Überraschung zum 80. Geburtstag des einstigen Roßdorfer Bürgermeisters geglückt: Sigrid Schindler, Franz Elpelt, Helga Gradwohl, Landrat Erich Pipa und Bürgermeister Günter Maibach (von links) feiern die Übergabe des Landesehrenbriefes. Foto: Habermann

Bruchköbel

Ex-Bürgermeister Franz Elpelt erhält Landesehrenbrief

Bruchköbel. Es war eine Überraschung für den 80-jährigen Pensionär: Roßdorfs Ex-Bürgermeister Franz Elpelt hat am Freitagabend bei den Feierlichkeiten seines 80. Geburtstag für sein langanhaltendes Engagement den Landesehrenbrief überreicht bekommen. Tätig ist der 80-Jährige im Ehrenamt noch heute.

Von Rainer Habermann

Man saß gemütlich zusammen am Freitagabend im Kolleg des Bürgerhauses, speiste und feierte den 80. Geburtstag von Franz Elpelt. Bis plötzlich der Landrat erschien. Von da ab war’s zunächst mal vorbei mit der Gemütlichkeit.

 Erich Pipa hatte etwas Besonderes im Gepäck: den Ehrenbrief des Landes Hessen für das Lebenswerk des heutigen Main-Kinzig-Bürgerbeauftragten und letzten Bürgermeister Roßdorfs als selbständiger Gemeinde. „Ob ich heute so richtig gut einschlafen kann, weiß ich noch nicht“, waren die Schlussworte des sichtlich gerührten Pensionärs, aber „Unruheständlers“, was das Ehrenamt betrifft. Elpelt war tatsächlich völlig überrascht worden von der großen Ehrung, er hatte nichts geahnt von dem, was ihm als zusätzliches Geburtstagsgeschenk blühen würde.

Gelungene Überraschung „Oft ist es ja so, dass gerade Kommunalpolitiker etwas ‚riechen’ von einer bevorstehenden Auszeichnung“, lächelte noch Sigrid Schindler, ehemalige Kreisbeigeordnete, Bundesverdienstkreuzträgerin und Initiatorin des Landesehrenbriefs für Elpelt, im Vorfeld. Doch alle hatten „dichtgehalten“.

„Bei der Latte von Verdiensten, lieber Franz, stünde Dir eigentlich auch das Bundesverdienstkreuz zu“, würdigte Pipa die Meriten des 80-Jährigen. „Aber das dauert mindestens drei Jahre, es funktioniert nämlich nach dem Prinzip Frau-Frau-Mann“. Und so werde man eben jetzt den Altbürgermeister, Bürgerbeauftragten, ehrenamtlichen Kreisbeigeordneten, und was der Leistungen mehr sind, für das Verfahren für den höchsten zivilen Orden der Bundesrepublik vorschlagen.

Große Karriere Die Latte ist tatsächlich ellenlang, Franz Elpelt begann seine Karriere im Ehrenamt bereits 1985. Bis 1997 war er Kreistagsabgeordneter, aktiv in diversen Ausschüssen und im Kreisvolkshochschulbeirat. In der Jugendhilfe, in der Heimkonferenz des Altenzentrums Rodenbach, im Sparkassenzweckverband, im Kreisausschuss und als Kreistagsabgeordneter: Hier kennt und schätzt man seine Mitarbeit in zurückliegenden Jahren.

Doch Bruchköbel kennt den Senior noch besser, wie auch der heutige Bürgermeister Günter Maibach zu würdigen wusste. Denn von 1963 bis 1971 war Elpelt beschäftigt bei der Gemeinde Roßdorf. Von 1971 bis 1974 war er sogar ihr Bürgermeister, bis zur Gebietsreform und zur Eingemeindung nach Bruchköbel. Bis 1999 wirkte er dann Beamter bei der Stadtverwaltung. Und im Kreis ist Elpelt noch heute aktiv: Seit Juli 2006 arbeitet er als Bürgerbeauftragter. Alle empfinden den 80-Jährigen als Freund. Eine Person darf sich ihm noch näher fühlen: seine Lebensgefährtin Helga Gradwohl. Ihr überreichte Pipa einen Blumenstrauß am Abend.

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