. „Plus einer Helfergruppe von etwa 20 Leuten.“ An diesem Samstagnachmittag arbeiten die Männer am Boden für den Biergarten auf der Hinterseite der Halle.

Die Arbeiten liegen gut in der Zeit, einiges fehlt aber noch, so wird die Küche am Eingang als letztes aufgebaut. Küchenchef Sebastian Wörner wird wieder eine kleine aber feine Speisekarte auftischen. Auf die Gäste warten Blutwurst Gröstl, knuspriges Tafelspitz-Pastramie und natürlich Kartoffelpuffer in vielen Varianten.

Kartoffelernte am Samstag

Neben dem musikalischen Programm mit Mickie Krause am Freitagabend und den Trenkwaldern am Samstag, gibt es traditionell die Hoflandspiele, bei denen der Kartoffelkönig gekürt wird. In diesem Jahr finden die Wettkämpfe aber in der Halle statt, so Ohl. Dann messen sich die Teilnehmer im Milchkannen-Tragen, Heuballen-Stapeln, Maßkrug-Stemmen oder Kartoffelpuffer-Wettessen.

Spaß für die Familie verspricht die Kartoffelernte am Samstag, 7. September. Die findet am 13 Uhr auf einem Feld an der Landstraße Richtung Butterstadt statt. „Das ist besonders für Kinder eine tolle Aktion.“ Die geernteten Kartoffeln können anschließend gekauft werden.

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