Beim Hessentag in Rüsselsheim gingen die Roßdorfer jetzt auf Webetour für den kleinen Feldhamster, dessen Schutz sie sich zum Ziel genommen haben. Foto: Privat

Bruchköbel

Feldhamster-Lobby: Roßdorfer Landwirte setzen sich für Nager ein

Bruchköbel. Die Feldhamsterfreunde Bruchköbel-Roßdorf haben beim Hessentag in Rüsselsheim für den Schutz des kleinen Nagetiers in der Region geworben.

Der Feldhamster mag besonders Äcker und Lössböden. Die gibt es vor allem im westlichen Main-Kinzig-Kreis, weshalb die Region mit 5000 Hektar einer der größten Feldhamsterlebensräume Hessens ist. Die weitgehend unzerschnittene Landschaft, die sich über mehrere Kommunen von Bergen-Enkheim im Westen bis Roßdorf im Osten erstreckt, ist ein idealer Lebensraum für den kleinen Nager.

Seit einigen Jahren hat die kleine Kreatur mit den Feldhamsterfreunden Bruchköbel-Roßdorf auch eine Lobby. Die Mitglieder der Hamsterfreunde nahmen in Rüsselsheim mit einem Themenwagen am Umzug teil.

Liebe zu den kleinen Tieren „Uns ging es vor allem darum, auf die Schutzwürdigkeit der Tiere hinzuweisen und für unser Feldhamsterprojekt zu werben“, berichtet Heiko Fechner, der gemeinsam mit Axel Lind die treibende Kraft bei den Feldhamsterfreunden ist. Die Liebe zu den kleinen Tieren ist freilich nicht ganz uneigennützig. Denn wo Höhlen der Feldhamster entdeckt werden, ist die Umwandlung von Acker- in Bauland viel schwieriger. „Die Tiere tragen somit dazu bei, dass den Landwirten Ackerfläche erhalten wird“, sagt Fechner.

Seit 2010 wird die Main-Kinzig-Population der Feldhamster durch ein jährlich großflächiges Monitoring überwacht. Landwirte, die sich am Projekt für den Hamsterschutz beteiligen, bekommen einen finanziellen Ausgleich. Die Teilnahme am Hessentag in Rüsselsheim habe sich bezahlt gemacht, erzählt Fechner, der Anrufe aus ganz Hessen bekam. Darunter seien auch spendenwillige Naturfreunde gewesen. J how

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