Wie weit lässt sich diese Planung für die Neue Mitte in Bruchköbel noch verändern? Das wird eine der Kernfragen sein, die es zu beantworten gilt. Grafik: PM

Bruchköbel

Große Debatte zum Jahrhunderprojekt Neue Mitte in Bruchköbel

Bruchköbel. Mit Blick auf die neue Stadtmitte in Bruchköbel beginnt morgen Abend die heiße Phase. Im Rahmen einer gemeinsamen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses sowie des Auschusses für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr steigen die Stadtverordneten in die finale Debatte über das Bruchköbeler Jahrhundertprojekt ein.

Von Holger Weber-Stoppacher

Wie soll die neue Stadtmitte finanziert werden? Wo werden die Besucher der Innenstadt künftig parken? Bleibt es bei den Kosten von knapp 26 Millionen Euro für das Stadthaus und die Außenanlage? Und: Warum ist das Stadthaus letztlich größer konzipiert worden als in der ursprünglichen Planung? Das sind nur drei von sehr vielen Fragen, auf deren Grundlage die Diskussion morgen Abend geführt werden wird. Im Vergleich zur ersten Frage- und Antwort-Runde, bei der Bürgermeister Günter Maibach (CDU) Anfang des Jahres etwa 140 Fragen der Fraktionen in einer Marathonsitzung beantworten musste, liegen den Parlamentariern diesmal die Antworten von Verwaltung und Planern bereits vor.

Vorlage für den Startschuss ist bereits eingebrachtEine gemeinsame Diskussionsgrundlage ist also gegeben. Diese Vorgehensweise ist eine direkte Folge der vergangenen Sitzung, die sich – so die einhellige Meinung – als wenig hilfreich und konstruktiv erwiesen hatte. Die Parteien müssen ihre Wünsche in Form von Änderungsanträgen zu einer Magistratsvorlage einbringen. Die Vorlage, die den Startschuss zur Umsetzung der aktuellen Verwaltungspläne geben würde, war in der vergangenen Stadtverordnetenversammlung eingebracht worden.

Sollte nach Dienstagabend noch weiterer Diskussionsbedarf bestehen, wovon auszugehen ist angesichts der Komplexität und der Dimension der Entscheidung, wird es am kommenden Dienstag eine weitere Sitzung geben. Eine Entscheidung soll dann am 13. März fallen.

Projekt auch ohne Opposition möglichRein rechnerisch könnte die Regierungskoalition aus CDU und SPD mit einer komfortablen Parlamentsmehrheit von 26 zu 19 Sitzen das Projekt auch ohne die Oppositionsparteien durchziehen. Doch Bürgermeister Günter Maibach hat mehrfach kundgetan, dass er für das Bauprojekt eine breite Mehrheit gewinnen möchte. Dabei wird er vor allem auf einen Konsens mit Bündnis 90/Die Grünen sowie der FDP hinarbeiten. Denn bekanntlich steht der Bruchköbeler Bürgerbund (BBB) dem Projekt und auch auch dem Bürgermeister selbst am kritischsten gegenüber.

Von besonderem Interesse werden deshalb vor allem die Antworten zum Thema Finanzierung sein, auf das zwar alle Parteien in ihrem Fragenkatalogen eingehen, aber bei der FDP besonders akzentuiert wird.

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